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Hilfe bei Altersweitsichtigkeit

Neues Verbundforschungsprojekt in Kooperation mit Universität Tübingen

Altersweitsichtigkeit bezeichnet den fortschreitenden, altersbedingten Verlust der Akkommodation (Nahanpassungsfähigkeit) des Auges. Schätzungen zufolge waren 2015 weltweit etwa 2 Milliarden Menschen von Altersweitsichtigkeit betroffen.

Die Carl-Zeiss-Stiftung fördert daher das Projekt „Auch im Alter in allen Seh-Entfernungen scharf sehen: Neuartige neuronal gesteuerte intraokulare Linsen und Kontaktlinsen“. Im Projekt sollen drahtlose Kontakt- bzw. Intraokularlinsen mit dem Ziel entwickelt werden, die Brechkraft einer künstlichen Linse quasi-natürlich über am Ziliarmuskel anliegende Elektroden zu steuern. Das Vorhaben wird von Dr. Torsten Straßer vom Forschungsinstitut für Augenheilkunde geleitet und in Zusammenarbeit mit der Universitäts-Augenklinik Tübingen, der Core Facility für Medizinische Bioanalytik und dem STZ eyetrial am Department für Augenheilkunde Tübingen, dem Institut für Mikroelektronik der Universität Ulm und dem Institut für Mikrosystemtechnik (iMST) der Hochschule Furtwangen durchgeführt.

Ansprechpartner an der HFU ist Professor Dr. Volker Bucher, Studiendekan des Masterstudiengangs Mikromedizintechnik. Er ist in die Forschungsarbeiten zur Fertigung der Kontaktlinsenelektroden sowie zur Entwicklung der akkommodierenden Kontaktlinsen eingebunden. Als Experte für medizinische Oberflächentechnologien und aktive Implantate ist er zudem Mitglied im Advisory Board des Forschungsvorhabens. „Ich freue mich sehr auf die zukünftige Zusammenarbeit in dem Forschungsprojekt“, sagt Bucher. „Für die HFU sind Forschungsverbünde mit namhaften Universitäten eine sehr gute Möglichkeit, uns als qualifizierte und zuverlässige Partner einzubringen und unser Netzwerk zu erweitern.“