IFC erhält Millionen-Förderung

6,37 Millionen Euro aus Mitteln der Europäischen Union und des Landes fließen nach Tuttlingen

(v.l.n.r.) Landrat Stefan Bär, Justizminister Guido Wolf, OB Michael Beck, Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch, Prof. Dr. Ulrich Mescheder, Erster Bürgermeister Emil Buschle.

Für das Innovations- und Forschungs-Centrum IFC am Hochschulcampus Tuttlingen schießen Land und EU 6,37 Millionen Euro zu. Je 2,1 Millionen kommen von Stadt und Landkreis Tuttlingen. Den entsprechenden Förderbescheid übergab Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch vom Ministerium für Ländlichen Raum am 22. Juli 2016 in Tuttlingen.
 
Bis Frühjahr 2018 wird auf dem früheren Katharinenheim-Areal das vierstöckige Gebäude des IFC errichtet, das Labore, Büros und Präsentationsräume beherbergen wird. Nutzer sind sowohl Professoren und Wissenschaftler der Hochschule Furtwangen (HFU) als auch Unternehmen, die dort in direkter Anbindung an die Hochschule forschen können. Vor allem an Gründer und kleinere Unternehmer ist dabei gedacht. Für den Hochschulcampus Tuttlingen ist dies ein großer Meilenstein: 2009 gegründet, lag der Fokus des dritten Standorts der Hochschule Furtwangen zunächst auf der Lehre und damit auf der Ausbildung von Studierenden. Mit dem IFC kann die HFU in Tuttlingen nun ihren Forschungs- und Transferauftrag erfüllen. „Es komplementiert den Hochschulstandort“, erklärte HFU-Prorektor Professor Dr. Ulrich Mescheder und betonte: „Es ist nicht selbstverständlich, dass eine Region ein Projekt in dieser Form unterstützt, denn entscheidend für die Förderung sind die Partner Stadt und Landkreis Tuttlingen und ihre großen finanziellen Beiträge“.
 
Auch Oberbürgermeister Michael Beck würdigte die gesamte Region. „Es ist einzigartig, dass ein Raum so stark hinter seiner Hochschule steht“, so Beck. Als „wichtige Stärkung der Hochschule am Standort Tuttlingen“ bezeichnete Landrat Stefan Bär das Projekt, schließlich strahle es in die gesamte Region hinein. Justizminister Guido Wolf, der in seiner Funktion als Vorsitzender des Hochschulförderkreises sprach, erinnerte daran, dass das IFC zu großen Teilen aus EU-Mitteln gefördert werde. „Hier spüren wir unmittelbar, wie wir auch in Deutschland von Europa profitieren.“
 
Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch bezeichnete die Förderung des IFC auch als Förderung des ländlichen Raumes. Hier gelte es, die in den letzten Jahrzehnten entstandenen Hochschulen weiter zu stärken. „Wir wollen die Hochschulen darin unterstützen, in ihren Studiengängen das Thema Innovation und Gründung zu verankern“, so Gurr-Hirsch. Attraktive Hochschulen lockten junge Leute dauerhaft in ländliche Regionen, was unter demographischen Aspekten wünschenswert sei.