Konsortialreise nach Kenia

Aufbau einer Hochschule für Angewandte Wissenschaften nach deutschem Vorbild

Prof. Dr. Martin Knahl (erste Reihe, zweiter von rechts) beim Treffen des Vice-Chancellor, Prof. Laila Abukabar, und der Hochschulleitung an der TU Mombasa im Rahmen der Konsortialreise.

Im September 2018 fand eine einwöchige Konsortialreise nach Kenia unter Beteiligung von Prof. Dr. Martin Knahl (Fakultät Wirtschaftsinformatik) statt. Die Reise fand im Rahmen des Programms „Netzwerkbildung und Qualifizierungsmaßnahmen zum Modell der deutschen Hochschule für angewandte Wissenschaften in Kenia“ statt. Seit Ende des Jahres 2017 vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) gefördert, beteiligt sich die Hochschule Furtwangen in einem Konsortium aus insgesamt sechs Hochschulen an diesem Programm.

Das Programm zielt vor allem auf den Kapazitätsaufbau und den Austausch mit Partnern in Wissenschaft und Wirtschaft ab. Dadurch sollen bilaterale Hochschulkooperationen mit Kenia aufgebaut und gestärkt werden und ein kenianisch-deutsches Hochschulnetzwerk etabliert werden. Zudem sollen Lehrende aus Kenia darin befähigt werden, Lehre nach dem Modell der deutschen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) durchzuführen. So absolviert auch seit September 2018 ein PhD-Student, Brian Muriithi, von der Jomo Kenyatta University of Agriculture & Technology einen Gastaufenthalt an der HFU. Er forscht an der Fakultät WI im Business Intelligence Competence Center (BICC) unter Leitung von Prof. Dr. Holger Ziekow in den Bereichen Machine Learning und Data Science. Sein Ziel ist es, einen qualitativen Zugang zu Machine Learning and Thinking in unsicheren Domänen zu entwickeln.

Im Mittelpunkt des DAAD-geförderten Programms steht neben dem Kapazitätsaufbau auch die Vermittlung der Grundidee der deutschen HAWs, unter anderem Fragen nach der Organisation und Governance, aber auch hochschuldidaktische Fragen. Der Fokus der Reise im September lag auf der Vernetzung mit Hochschulen, Ministerien und potenziell interessanten deutschen und kenianischen Unternehmen, um die Ausgestaltung einer künftigen kenianischen Hochschule nach Vorbild einer deutschen HAW zu diskutieren. Langfristig sollen Grundlagen zur Bildung eines Hochschulnetzwerkes geschaffen und in einem weiteren Schritt eine Eastern African-German University of Applied Sciences aufgebaut werden.

Die HFU ist hier Teil eines Konsortiums unter Leitung der Hochschule Rhein-Waal; weiterhin beteiligen sich die Hochschule Mainz, die Hochschule Flensburg und die Hochschule Reutlingen an dem Programm. Damit umfasst das Konsortium Hochschulen aus ganz Deutschland, welche die Vielfalt der deutschen Hochschullandschaft repräsentieren und allesamt einen sehr hohen Grad an Internationalisierung aufweisen. Das Programm wird gefördert durch den DAAD aus Mitteln des Auswärtigen Amtes.