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Neue Publikation von Prof. Dr. Stefan Selke

Nach einigen Jahren der Zurückhaltung hat Prof. Dr. Stefan Selke (Fakultät Gesundheit, Sicherheit, Gesellschaft) wieder ein Buch zum Thema Armut, Sozialstaat und Gerechtigkeit geschrieben. Seit 2014 begleitete er immer wieder den in Salzburg lebenden ehemaligen Banker, Mönch und Laientheologen Max Luger und dessen Projekt FAIRSHAR€: Max Luger sitzt vier Tage pro Woche in einem Container und verteilt Geld an Arme. Geld von denen, „die mehr haben, als sie benötigen“.

Als Ergebnis dieser „Soziologie im Außendienst“ entstand zunächst ein einstündiges Radiofeature für den Deutschlandfunk, gesendet im Februar 2018, und nun als Abschluss des Projekts das Buch „Der Geldverteiler vom Mirabellplatz. Eine soziale Utopie“ (Tectum: Baden-Baden, 2018, ISBN 978-3828841697). Im Stil einer polyvokalen Erzählung versammelt das Buch zahlreiche, auch kritische Stimmen zum Projekt. Zu Wort kommen Bedürftige, Spender, Armuts- und Charity-Experten, Kritiker, der Bürgermeister von Salzburg und natürlich auch Max Luger selbst. Selke enthält sich weitgehend einer Wertung, sondern lässt die Beobachter sprechen: Vom Leben am unschönen Rand der Gesellschaft. Vom Geld, das wie eine „Injektion in die Aorta“ wirkt und von Widersprüchlichkeiten, mit denen Salzburg als reiche Stadt plötzlich umgehen muss.

Das Projekt FAIRSHAR€ erreichte enorme Medienresonanz in Österreich und Deutschland (Print, TV, Radio). "Genau das ist der Zweck öffentlicher Soziologie, Initiator und Katalysator für Debatten über nicht-triviale Themen zu sein“, sagt Stefan Selke.