Laufschuhe im Hörsaal und Hausarbeit im Kraftraum

Foto: Armin Küstenbrück

Nicht zuletzt durch ihre Lage mitten im Schwarzwald hat die Hochschule Furtwangen eine enge Verbindung mit dem Sport. Sportarten von Skispringen bis Mountainbiking können hier geradezu "vor der Haustür" ausgeübt werden.

Unter den Studierenden der HFU gibt es einige Kadersportler, die bereits auf beachtliche sportliche Erfolge blicken können (einen Überblick über die studierenden Spitzensportler gibt es hier). Um Spitzensportler bei ihren besonderen Bedürfnissen rund um den Ablauf ihres Studiums zu unterstützen, gelten besondere Regelungen.

Studierende Spitzensportler

Beitrag von GLF TV

Duale Karriere: Studium und Sport vereinen

Neben normalen Vollzeitstudenten steht die Hochschule mittlerweile auch Spitzensportlern in dualer Karriere offen. Gemeint ist, aktive Sportler absolvieren neben ihrer Sportkarriere ein Studium.

Was nicht sonderlich außergewöhnlich klingt, war lange Zeit in dieser Form nicht möglich. Leistungsport beansprucht einen enormen Zeitaufwand und wird in der Regel in einem Lebensabschnitt betrieben, in dem normalerweise der Grundstein für ein erfolgreiches Berufsleben gelegt wird. Wer also Leistungsport auf höchstem Niveau betreiben wollte, musste sich früher oder später entscheiden: Alles auf die Karte Leistungssport setzen oder eine solide Berufsausbildung absolvieren?

Furtwanger Modell
Die Hochschule Furtwangen hat dieses „Problem“ früh erkannt und sich entschieden, Sportler in Ihrer sportlichen und beruflichen Karriere zu unterstützen. Eine Kooperationsvereinbarung mit dem Olympiastützpunkt Freiburg wurde 2006 abgeschlossen. Zudem sind die besonderen Regelungen in der Studien- und Prüfungsordnung festgeschrieben. Details dazu finden Sie hier. So können Kadersportler mehrmals von einer Prüfung zurücktreten und die maximale Studiendauer ausnutzen. Es sind bis zu 16 Semester für ein Bachelor-Studium möglich.

Trotz aller Flexibilisierungen bedeutet eine Duale Karriere eine erhebliche Doppelbelastung für die Athleten. Es bleibt also die Frage, warum sich der gleichzeitigen Belastung eines Studiums und Spitzensport aussetzen?
Wenige Sportler haben nach ihrer Karriere, trotz internationaler Erfolge, für den Rest ihres Lebens ausgesorgt. Der allergrößte Teil der Sportler kommt schon zur aktiven Zeit gerade so über die Runden und selbst Olympiasieger stehen nach ihrer sportlichen Karriere vor der entscheidenden Frage: „Was mache ich jetzt?“. - Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass auch die erfolgreichste Sportlerkarriere von einem auf den anderen Moment vorbei sein kann, nämlich dann, wenn Verletzungen oder Krankheit ihr ein jähes Ende bereiten. Damit der Traum vom Profisport nicht über Nacht zum Albtraum wird, ist eine Duale Karriere oder schlicht ein Plan B unerlässlich.

Um den Spitzensport und die Möglichkeiten der Dualen Karriere an der Hochschule Furtwangen weiter zu verbessern, wurde im Sommersemester 2012 eine Projektgruppe unter der Leitung von Professor Robert Schäflein-Armbruster gegründet. Ziel der Projektarbeit von Felix Euteneuer und Markus Bauer mit dem Titel „Spitzensport an der HFU“ war es unter anderem ein „Furtwanger Modell“ zu entwickeln.

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