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Fehlermanagement

Dipl.-Ing. (FH) Thomas Gaetje, Viteco Technologies Nürnberg

Neben der Frage was ein Fehler ist, muss auch die Frage nach seiner umfänglichen Beschreibung gestellt werden. Mit Rückblick auf die Erfahrungen aus verschiedenen Branchen werden hier die Weichen für den Erfolg gestellt. Sind grundlegende Informationen nicht bekannt, werden alle nachfolgenden Maßnahmen zur Spekulation und zum Risiko für die Lösungsfindung, was hohe Verluste für ein Unternehmen nach sich ziehen kann.

Für ein strukturiertes Lösen von Fehlern und anderen Problemen gibt es verschiedene Ansätze, die sich ähnlich sind. In diesem Vortrag soll der generelle Umgang mit Fehlern und der Lösungsfindung vorgestellt werden, so dass auf dieser Basis die Anwendung spezifischer Ansätze erleichtert wird.

Um eine Lösung erarbeiten zu können, muss der Fehler ganzheitlich betrachtet und beschrieben werden. Dieser erste Schritt wird häufig nur oberflächlich behandelt, um möglichst schnelle Fortschritte zu zeigen. Diese Einstellung birgt die Gefahr, dass wesentliche Informationen übersehen werden, Lösungsansätze scheitern und die Folgen unnötig teuer werden.

Zur Lösung werden zwei Wege aufgezeigt. Der eine ist ein fehlerorientierter Ansatz, um schnell reagieren zu können und der andere ein ursachenorientierter Ansatz, um eine nachhaltige Lösung zu implementieren. Die Kombination beider Ansätze findet sich in den meisten Ansätzen wieder, weil einerseits die Verbreitung des Fehlers minimiert und andererseits Zeit für die Gestaltung nachhaltiger Lösungen auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten bleibt. Aus den vielzähligen Methoden, die diese Prozesse unterstützen, werden einige angeführt, die sehr häufig Anwendung finden und durch ihre Einfachheit leicht umzusetzen sind. Daher haben sie eine hohe Akzeptanz und sind wirkungsvoll.

Die Umsetzung von möglichen Maßnahmen aus der Lösungsfindung werden durch die Methoden des Projektmanagements unterstützt. Mit dem Schwerpunkt des Fehlermanagements werden einige Aspekte angesprochen, um die Komplexität solcher Projekte zu zeigen.

Abschließend wird auf den Transfer der Kenntnisse in die Organisation eingegangen. Dieser Baustein unterstützt den Ansatz einer lernenden Organisation, die Wiederholfehler vermeidet und Wissen aus Erfahrung aufbaut.

Zur Person

Nach einer Ausbildung zum Energieanlagenelektroniker absolvierte Herr Gaetje ein Studium der Elektrotechnik an der FH Lübeck. Nach Stationen bei den Firmen Magna, Kendrion und Conti Temic ist er bei der Firma Viteco Technologies als Head of QM Customer Center VW tätig.

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Dipl.-Ing. (FH) Thomas Gaetje