Lehrgebiet "Alkohol-Brennerei"

Die HFU-Brennerei als Modellprozess
Die HFU-Brennerei als Modellprozess

HFU-Brennerei: Spaß, Genuss und Wissenschaft kombiniert!

Die HFU-Brennerei ist ein spezielles Lehrangebot des Studiengangs Bio- und Prozesstechnologie. Im Rahmen eines Wahlfaches werden Streuobstwiesenäpfel zu "HFU-Spirit", dem hauseigenen Apfelbrand, verarbeitet. Hierbei steht der ganzheitliche Prozess, vom Rohstoff zum Produkt, im Vordergrund. Die Studierenden ernten die Äpfel, es wird zerkleinert, gemaischt, destilliert, verdünnt, abgefüllt und sensorisch getestet. Der Lern- und Spaßfaktor ist garantiert!

Am Projekt HFU-Brennerei sind noch weitere lokale Partner beteiligt: die Fakultät Wirtschaft, die Stadt Villingen-Schwenningen, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), und das Umweltzentrum Schwarzwald-Baar-Neckar. Neben dem Apfelbrand sind weitere Produkte wie Apfelessig, Liköre und Gummibärchen in Planung. 
Der Prozess der Destillation von Apfelbrand eignet sich auch für verschiedenste wissenschaftliche Fragestellungen, welche derzeit im Rahmen von Studien- und Bachelorarbeiten durchgeführt werden. So werden Themen wie "Wertvolle Schlempe - was kann hieraus gewonnen werden", "Molekularbiologische Apfelsortenbestimmung" oder auch "Automation und Simulation der Destille" bearbeitet.

Leitung: Prof. Dr. Ulrike Salat

Lehre mit Trainingssimulatoren

Trainingssimulatoren für komplexe biotechnologische Prozesse
Trainingssimulatoren für komplexe biotechnologische Prozesse

Mit Hilfe von Trainingssimulatoren können biotechnologische Prozesse simuliert werden.

Der Betrieb eines biotechnischen Prozesses hat einen erheblichen Einfluss auf seinen Energie-, Wasser- und Rohstoffbedarf. Gleichzeitig ist der Betrieb von Bioreaktoren im industriellen Maßstab komplex und erfordert viel Erfahrung. Um diese Erfahrungen schon im Studium zu vermitteln, arbeitet die Arbeitsgruppe um Professor Dr. Volker C. Hass an der Entwicklung von Trainingssimulatoren. Mit diesen bedienerfreundlichen Simulatoren erlernen unsere Studierenden den Betrieb von Bioreaktoren oder von Bioraffinerien zur Herstellung von Bio-Ethanol in einzigartiger Weise.

Leitung: Prof. Dr. V. Hass

Schule meets Hochschule

Studierende als Lehrende
Studierende als Lehrende

Perspektivwechsel für Studierende mit Mehrwert.

Praktische Projektarbeit ist ein wichtiger Bestandteil eines anwendungsorientierten Studiengangs. In der Veranstaltung „Projekt Bio- und Prozesstechnologie“ bearbeiten die Studierenden des Studiengangs Bio- und Prozesstechnologie bereits im 1. Semester eine Projektaufgabe aus dem naturwissenschaftlich-technischen Bereich. Dazu werden die Studierenden in kleine Projektteams eingeteilt, die sich regelmäßig treffen, und die einen Workshop für Schülerinnen und Schüler der 10. Gymnasialklasse ausarbeiten.

Das Spektrum der Projektthemen widerspiegelt die große inhaltliche Bandbreite des Studiengangs, und reicht von der Biologie und Physik über die Biochemie und Lebensmitteltechnologie bis zur Bioprozesstechnik und  Bioverfahrenstechnik. Die Projektthemen der vier Workshops im Sommersemester 2017 waren: „Sinkgeschwindigkeit von Partikeln in Flüssigkeiten“, „Bestimmung der Aktivität von Protein-abbauenden Enzymen“, „Photometrie und Bestimmung von Wasserinhaltsstoffen“ sowie „Herstellung und Analytik von lactosefreier Milch“.

An einem Labortag, der unter dem Titel „Schule meets Hochschule“ stattfindet, führen Schülerinnen und Schüler des Fürstenberg-Gymnasiums Donaueschingen und des Hoptbühl-Gymnasiums Villingen an der Hochschule Furtwangen am Campus Schwenningen die Workshops durch. Die ganztägige Veranstaltung inklusive eines gemeinsamen Mensabesuchs wird mit einer Präsentation der Ergebnisse durch die Schülerinnen und Schüler abgeschlossen.

Die Studierenden lernen ein Projekt von Anfang bis Ende zu planen, Ziele zu definieren, Aufgaben zu verteilen, Termine festzulegen und die Projektanforderungen in der Realisierung umzusetzen und einzuhalten. Außerdem treten die Studierenden bei den Workshops als Unterrichtende für die Schülerinnen und Schüler auf. Sie müssen dann komplexe Zusammenhänge möglichst gut verständlich vermitteln.

Leitung: Prof. Dr. S. Hellstern