Innovations- & Genderforschung
Weltweit herausragende Innovationen wie der Ottomotor, die Aspirin oder das mp3-Format stammen aus Deutschland. Um die internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu gewährleisten, ist es notwendig, das Innovationspotenzial der deutschen Wirtschaft nachhaltig auszuschöpfen und zu steigern.
Technik und technologische Entwicklungen sind jedoch ebenso wie Wissenschaft und Wissen nicht wertneutral. In ihnen sind kulturelle und gesellschaftliche Strukturen und Sichtweisen eingeschrieben, die auch in den Geschlechterverhältnissen der jeweiligen Gesellschaften zum Ausdruck kommen. Umgekehrt beeinflussen in einem vielschichtigen Kräfte- und Wechselverhältnis die Geschlechterverhältnisse die Entwicklung von Gesellschaft, Wissenschaft und Technologien. In Zeiten wirtschaftlicher, politischer und gesellschaftlicher Veränderung werden bestehende Geschlechterbilder und -verhältnisse verstärkt hinterfragt und modifiziert. Die Genderforschung hat unter anderem die Aufgabe, den Einfluss von Geschlecht auf die Konstruktion dieser Prozesse und Entwicklungen zu untersuchen.
Die Beteiligung von Frauen in hochqualifizierten naturwissenschaftlichen und technischen Berufen in Deutschland ist gering. In einer immer wichtiger werdenden Wissensgesellschaft werden jedoch zunehmend hochqualifizierte Fachkräfte benötigt. Die derzeitige demographische Entwicklung in Deutschland und der sich bereits jetzt abzeichnende Mangel an Fachkräften haben dazu geführt, dass die seit Jahrzehnten geforderte Gleichberechtigung von Frauen und Männern von Seiten der Wissenschaft, Politik und Industrie verstärkt in den Blickpunkt geraten sind. Deshalb werden von Bund, Ländern und der EU auf verschiedenen Ebenen unterschiedliche Maßnahmen zur Chancengleichheit gefördert.
Aktuelle Projekte im Schwerpunkt Innovations- & Genderforschung
Abgeschlossene Projekte im Schwerpunkt Innovations- & Genderforschung
