Im Sommersemester 2018 startet der Masterstudiengang Angewandte Gesundheitsförderung, der in drei Semestern vertiefte gesundheitswissenschaftliche Kenntnisse in Gesundheitsförderung und Public Health vermittelt.

Was hält Menschen gesund?

Maßnahmen der Gesundheitsförderung (engl. Health Promotion) zielen darauf ab, die Gesundheitsressourcen von Menschen zu stärken. Zu den gesundheitsfördernden Faktoren gehören soziale, ökonomische und physikalische Umweltbedingungen ebenso wie arbeitsbezogene Faktoren. Beleuchtet wird auch das System der Gesundheitsversorgung mit allen beteiligen Akteurinnen und Akteuren sowie die Lebensweise des Menschen und seines soziokulturellen Umfelds. Untrennbar davon ist die Idee von Public Health, wonach Gesundheitsförderung immer mit der Reduktion gesundheitlicher Ungleichheit verbunden ist.

Im Masterstudiengang Angewandte Gesundheitsförderung bearbeiten Sie gesundheitsrelevante Themen auf regionaler und globaler Ebene. Im Studium beschäftigen Sie sich beispielsweise mit folgenden Fragen:

  • Wie müssen Arbeitsbedingungen gestaltet werden, um Beschäftigte über Jahrzehnte gesund zu halten?
  • Wie können wir assistive Technologien (E-Health) in die Gesundheitsförderung einbringen, um die Teilhabe älterer Menschen oder Menschen mit Einschränkungen bedarfsgerecht zu unterstützen?
  • Wie muss das Gesundheitswesen organisiert werden, um die Versorgung der ländlichen Bevölkerung ebenso sicherzustellen wie die in Ballungsräumen?
  • Warum sind Familien mit Migrationsgeschichte häufiger von Totgeburten betroffen als einheimische Familien?
  • Wie können unterschiedliche Bevölkerungsgruppen motiviert werden, ihre Gesundheitskompetenz zu steigern?

Das Masterstudium qualifiziert Sie, praxisnahe, partizipative und bedarfsgerechte Konzepte individueller und settingbezogener Gesundheitsförderung zu entwickeln, zu gestalten und zu optimieren. Sie werden zu Spezialistinnen bzw. Spezialisten für praktische Anwendung und Forschung in allen Bereichen der Gesundheitsförderung.
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Berücksichtigung kultureller Unterschiede, z.B. in der Pflege (Foto aus dem Workshop "Kultursensible Pflege")