Laufschuhe im Hörsaal und Hausarbeit im Kraftraum

Foto: Armin Küstenbrück

Nicht zuletzt durch ihre Lage mitten im Schwarzwald hat die Hochschule Furtwangen eine enge Verbindung mit dem Sport. Sportarten von Skispringen und Langlauf, über Biathlon zu Mountainbiking können hier geradezu "vor der Haustür" ausgeübt werden.

Unter den (ehemaligen) Studierenden der Hochschule Furtwangen gibt es einige Spitzensportler, die auf beachtliche sportliche Erfolge blicken können:

  • Georg Hettich, Olympia-Sieger 2006 in der Nordischen Kombination
  • Christoph Burkhard, Paralympics-Sieger 2004 im Schwimmen
  • Benedikt Doll, Weltmeister 2017 im Biathlon-Sprint
  • Markus Bauer, Deutscher Meister 2018 im Mountainbike Marathon
  • u.v.m.

Um Spitzensportler bei ihren besonderen Bedürfnissen rund um den Ablauf ihres Studiums zu unterstützen, gelten besondere Regelungen.

Studierende Spitzensportler

Beitrag von GLF TV

Duale Karriere: Studium und Sport kombinieren

Leistungssport beansprucht einen enormen Zeitaufwand und wird in der Regel in einem Lebensabschnitt betrieben, in dem normalerweise der Grundstein für ein erfolgreiches Berufsleben gelegt wird. Wer früher also Leistungssport auf höchstem Niveau betreiben wollte, musste sich früher oder später entscheiden: Alles auf die Karte Leistungssport setzen oder eine solide Berufsausbildung absolvieren?

Die Hochschule Furtwangen hat dieses „Problem“ früh erkannt und steht neben normalen Vollzeitstudenten auch Spitzensportlern in Dualer Karriere offen - die Kombination aus Sportkarriere und Studium.

Was nicht sonderlich außergewöhnlich klingt, war lange Zeit in dieser Form nicht möglich. Um den Spitzensport und die Möglichkeiten der Dualen Karriere an der Hochschule Furtwangen weiter zu verbessern, wurde im Sommersemester 2012 eine Projektgruppe unter der Leitung von Professor Robert Schäflein-Armbruster gegründet. Ziel der Projektarbeit von den beiden Profi-Mountainbikern Felix Euteneuer und Markus Bauer mit dem Titel „Spitzensport an der HFU“ war es unter anderem ein „Furtwanger Modell“ zu entwickeln.

Furtwanger Modell

Eine Kooperationsvereinbarung mit dem Olympiastützpunkt Freiburg-Schwarzwald wurde bereits 2006 abgeschlossen. Zudem sind die besonderen Regelungen seit 2013 in der Studien- und Prüfungsordnung festgeschrieben. Details dazu finden Sie hier. So können Kadersportler beispielsweise mehrmals von einer Prüfung zurücktreten und die maximale Studiendauer - bis zu 16 Semester für ein Bachelor-Studium - ausnutzen. Seit 2016 ist die Hochschule Furtwangen vom Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband lizenzierte "Partnerhochschule des Spitzensports". 

Duale Karriere: Eine Doppelbelastung die sich lohnt!

Trotz aller Flexibilisierungen bedeutet eine Duale Karriere eine erhebliche Doppelbelastung für die Athleten. Es bleibt also die Frage, warum sich der gleichzeitigen Belastung eines Studiums und Spitzensport aussetzen?

Wenige Sportler haben nach ihrer Karriere, trotz internationaler Erfolge, für den Rest ihres Lebens ausgesorgt. Der allergrößte Teil der Sportler kommt schon zur aktiven Zeit gerade so über die Runden und selbst Olympiasieger stehen nach ihrer sportlichen Karriere vor der entscheidenden Frage: „Was mache ich jetzt?“. Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass auch die erfolgreichste Sportlerkarriere von einem auf den anderen Moment vorbei sein kann, nämlich dann, wenn Verletzungen oder Krankheit ihr ein jähes Ende bereiten. Damit der Traum vom Profisport nicht über Nacht zum Albtraum wird, ist eine Duale Karriere oder schlicht ein Plan B unerlässlich.

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