STeP

STeP 2016: Open-Source-Software - selbst auf der Raumstation

Bereits zum fünften Mal veranstaltete die Fakultät Informatik der Hochschule Furtwangen die Konferenz Software-Technologien und -Prozesse (STeP). Das Schwerpunktthema war diesmal Open-Source-Software.

Von Open-Source-Software wird dann gesprochen, wenn die Software frei verfügbar ist, sie beliebig kopiert und auch weiterentwickelt werden darf. Prof. Dr. Stefan Betermieux von der Fakultät Informatik erläuterte den besonderen Stellenwert des Open-Source-Ansatzes. Technologien wie Linux, Wikipedia, Firefox und Java sind inzwischen sehr weit verbreitet. Und selbst in der Raumfahrt geht nichts mehr ohne Open-Source-Software: 2013 wurde die internationale Raumstation ISS komplett auf Open-Source-Software umgestellt.

Den Einführungsvortrag „Open Source – Communities, Werkzeuge, Methoden und was noch dazu gehört“ hielt Dominik Perpeet von Red Hat, einem Unternehmen, bei dem das Open-Source-Prinzip im Mittelpunkt steht, und damit die Möglichkeit, den Code einzusehen, daraus zu lernen, Fragen zu stellen und Verbesserungsvorschläge zu machen.

Das weitere Tagungsprogramm der STeP 2016 umfasste praxisorientierte Beiträge zum Einsatz von Open-Source-Software in der Industrie, Erfahrungsberichte aus Softwareprojekten und aktuelle wissenschaftliche Arbeiten zu Software-Technologien. An der Fakultät Informatik wird derzeit an unterschiedlichen Open-Source-Entwicklungen geforscht, zum Beispiel an einer Zebrastreifenerkennung für Blinde und Sehbehinderte oder dem „Smart Bed“, einem Assistenzsystem zur Qualitätsverbesserung in der Pflege. In zehn Vorträgen wurden sowohl technische als auch organisatorische und soziale Herausforderungen der Teamarbeit in den Blick genommen. 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer besuchten die Konferenz.