Hochschule Furtwangen gewinnt Förderwettbewerb

Kooperatives Innovations- und Partnerschaftskonzept von Unternehmen und HFU setzt Meilenstein für Technologietransfer

Arbeitstreffen für die Antragstellung CoHMed im April 2016.

Die Hochschule Furtwangen erhielt im Rahmen des bundesweiten Forschungsprogramm „FH-Impuls“ (Starke Fachhochschulen – Impuls für die Region) den Zuschlag zur Förderung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Die Summe umfasst insgesamt 100 Millionen Euro für zehn Anträge für eine Förderdauer von acht Jahren.

Mit „FH-Impuls“ fördert das BMBF das Innovationspotential von Fachhochschulen und deren Zusammenarbeit mit dem regionalen unternehmerischen Mittelstand. Über 80 Bewerbungen gingen in dem Förderprogramm ein. Nur zehn Anträge erhielten den Zuschlag – so auch der Antrag „CoHMed“ der Hochschule Furtwangen mit dem Schwerpunkt „Medizintechnik“. Den Antrag erarbeitete das Institut für Angewandte Forschung (IAF) der HFU gemeinsam mit zahlreichen Unternehmen der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg, den Unternehmen des Hochschulcampus Tuttlingen Fördervereins sowie den Clusterinitiativen TechnologyMountains und MedicalMountains als Innovations- und Partnerschaftskonzept. „Mit unserem Antrag CoHMed und dem in Tuttlingen entstehenden Innovations- und Forschungscentrum IFC haben wir nun zwei weitere wichtige Bausteine zur Verbesserung des Technologietransfers in der Region“, erklärt Prorektor und IAF-Leiter Professor Dr. Ulrich Mescheder.

CoHMed (Connected Health in Medical Mountains – Eine Innovations- und Transferpartnerschaft der Hochschule Furtwangen) umfasst Forschungsthemen und Projektarbeiten, die sich mit der Miniaturisierung, Digitalisierung und Biologisierung medizintechnischer Anwendungen beschäftigen. Mit den Projektarbeiten soll im Januar 2017 begonnen werden. Der Realisierungszeitraum ist zunächst auf vier Jahre und eine Summe von rund 5 Millionen Euro festgelegt.

Das BMBF sieht Fachhochschulen als wichtige Impulsgeber für die wirtschaftliche Entwicklung in ihrer Region. „Sie bilden Fachkräfte praxisnah am unternehmerischen Bedarf aus und sind gleichzeitig leistungsstarke Forschungspartner für die Wirtschaft. So tragen sie wesentlich dazu bei, Ideen schneller in innovative Produkte und Dienstleistungen zu überführen“, erklärt Bundesforschungsministerin Johanna Wanka. Unternehmen wie auch die Hochschule Furtwangen bauen mit ihrem Antrag ihre Zusammenarbeit weiter aus und fördern damit eine positive Entwicklung des Wirtschaftsstandorts der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg.

Zitate
Frau Susanne Kunschert, Juryvorsitzende und geschäftsführende Gesellschafterin der Pilz GmbH:
„Viele Mittelständler verfügen nicht über genügend eigene Forschungskapazitäten, um ihr Innovationspotenzial auszuschöpfen“, sagt Susanne Kunschert, Juryvorsitzende und geschäftsführende Gesellschafterin der Pilz GmbH. „Durch die Zusammenarbeit mit forschungsstarken Fachhochschulen erhalten Unternehmen Zugang zu neuesten Technologien und hervorragend und praxisnah qualifizierten Fachkräften. Außerdem profitieren sie vom gegenseitigen Wissensaustausch und der Kompetenz der Fachhochschulen, Forschungsfragen anwendungsnah und bedarfsorientiert zu lösen.“

Dr. Harald Stallforth, Vorstandsvorsitzender des Technologieverbunds TechnologyMountains e.V., war von Beginn an in die Antragstellung und Konzeptentwicklung einbezogen. Durch die Bundesförderung sieht er die Innovationskraft des regionalen Mittelstands gestärkt:
„Wir unterstützen den Antrag „CoHMed – Connected Health in Medical Mountains” der Hochschule Furtwangen nachdrücklich und sehen in dem Ansatz und in der Partnerschaft eine Verstärkung des Innovationsprozesses in der Region und insbesondere bei unseren Mitgliedsfirmen.“

Kontakt
Partnerschaftssprecher CoHMed
Prof. Dr. Knut Möller
knut.moeller(at)hs-furtwangen.de

Prorektor für Forschung und Entwicklung, Technologietransfer
Prof. Dr. Ulrich Mescheder
ulrich.mescheder(at)hs-furtwangen.de