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Gesundheitswissenschaften studieren in Pandemiezeiten

Erstsemester-Studierende berichten von ihren Erfahrungen

Gesundheitswissenschaften studieren in Pandemiezeiten (I25523)

Julia Kossow und Vincent Beaujour

Ein Studium beginnen mitten in der Pandemie? Macht das Sinn? An der Hochschule Furtwangen (HFU) wird der Bachelorstudiengang Angewandte Gesundheitswissenschaften angeboten. In diesem Studiengang geht es um gesundheitsbezogene Themen und Lösungen für ein gesünderes Leben verschiedener Bevölkerungsgruppen. Der Studiengang lockt Interessierte aus dem gesamten Bundesgebiet nach Furtwangen. Wir haben mit zwei Erstsemestern gesprochen und sie nach ihren Erfahrungen zum Studienstart mitten in der Corona-Pandemiezeit befragt.

Warum haben Sie sich für das Studium hier entschieden?
Vincent Beaujour: Ich hatte schon immer großes Interesse an Biologie, Medizin und Gesundheit. Da ich keinen Medizinstudienplatz bekommen habe, habe ich ein Freiwilliges Soziales Jahr beim Arbeiter Samariter Bund absolviert und dort in einem Pflegeheim und einem sozialen Dienst gearbeitet. Dann fand ich im Internet den Studiengang Angewandte Gesundheitswissenschaften und wusste, dass das genau die Richtung ist, die ich beruflich anstrebe. Für mich entscheidend waren auch die praxisnahen Erfahrungen, die man hier als Studierender erhält. Ich komme ursprünglich aus Karlsruhe.
Julia Kossow: Ich bin in Furtwangen aufgewachsen und die Hochschule ist mir sehr vertraut. So wusste ich auch, dass eine hervorragende Ausbildung angeboten wird, dass es viel Praxis und nicht nur öde Theorie gibt.

Was war Ihr persönliches Highlight im ersten Semester?
Vincent Beaujour: Mein Highlight waren definitiv die Monate, in denen wir unsere Vorlesungen in Präsenz hatten. Das ist für andere Studierende in Zukunft hoffentlich selbstverständlicher. Anders als online waren die Präsenzvorlesungen viel interaktiver.
Julia Kossow: Ich glaube, da gibt es keines, was wirklich heraussticht. Außer vielleicht der allererste Tag, an dem es wirklich losging. Ich hatte nie gedacht, dass ich mal studieren würde, und dann saß ich da... Mit 35 Jahren, einer Tochter und der Hochschulzulassung über meinen Beruf und es ging wirklich, wirklich und ganz in echt los! Ich hatte sogar eine Schultüte bekommen! Ich bin fast geplatzt vor Aufregung und Stolz!

Wie haben Sie den Umgang mit den Dozenten empfunden?
Vincent Beaujour: In meinem Semester sind wir 30 Studierende, da haben die Dozenten bei Fragen, Anliegen oder Diskussionen einen größeren zeitlichen Spielraum als manche anderen Hochschulen oder Unis, mit Semestergrößen von 100 Studierenden. Außerdem finde ich, dass jeder Dozent ein großes Interesse hat, mit den Studierenden zu interagieren und diese inhaltlich sowie menschlich weiterzubringen.
Julia Kossow: Die Dozenten, die ich bisher kennenlernen durfte, sind super kompetent und menschlich. Gerade wenn es darum ging, die Nachteile und Sorgen, die durch Corona oder Online-Vorlesungen entstehen, abzufedern, Hilfe anzubieten und auf versteckte Stolperfallen hinzuweisen, wurden wir super betreut. Natürlich liegt mir nicht jeder Dozent total gut, aber mit einigen würde ich sofort ein Bier trinken gehen, weil man eben gut mit ihnen reden kann und sie sich wirklich für ihre Studenten interessieren.

Was würden Sie Interessierten raten?
Vincent Beaujour: Wenn ihr Interesse an Menschen, Kommunikation und Gesundheit, vor allem am Zusammenspiel dieser Dinge in der digitalen Zukunft habt, seid ihr beim Studiengang Angewandte Gesundheitswissenschaften absolut richtig. Wichtig zu wissen ist, dass Studierende viel mit Präsentationen arbeiten werden, was nochmals eine gute praxisnahe Übung ist. All denen, die an einem Studium interessiert sind, kann ich zudem nur raten, sich nicht von dem Standort Furtwangen abschrecken zu lassen. Es ist nicht Berlin, aber das Leben eines Studierenden kann man hier absolut haben. Das Motto der Hochschule "Furtwangen ist das, was man daraus macht" trifft zu 100 % zu.
Julia Kossow: Informiert euch! Informiert euch vor allem nicht erst, wenn ihr die Informationen schon braucht. Die Homepage enthält sehr viele Informationen, die Mitarbeiter sind für euch da und auch die Stadt ist online wie offline gut zu finden. Seid aktiv! Es wird leider niemand mit einem Silbertablett vorbeikommen, es liegt an euch! Furtwangen mag ein Ort ohne Kino, ohne Disko und ohne McDonalds sein, aber die Dönerdichte pro Einwohner kann sich sehen lassen und wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe.

Der Studiengang Angewandte Gesundheitswissenschaften
In den über zehn Jahren seines Bestehens wurde der Studiengang Angewandte Gesundheitswissenschaften kontinuierlich an aktuelle Themen angepasst. Zum Beispiel die Digitalisierung im Gesundheitswesen, Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum, zunehmende psychische Belastungen und den demografischen Wandel. Smartphones und Smartwatches können eine Unterstützung bei der Überwachung von Krankheiten sein. Der Einsatz von Gesundheitstechnologien stellt einen Schwerpunktbereich und damit eine Besonderheit des vielseitigen und praxisnahmen Studiengangs dar.

Der Studiengang vermittelt Kenntnisse aus den Bereichen Gesundheitswissenschaften, Medizin und Pflege, Sozialwissenschaften sowie Technik und Gesundheitsökonomie. Durch das anwendungsorientierte Studium werden zudem Teamfähigkeit, Beratungskompetenzen sowie Kompetenzen im Projektmanagement gefördert.

Für das Mitte März startende Sommersemester sind noch wenige Studienplätze zu vergeben. Interner Link öffnet sich im gleichen Fenster:Weitere Informationen zum Studiengang