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Virtuelle Archäologie

Land fördert Digital-Lehrprojekt von HFU und Uni Freiburg mit 400.000 Euro

Erfolg bei der Landesausschreibung „Teaching4Future“: Das Institut für Archäologische Wissenschaften der Universität Freiburg erhält in Kooperation mit der Hochschule Furtwangen eine Projektfinanzierung von 400.000 Euro. Ziel des Lehrprojekts „MARBLE – Mixed and Augmented Reality in Blended Learning Environments“ ist es, in den kommenden drei Jahren dreidimensionale Bildgebungsverfahren in der archäologischen Hochschullehre zu entwickeln und zu erproben.

Das Freiburger Institut hat das Projekt in enger Abstimmung mit Professor Christoph Müller von der Fakultät Digitale Medien der Hochschule Furtwangen entwickelt. In MARBLE wird es künftig möglich sein, dass Studierende der Archäologie mithilfe von Augmented-Reality-Brillen virtuell über antike Mosaiken laufen und deren Bilder und Inschriften in kleinen Teams untersuchen. Ebenso können sie Skulpturen und Architektur im Seminarraum umschreiten sowie Orte wie Höhlenfundplätze oder Katakomben, die aus konservatorischen Gründen nicht zugänglich sind, besuchen. Die Studierenden werden dabei in den virtuellen Räumen nicht isoliert, sondern können in einem Mixed-Reality-Szenario miteinander interagieren. Darüber hinaus folgt MARBLE dem Konzept des Blended Learning: Neben Präsenzphasen in der vernetzten Mixed-Reality-Umgebung werden sich die Studierenden in Online-Selbstlernphasen über digitale Lehrmaterialien mit den Artefakten befassen.

„Ziel von MARBLE ist es, die Anwendung dreidimensionaler Bildgebungsverfahren nicht bloß als technische, sondern in erster Linie als didaktische und curriculare Forschungs- und Entwicklungsaufgabe zu begreifen, entsprechend zu entwickeln und zu evaluieren“, sagt Projektleiter Juniorprofessor Fabian Stroth von der Abteilung für Byzantinische Archäologie der Universität Freiburg.

Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (MWK) fördert mit Mitteln der Digitalisierungsstrategie digital@bw fünf Vorhaben zur anwendungsorientierten Erforschung von Virtual- und Augmented-Reality-Lern- und Lehrkonzepten. Insgesamt stehen hierfür rund 1,8 Millionen Euro bereit.