Es ist schwierig, das gesamte Studium durch Arbeit zu finanzieren, da Sie als Studierender in der Regel keinen Vollzeitjob ausüben dürfen und können, denn Ihr Hauptaugenmerk sollte sich auf das Studium richten. Auch ist es nicht immer leicht, einen geeigneten Teilzeitjob zu finden, da die meisten Tätigkeiten gute Deutschkenntnisse erfordern.

Beschäftigung als studentische Hilfskraft

Es gibt eine begrenzte Anzahl von Stellen für studentische Hilfskräfte in den Fakultäten und zentralen Einheiten (z.B. Bibliothek oder Marketing-Abteilung). Meist werden gute Deutschkenntnisse erwartet. Informationen über ausgeschriebene Stellen finden Sie hier. Oder Sie kontaktieren die Fakultäten und zentralen Einheiten direkt.

Beschäftigung in ortsansässigen Firmen


Jobs in ortsansässigen Firmen werden am den Schwarzen Brettern der Hochschule ausgehängt oder sind online in der HFU Jobbörse (Login mit Hochschulaccount nötig) zu finden. Auch für diese Jobs sind in der Regel gute Deutschkenntnisse notwendig. Eine Liste von von Firmen in der Region, die gerne HFU-Studierende einstellen, finden Sie hier.

Die Jobvermittlung des Studierendenwerks SWFR bietet für die Standorte Furtwangen und Schwenningen über das Service-Portal des SWFR Jobs an (Registrierung nötig): www.swfr.de/serviceportal

Wie viel dürfen Sie als ausländischer Studierender arbeiten?

Studierende aus nicht-EU und nicht-EWR Staaten
Seit August 2012 dürfen internationale Studierende, die nicht aus der EU oder dem EWR kommen, 120 volle oder 240 halbe Tage im Jahr arbeiten. Dafür brauchen sie keine Zustimmung der Agentur für Arbeit, der deutschen Zentralbehörde. Wenn Sie mehr als 120 volle oder 240 halbe Tage arbeiten wollen, brauchen Sie die Zustimmung der Agentur für Arbeit und der Ausländerbehörde.

Eine Ausnahme ist die Arbeit als wissenschaftliche oder studentische Hilfskraft: Solange das Studium nicht gefährdet ist, kann diese zeitlich unbegrenzt ausgeübt werden. Die Ausländerbehörde muss allerdings informiert werden.

Studierende aus der EU und dem EWR
Grundsätzlich gilt: Studierende aus der Europäischen Union und dem EWR sind praktisch den deutschen Studierenden gleichgestellt und haben freien Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt.Für Studierende aus Kroatien gelten jedoch weiterhin die Beschränkungen der 120/240 Tage-Regelung. Wenn Sie aus diesem Land kommen, haben Sie nur einen eingeschränkten Zugang zum Arbeitsmarkt und benötigen eine Genehmigung der Bundesagentur für Arbeit. Diese Behörde prüft, ob für den Arbeitsplatz, den Sie wollen, nicht auch ein deutscher Staatsbürger oder ein anderer EU-Bürger zur Verfügung steht.

Praktika

  1. Wenn Sie nicht aus der EU oder dem EWR kommen und in Deutschland ein freiwilliges Praktikum absolvieren, zählt das als reguläre Arbeit - selbst dann, wenn das Praktikum unbezahlt ist! Jeder Tag im Praktikum wird von Ihrem 120-Tage-Guthaben abgezogen. Wenn Sie zum Beispiel schon 120 Tage gearbeitet haben, müssen Sie für Ihr freiwilliges Praktikum die Zustimmung der Ausländerbehörde und der Agentur für Arbeit einholen.
  2. Praktika, die verpflichtender Bestandteil des Studiums sind (Praxissemester), bedürfen nicht der Zustimmung der Ausländerbehörde und der Agentur für Arbeit.
  3. Wenn Sie keinen Abschluss an einer deutschen Hochschule anstreben (und nur als Austausch- oder Gaststudierender an der HFU immatrikuliert sind), aber ein Praktikum in Deutschland durchführen möchten, benötigen das Einvernehmen mit der ZAV. Dieses muss bei einer der folgenden Organisationen beantragt werden:
    • Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV) in Bonn
    • Koordinierungsstelle für die praktischen Studiensemester in Baden-Württemberg (KOOR) in Karlsruhe
    • Sonstige von der ZAV anerkannte Austauschorganisationen

    Nähere Informationen erhalten Sie beim International Center und in der Informationsbroschüre der Bundesagentur für Arbeit. Für Austausch- und Gaststudierende übernimmt das International Center die Antragsstellung.

Steuern und Sozialabgaben

Steuern
Als Studierender dürfen Sie grundsätzlich 8354 € pro Jahr steuerfrei verdienen, d.h. Sie können einen Minijob ausüben und 450 € im Monat verdienen, ohne Steuern zu zahlen. Wenn Sie mehr als die genannten Beträge verdienen, dann wird die Lohnsteuer automatisch von Ihrem Verdienst abgezogen. Manchmal wird trotz geringen Einkommens über den Arbeitgeber Lohnsteuer abgezogen. Sie bekommen diese Steuern aber am Jahresende wieder zurück, wenn Sie beim Finanzamt eine Einkommenssteuererklärung einreichen.

Wer in Deutschland arbeitet, braucht in der Regel eine Steuernummer. Diese können Sie online beantragen.

Sozialabgaben
Wer nicht länger als drei Monate am Stück bzw. 70 Tage aufs Jahr verteilt arbeitet, muss meist keine Sozialabgaben zahlen. Wer über einen längeren Zeitraum abhängig beschäftigt ist oder einen Minijob ausübt, ist meist rentenversicherungspflichtig.

Wer mehr als 20 Stunden pro Woche arbeitet, muss in der Regel auch in die Kranken-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung einzahlen.

Weitere Informationen

Mehr Informationen zu den rechtlichen Rahmenbedingungen einer Erwerbstätigkeit von Studierenden in Deutschland finden Sie in der Informationsbroschüre des DAAD und auf den Seiten des Deutschen Studentenwerks.

Arbeiten nach dem Studium

Auf der HFU-Website unter der Rubrik Job & Karriere finden Sie aktuelle Stellenangebote sowie Informationen darüber, wie Sie die Stellensuche angehen können.

Informationen zu Kursen und Beratungsangeboten finden Sie hier.