Alkoholpräventionsprojekt für Studierende vorgestellt

Mit eCHECK UP TO GO-Alkohol können Studierende ihr Trinkverhalten online auswerten lassen.

Von links: Professor Thomas Heidenreich, Projektleiter der Hochschule Esslingen, Philipp Geisberger, Regionalgeschäfsführer der Barmer in Villingen-Schwenningen, die AGW-Studentinnen Andrea Schneidersmann und Ilona Badel sowie Birgit Reime, Professorin für Gesundheit im ländlichen Raum an der HFU

In Furtwangen wurde im Januar  2018 das Alkoholpräventionsprojekt eCHECK UP TO GO-Alkohol-BW vorgestellt, das in Kooperation mit der Hochschule Esslingen und der Barmer durchgeführt wird. Studierende können ihr Trinkverhalten anonym über einen Online-Fragebogen auswerten lassen und erhalten darüber auch Unterstützungsangebote:
www.hs-furtwangen.de/was-uns-bewegt/gesundheit/alkoholpraevention/

Prof. Dr. Birgit Reime von Studiengang Angewandte Gesundheitswissenschaften (AGW) betonte die Bedeutung des Themas gerade für den ländlichen Raum: "Wir müssen weg von der Fokussierung auf die Metropolen".

In Aktionen mit alkoholfreien Cocktails und Rauschbrillen-Parcours machen speziell geschulte studentische Beraterinnen und Berater auf das Thema aufmerksam und versuchen, mit den Studierenden ins Gespräch zu kommen. Dafür wurden bisher 13 Studierende des Studiengangs AGW unter anderem in motivierender Gesprächsführung geschult. "Bei den bisherigen Aktionen an der HFU hatten wir viele gute Gespräche", erläutert AGW-Studentin Andrea Schneidersmann. Auch die Facebook-Seite zu den Aktionen sei gut besucht worden. "Es gab einen Wiedererkennungswert, so dass wir auch nach den Aktionen noch von Studierenden angesprochen wurden", ergänzt AGW-Studentin Ilona Badel.

Entwickelt wurde das Präventionskonzept von der Hochschule Esslingen. Projektleiter Prof. Dr. Thomas Heidenreich betonte, dass es nicht um den erhobenen Zeigefinger gehe. "Wir wollen unter anderem aufzeigen, welche Ziele man in Leben ohne Alkohol erreichen kann", so Heidenreich. Unterstützt wird das Projekt von der BARMER. "Besser vorbeugen, als behandeln" erläuterte Philipp Geisberger, Regionalgeschäftsführer Villingen-Schwenningen, und hob die Vorreiterrolle der HFU hervor, in der das Präventionsprojekt als bundesweit erster Hochschule umgesetzt wird. Weitere Hochschulen sollen folgen.

Das Projekt wird an der HFU mit weiteren Aktionen im Frühjahr 2018 fortgesetzt.