Worum geht es im AGW-Studium?

AGW bedeutet "Angewandte Gesundheitswissenschaften"; der Begriff "angewandt" steht dabei für praxisnahes Arbeiten. Die Gesundheitswissenschaften, auch Public Health oder Health Sciences genannt, beschäftigen sich mit den körperlichen, psychischen, sozialen, ökologischen und ökonomischen Bedingungen von Gesundheit in der Bevölkerung sowie der Organisation des Gesundheitswesens.

Wo arbeitet man als Gesundheitswissenschaftler?

Als Gesundheitswissenschaftler kann man in den verschiedensten Bereichen des Gesundheitswesens arbeiten. Potentielle Arbeitgeber sind beispielsweise Unternehmen, gesundheitspolitische Organisationen, Gesundheitsämter, Kommunalverwaltungen, Krankenkassen, Projektträger, Berufsgenossenschaften, Reha-Einrichtungen, externe Dienstleister und andere Einrichtungen des Gesundheitswesens. Zusammenfassend kann man die Absolventen des Studiengangs als Übersetzer zwischen verschiedenen Welten sehen.

Mit welchen Zielgruppen beschäftigen sich die Gesundheitswissenschaften?

Ganz allgemein gesagt beschäftigen sich die Gesundheitswissenschaften mit allen Menschen; denn unser aller Ziel ist es, möglichst lange gesund und selbstbestimmt zu leben. Die Angewandten Gesundheitswissenschaften fokussieren aber auch spezielle Zielgruppen, wie z.B. Kinder, ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen oder Krankheiten, Menschen mit speziellen Bedürfnissen oder Menschen mit Migrationshintergrund.

Welchen Abschluss habe ich nach dem Studium?

Nach erfolgreich absolviertem Studium erhalten Sie den Abschluss "Bachelor of Science" und sind Gesundheitswissenschaftler/-in. Wenn Sie sich für einen oder mehreren Schwerpunkte entschieden haben (Assistive Gesundheitstechnologien, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Management im Gesundheitswesen oder Kommunale/ Gemeindebezogene Gesundheitsförderung), wird dies im Zeugnis vermerkt.

Gibt es eine Zulassungsbeschränkung (Numerus clausus)?

Inwiefern ein bestimmter Notendurchschnitt vorausgesetzt wird, ist von der Bewerberlage abhängig und entscheidet sich immer erst nach der Bewerbungsphase. Wenn es zu einem Auswahlverfahren kommt, wird in erster Linie die Note der Hochschulzugangsberechtigung (HZB) der Bewerber herangezogen.

Es kann zu einer Aufwertung der Note durch Berücksichtigung folgender "sonstiger Leistungen" kommen:

  • Praktischen Tätigkeiten: Zivildienst, Praktikum (mind. drei Wochen), Bundesfreiwilligendienst (mind. drei Monate) etc.
  • Berufsausbildung: Gesundheits- und Krankenpflege, Sozialversicherungsangestellte/r, Heilerziehungspfleger/in, Physiotherapeut/in, Büro- oder Industriekaufmann/-frau etc.
  • Außerschulische Leistungen: z.B. Auszeichnungen
  • Auslandstätigkeit (mind. drei Monate): z.B. Au-pair
  • Abitur an einem Gesundheitsgymnasium o.ä.

Welche Schwerpunkte kann man setzen?

Seit Sommersemster 2017 ist eine Schwerpunktbildung in folgenden Bereichen möglich:

  • Assistive Gesundheitstechnologien
  • Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)
  • Management im Gesundheitswesen
  • Kommunale/ Gemeindebezogene Gesundheitsförderung

Weitere Informationen zu den Schwerpunkten finden Sie bei den Studieninhalten.

Die gewählten Schwerpunkte werden im Abschlusszeugnis vermerkt.

Wie praxisorientiert ist das AGW-Studium?

Praktische Tätigkeiten ziehen sich durch das gesamte Studium. Schon in den ersten Semestern bearbeiten die Studierenden in Projekten verschiedene Problemstellungen - beispielsweise im neu gestalteten "Future Care Lab" oder im Multidisziplinären Skills Lab. Im zweiten Semester können Studierende eine kleine Studie konzipieren und echte Daten erheben. Im dritten und vierten Semester beschäftigen sich die Studierenden in den Studienarbeiten mit aktuellen Themen aus den Handlungsfeldern der Gesundheitswissenschaften. Dabei handelt es sich um Projekte mit echten Partnern aus der Praxis. Im fünften Semester absolvieren die Studierenden ein Praktikum bei einem selbstgewählten Arbeitgeber.

Wie technisch ist der Studiengang? Welche Mathekenntnisse werden benötigt?

"Assisstive Gesundheitstechnologien" ist nur einer von mehreren Schwerpunkten und sollte durch das schrittweise Herantasten an das Thema auch für technisch weniger affine Studentinnen und Studenten kein Problem darstellen. Der Fokus im Studium liegt eher in der Anwendung und Entwicklung von technischen Lösungsansätzen und nicht auf der technischen Umsetzung. Als Gesundheitswissenschaftler sollte man verstehen, wie AAL (Ambient Assisted Living) den Menschen in ihrem Alltag helfen kann, und wo mögliche Chancen und Grenzen der Technik liegen.

Mit Mathematik befassen sich die Studierenden im ersten Semster sowie im Modul "Statistik". Für den Studienalltag reichen mathematische Grundkenntnisse aus.

Ich habe bereits eine Ausbildung absolviert. Hilft mir das im Studium?

Es kann natürlich vorkommen, dass sich Inhalte aus einer gesundheitbezogenen Ausbildung  wiederholen, jedoch werden diese im Studium vertieft oder vereinfachen die Mitarbeit in diesem Bereich. Allgemein ist eine vorherige Ausbildung  nicht nur von Vorteil für den Studierenden selbst, auch die Kommilitoninnen und Kommilitonen profitieren von dessen Erfahrungen.

Ist ein Abschluss einer Schule für Gesundheit / Pfege / Ernährung o.ä. von Vorteil?

In Schulen mit gesundheitsbezogenem Profil werden häufig Themen behandelt, die in einem gesundheitswissenschaftlichen Studium wiederholt bzw. vertieft werden. 

Wie finde ich in Furtwangen eine Wohnung?

Im Gegensatz zu anderen Studentenstädten sieht die Wohnungssituation in Furtwangen gut aus, denn es gibt ausreichend bezahlbare Wohnmöglichkeiten (ab ca. 200 Euro) für die Studierenden. Ein Platz im Studentenwohnheim oder ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft sind leichter zu finden als eine eigene, kleine Wohnung. Hier heißt es aber natürlich auch, sich rechtzeitig zu informieren. Unter anderem werden viele Zimmer in der Facebookgruppe "HFU Wohnungsmarkt" ausgeschrieben. Die passende Wohnungseinrichtung lässt sich dann eventuell in der Gruppe "HFU Marketplace" finden.

Weitere Informationen: http://www.hs-furtwangen.de/willkommen/die-hochschule/zentrale-services/organe/allgemeiner-studierendenausschuss/wohnen.html

Wie studiert und lebt es sich in Furtwangen?

"Furtwangen ist das, was du daraus machst" - diesen Spruch werden die neuen Studentinnen und Studenten in Furtwangen noch öfter hören, denn er entspricht der Wahrheit. Da es hier nicht so viele Ausgehmöglichkeiten gibt, heißt es, Eigeninitiative zu ergreifen und sich mit den Studienkollegen zum Grillen, Brunchen oder Kochen zu verarbreden oder sich auf WG-Partys oder in den Kneipen zu treffen. Auch ein Ausflüg ins nicht weit entfernete Freiburg ist schnell organisiert. Da die Personenzahl in den Jahrgängen von AGW meist zwischen 30 und 50 Personen liegt, ist es kein Problem, Anschluss zu finden und gemeinsam eine schöne Studienzeit zu erleben.

Zu Studienbeginn gibt es ein Teambuildingseminar auf einer Hütte im Schwarzwald, um sich sich näher kennenzulernen und um den Zusammenhalt des Semesters zu stärken. Hierbei entstehen meist schon die ersten Freundschaften und man erkennt, dass es relativ unwichtig ist, in welcher Stadt man studiert, wenn man mit den richtigen Leuten zusammen studiert.

Furtwangen und der Schwarzwald bieten zudem vielfältige Sport- und Freitzeitmöglichkeiten, Informationen dazu gibt es beim Allgemeinen Studierendenausschuss (ASta).