Mikrofluidisches in vitro Modellsystem für die Beobachtung intravaskulärer Schritte der Metastasierung sowie für die Tumorzellextravasation aus dem Gefäßsystem

In vitro Modellsysteme werden in der Forschung bevorzugt eingesetzt, da die experimentelle Umgebung und die Versuchsparameter leichter zu kontrollieren sind als im lebenden Organismus. Der Einsatz von validen Modellsystemen kann zudem die Anzahl an Tierversuchen reduzieren bzw. diese vollständig ersetzen.

In dem Projekt MICROMET wird aktuell ein in vitro Kapillarsystem entwickelt, mit dem das Verhalten von Tumorzellen innerhalb des Blut- und Lymphgefäßsystems sowie deren Auswanderungsverhalten in umliegendes Gewebe in Abhängigkeit von Zytokingradienten beobachtet werden kann.

Von entscheidender Bedeutung bei der Modellentwicklung ist die Nachbildung der Kapillarwände. Dazu werden die künstlichen Kapillaren mit Proteinen der extrazellulären Matrix beschichtet und/oder mit Endothelzellen des Lymph- oder Blutgefäßsystems besiedelt um einen möglichst lebensechten Zustand zu simulieren. Das Verhalten der Tumorzellen wird fluoreszenzmikroskopisch beobachtet und untersucht.

Projektpartner

Hochschule Furtwangen
HSG-IMIT, Villingen-Schwenningen

Laufzeit: 2013 – 2015, 24 Monate

Das Projekt wird im Rahmen der Förderinitiative „Alternativmethoden zum Tierversuch“ unter dem FKZ 031A255A vom BMBF gefördert.

Kontakt

Prof. Dr. rer. nat. habil. Margareta Müller
Fakultät Mechanical and Medical Engineering
Dekanin
07720 307-4231
07720 307-4725
Campus Schwenningen, Raum C 2.10
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