Eine Zusammenarbeit im Rahmen von Forschungsprojekten ermöglicht es, innovative Ergebnisse gemeinsam zu entwickeln. Als Forschung wird die systematische Suche nach neuen Erkenntnissen bezeichnet.

  • An der Fakultät Digitale Medien steht die anwendungsnahe Forschung im Vordergrund; sie hat häufig eine wirtschaftliche Nutzung im Fokus.

  • Öffentlich geförderte Forschungsprojekte basieren auf einer Vielfalt von Forschungsprogrammen auf Landes-, Bundes- oder europäischer Ebene, die auch die Möglichkeit zur Beteiligung von Unternehmen vorsehen.

Forschungsrojekte an der Fakultät Digitale Medien

Hierbei handelt es sich um eine Auswahl von Forschungsprojekten:

1) ADEKKA
Das Forschungsprojekt ADEKKA (Automatische Detektion und Korrektur von Kameraobjektivfehlern im Hinblick auf stereoskope Videoproduktionsverfahren) wird seit September 2011 an der Fakultät Digitale Medien durchgeführt.
Es wird aus Mitteln des Programms "Innovative Projekte" durch das Land Baden-Württemberg gefördert.
Schwerpunkt des Projektes war die Entwicklung eines robusten und hochpräzisen Algorithmus zur bildbasierten Bestimmung der geometrischen Verzeichnung, welche bei vielen Kameraoptiken auftreten und zu einer tonnen- bzw. kissenförmigen Verzerrung der Bildinhalte führen. Die Parameter, welche im Detektionsalgorithmus bestimmt werden, werden für die Korrektur dieses Abbildungsfehlers in den Bildern bestimmt.

Der entwickelte Algorithmus wird derzeit in einer umfangreichen Prüfserie auf Genauigkeit und Robustheit auch bei kontrastarmen und verrauschten Bildern getestet und mit einem kommerziellen Produkt verglichen. Nach ersten Auswertungen der Ergebnisse liefert der ADEKKA-Algorithmus über eine größere Spanne von Bildstörungen hinweg Korrekturergebnisse als das Vergleichsverfahren mit durchgängig besser Korrektur der Verzeichnung. 

2) BINO Q3D
Unter dem Namen „BinoQ3D“ wird die Fakultät Digitale Medien in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Ilmenau und der Firma Ergoneers aus Manching in einem vom Bundesministerium für Wirtschaft geförderten Kooperationsprojekt arbeiten.Es geht dabei um die Entwicklung eines binokularen Blickerfassungssystems (Eyetracking) zur Untersuchung der Auswirkungen von Bildfehlern auf die Zuschauer. Diese treten häufig bei der Erstellung von stereoskopischen 3D-Filmen auf.


Mit dem neuen Blickerfassungssystem soll in Zukunft gemessen werden, welche Darstellungsfehler in 3D-Filmen als besonders störend empfunden werden. Gleichzeitig soll überprüfbar werden, wie 3D-Effekte vom Zuschauer wahrgenommen und bewertet werden. Weitere Bestandteile des Projektes sind Module zur Visualisierung des Blickverhaltens eines Zuschauers im 3D-Film, Filterfunktionen und Module zur statistischen Analyse und grafischen Aufbereitung der Blickdaten. Angestrebt wird eine Verbesserung des Präzisionsgrades um 50 Prozent gegenüber heutigen monokularen Eyetracking-Lösungen.