Neue Kooperationen mit Krakauer Universitäten

von links: Prof. Josef Kozak, Prof. Edgar Jäger, Prof. Jerzy Lis (Prorektor), Prof. Ryszard Sroka (Dekan der Fakultät Elektrotechnik, Automatisierungstechnik, Informatik und Biomedical Engineering), Anton Keller

Studierende der Hochschule Furtwangen (HFU) sollen künftig auch in Krakau in Polen ihr Auslandssemester verbringen können. Eine HFU-Delegation kehrte nun von einer Reise zurück, bei der die Grundlagen für die Zusammenarbeit gelegt wurden.
Den Kontakt zu zwei Krakauer Universitäten, der AGH University of Science and Technology (AGH steht für Akademia Górniczo-Hutnicza) und der Jesuitenuniversität Ignatianum, hatte Dr. Josef Kozak hergestellt, der Honorarprofessor an der HFU und zugleich Mitglied einer der Fakultäten der AGH ist. Dr. Kozak betreut derzeit zwei HFU-Absolventen, die an der AGH promovieren. HFU-Prorektor Prof. Dr. Edgar Jäger reiste Ende Oktober 2016 zusammen mit Dr. Kozak und Anton Keller von der Aesculap AG nach Krakau, um Kooperationsgespräche zu führen. Anton Keller ist Lehrbeauftragter an der HFU; er betreut ebenfalls einen HFU-Absolventen, der an der AGH promoviert.

Die AGH möchte die Zusammenarbeit mit der HFU ausbauen. Insbesondere ist die polnische Hochschule am gegenseitigen Austausch von Studierenden und Lehrenden interessiert. Da es fachlich große Übereinstimmungen in den Bereichen Maschinenbau, Elektrotechnik und Biomedical Engineering gibt und mittlerweile viele Lehrveranstaltungen an der AGH in englischer Sprache angeboten werden, eröffnet dies auch für HFU-Studierende interessante Perspektiven. In einem Memorandum of Understanding wurde der gemeinsame Wille der beiden Hochschulen festgehalten, die Zusammenarbeit auszubauen und den Austausch im Bereich Forschung und Lehre zu intensivieren. Die AGH University zählt rund 35.000 Studierende.

Neben der AGH besuchten die HFU-Vertreter auch die Jesuitenuniversität Ignatianum. Deren Rektor, Prof. Dr. Josef Bremer, sowie der Leiter des psychologischen Instituts, Prof. Jacek Bielas, sahen im Bereich der Ingenieurpsychologie interessante Kooperationsmöglichkeiten. Im kommendem Jahr wird die HFU den Studiengang Ingenieurpsychologie erstmals anbieten.

„Unsere Polenreise war ein großer Erfolg“, fasste Prof. Dr. Edgar Jäger zusammen. „Mit ihrer historischen Altstadt und insgesamt rund 200.000 Studierenden ist Krakau eine weitere, äußerst attraktive Option für HFU-Studierende, ein Studiensemester im Ausland zu verbringen.“

Hintergrund

Die Hochschule Furtwangen ist international äußerst gut vernetzt. Sie verfügt über rund 180 Partnerhochschulen. Bislang gibt es erst eine einzige Partnerschaft mit einer polnischen Hochschule, nämlich der Poland-Maritime University Szczecin (Stettin). An der HFU sind rund 6.500 Studierende eingeschrieben. Es ist erklärtes Ziel der Hochschule, dass möglichst viele von ihnen ein Auslandssemester absolvieren.