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Praxispartner werden?!

Praxispartner werden?! (I27498-1)
Praxispartner werden?!

Werden Sie Partner in der praktischen Ausbildung von werdenden Hebammen

Informationen zu den praktischen Studienphasen, Praxisanleitung und Kooperationsmöglichkeiten

Neben theoretischem und praktischem Unterricht soll auch bei der akademischen Hebammenausbildung ein deutlicher Schwerpunkt auf der klinischen Hebammentätigkeit liegen. Dafür sind min. 2.200 Stunden im Krankenhaus oder an außerklinischen Einsatzorten vorgesehen. Die Studierenden sollen somit das gesamte Spektrum der Hebammenarbeit kennenlernen und Schritt für Schritt an die selbstständige Hebammentätigkeit herangeführt werden. Dabei sollen sie von qualifizierten Hebammen (Praxisanleitung) für die Wahrnehmung der im Hebammenberuf anfallenden Aufgaben sensibilisiert und in ihrem Lernprozess begleitet werden.

Einen großen Teil ihres Studiums werden Studierende in den Krankenhäusern (verantwortliche Praxiseinrichtungen) verbringen, mit denen Sie zu Beginn des Studiums einen Vertrag zur akademischen Hebammenausbildung (Studierendenvertrag) geschlossen haben. Mindestens 480 Stunden werden im außerklinischen Setting bei freiberuflich tätigen Hebammen oder in ambulanten von Hebammen geleiteten Einrichtungen absolviert.

Ziel der praktischen Einsätze ist es, Studierende an die selbstständige und evidenzbasierte Förderung von physiologischen Prozessen während Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillzeit heranzuführen. Sie sollen außerdem dazu befähigt werden Regelwidrigkeiten bei der Frau und dem Kind frühzeitig zu erkennen und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Dabei sollen die Studierenden auch in die Vorteile der interdisziplinären Arbeit eingeführt werden, welche eine kontinuierliche und umfassende Versorgung der Klientinnen gewährleistet. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden und einen möglichst guten Theorie-Praxis-Transfer zu ermöglichen, erhalten alle unsere Praxispartner eine Übersicht über das Praxiscurriculum sowie regelmäßige interne Schulungen für die praxisanleitenden Personen.

Der Gesetzgeber sieht vor, dass die Studierenden während ihres Praxiseinsatzes im Umfang von 25% (bzw. 15% bis 31.12.2024) der zu absolvierenden Gesamtstundenzahl von einer weitergebildeten Fachkraft angeleitet wird. In einem Team von mehreren Hebammen ist es demnach nicht nötig, dass jede die Qualifikation für die Praxisanleitung besitzt. Studierende werden so auch intra- und interdisziplinär begleitet und können nach und nach selbstständig Tätigkeiten ausführen.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Sie arbeiten in einer Klinik, einem Geburtshaus oder sind als freiberufliche Hebamme tätig und haben Lust werdende Hebammen auf Ihrem Weg ins Berufsleben zu unterstützen? Nachfolgend erfahren Sie welche Voraussetzungen Sie mitbringen sollten und welche Qualifikation zur Praxisanleitung nötig ist.

Voraussetzungen: Praxisanleiter*in

Um im Studiengang Hebammenwissenschaft als praxisanleitende Person tätig sein zu können, müssen Sie folgende Voraussetzungen mitbringen:

  • Berufszulassung als Hebamme
  • Min. 2 Jahre Berufserfahrung
  • Berufspädagogische Zusatzqualifikation, z.B. durch die Weiterbildung zur*m Praxisanleiter*in (Umfang min. 300h)
  • Kontinuierliche berufspädagogische Fortbildung (min. 24 Std. jährlich)

 

Sie haben noch keine berufspädagogische Zusatzqualifikation und möchten sich gerne weiterbilden?

In Zusammenarbeit mit der Akademie für Gesundheits- und Sozialberufe des Schwarzwald-Baar-Klinikums, bietet die HFU eine Weiterbildung zur/m Praxisanleiter/-innen im Hebammenwesen an.

Weiterbildung: Praxisanleiter/innen im Hebammenwesen

  • Nächster Termin: Januar bis Juli 2022
  • Kosten: ca. 1800 € 
  • Veranstaltungsort: Kliniken Donaueschingen, Sonnhaldenstr. 2, 78166 Donaueschingen
  • Kontakt: Cora Worms, Telefon: 07721-93-1742, Mail: cora.worms(at)sbk-vs.de

Weitere Informationen finden Sie hier: Datei herunterladen:Flyer Weiterbildung Praxisanleitung Hebammenwesen.

 

Sie haben bereits Erfahrung mit der Anleitung von werdenden Hebammen?

Für Hebammen, die bis zum 31.12.2019 bereits als Praxisanleitung tätig waren, hat der Gesetzgeber eine Übergangsregelung festgelegt. Trifft dies auf Sie zu? Dann lassen Sie sich ihre Tätigkeit als Praxisanleitung bestätigen (z.B. von einer Hebammenschule, für die Sie tätig waren) und weisen dies bei der zuständigen Behörde nach. Für den Studiengang Hebammenwissenschaft der HFU ist das Regierungspräsidium Freiburg zuständig. So können Sie auch ohne Zusatzqualifikation weiterhin als Praxisanleitung tätig sein.

 

Kooperationsmöglichkeiten

Praxispartner für außerklinische Einsatzbereiche
Praxispartner werden?! (I27745-1)
Praxiseinsatz im außerklinischen Setting

Bringen Sie Studierenden die freiberufliche Tätigkeit als Hebamme näher!

Außerklinische Einsätze sind nur bei freiberuflichen Hebammen oder in ambulanten hebammengeleiteten Einrichtungen möglich, welche die im Vertrag nach § 134a Absatz 1 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch geregelten Qualitätsanforderungen erfüllen.

Für die Begleitung einer oder mehrerer unserer Studierenden werden Sie mit einer Vergütung von 6.600€ pro Einsatz (480h) und Studierender*m entlohnt. Außerdem können Sie sich die Kosten die ggf. für die Weiterbildung zur Praxisanleitung anfallen ebenfalls refinanzieren lassen. Dafür schließen Sie einen Kooperationsvertrag mit einer unserer verantwortlichen Praxiseinrichtungen oder treten in den Praxispartner-Verbund der Hochschule ein.

Sollten Sie Interesse an einer Kooperation in unserem Studiengang haben, informieren Sie sich bitte bei einer unserer verantwortlichen Praxiseinrichtungen. Diese geben Ihnen Auskunft über die Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung und vertraglichen Angelegenheiten. Eine Liste mit den jeweiligen Ansprechpartnern finden Sie hier:

Übersicht: Datei herunterladen:Ansprechpartner verantwortliche Praxiseinrichtungen (Außerklinische Einsätze)

Praxispartner als verantwortliche Praxiseinrichtung

Eine verantwortliche Praxiseinrichtung kann nur ein Krankenhaus sein, das zur Versorgung nach § 108 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch zugelassen ist.

Als verantwortliche Praxiseinrichtung übernehmen Sie Verantwortung für die Durchführung des berufspraktischen Teils gegenüber einer oder mehrerer studierender Personen, mit denen Sie zu Beginn des Studiums einen Vertrag über die akademische Hebammenausbildung geschlossen haben. Dabei nehmen Sie aktiv am Bewerbungsverfahren der HFU teil, indem Sie Bewerbungsgespräche durchführen und sich persönlich geeignete KandidatInnen für Ihr Haus auswählen. Somit können Studierende eine große Identität zum „eigenen“ Haus entwickeln.

Zu Ihren Aufgaben gehört außerdem die Koordination der klinischen Einsätze an den verschiedenen Einsatzorten in Ihrem Haus (Kreißsaal, Wochenstation, Gynäkologie, Neonatologie). Sie haben in Ihrem Haus keine Neonatologie? Kein Problem. In einem Verbund von mehreren Kliniken innerhalb des Studiengangs wird der Austausch von Studierenden zur Erfüllung des Studienziels ermöglicht. Außerdem gehen Sie als verantwortliche Praxiseinrichtung Kooperationen mit freiberuflich tätigen Hebammen ein, um die obligatorischen außerklinischen Praxiseinsätze Ihrer Studierenden organisieren zu können.

Als verantwortliche Praxiseinrichtung werden Sie für den Mehraufwand der akademischen Hebammenausbildung über das KHG (§13a) refinanziert.

Sollten Sie Interesse an einer Kooperation in unserem Studiengang haben, informieren Sie sich bitte bei den unten stehenden Ansprechpartnern der HFU.

Kontakt

Sie sind unsicher, ob Sie oder Ihre Einrichtung als Praxispartner in Frage kommt? Sie haben Fragen zur praktischen Ausbildung oder Ihrer Qualifikation? Dann wenden Sie sich gerne an unsere Ansprechpartner.