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Fünf Fragen an Prof. Matthias Reusch

Zum Wintersemester 2017/18 tritt Prof. Matthias Reusch die Nachfolge von Prof. Dr. Bruno Friedmann im Bereich Klang/Akustik an

Zum Wintersemester 2017/18 tritt Prof. Matthias Reusch die Nachfolge von Prof. Dr. Bruno Friedmann an. Uns interessiert natürlich, woher dieser Mann kommt und warum es ihn ausgerechnet in den Schwarzwald zieht ... 

DM: Ihnen ist es offensichtlich wichtig, Ihr Wissen auch an die nächste Generation weiter zu geben. An verschiedenen Hochschulen sind Sie ja bereits als Dozent tätig. Warum jetzt eine Professur – und das ausgerechnet mitten im Schwarzwald?

Prof. Reusch: Als ich zum ersten Mal nach Furtwangen gefahren bin, um mir die Hochschule anzusehen, habe mich sofort wohl gefühlt. Mir hat die entspannte und positive Stimmung an der Hochschule gefallen. Da passte also erstmal eine ganze Menge. Zudem liegt Furtwangen in erreichbarer Nähe zu Tübingen, wo ich mit meiner Familie aktuell wohne.
Seit 15 Jahren unterrichte ich an diversen Hochschulen, der Umfang meiner Lehrtätigkeit wurde über die Jahre immer größer. Ich habe Spaß an der Arbeit mit Studierenden. Und dann gab es diese Professur für Audiodesign und Produktion, genau mein Ding. Jetzt freue ich mich sehr darauf.

DM: Was ist das Wichtigste, das Sie Ihren Studierenden weitergeben möchten?

Prof. Reusch: Ton, Klang, Sound zu gestalten ist meine große Leidenschaft. Wenn ich es schaffe, wesentliche Grundlagen davon zu vermitteln und den ein oder anderen sogar dafür zu begeistern, dann wäre das eine schöne Sache.

DM: Mit welchen Inhalten und praktischen Arbeiten können Studierende bei Ihnen rechnen?

Prof. Reusch: Studioarbeit ist die Grundlage und damit werden wir erstmal anfangen. Ich möchte, dass alle Studierenden, die die Grundlagen Audio besucht haben, die Möglichkeiten kennen, die der Ton zu bieten hat, um damit zu spielen und kreativ arbeiten zu können.
Das Wichtigste dabei ist die eigene Erfahrung. Man muss ein Werkzeug, ein Instrument benutzen, um es wirklich kennenzulernen. Ausgehend davon können wir uns in alle Richtungen bewegen, vom Fernsehen über Hörfunk zu Theater-Ton, Live-Sound, Studio-Produktion bis hin zu interaktiven Applikationen und Games. Mal schauen, was die Studierenden auch an eigenen Ideen und Projekten mitbringen. Ich bin gespannt.

DM: Sie haben bereits für die verschiedensten namhaften Künstler in den unterschiedlichsten Genres den Sound verantwortet, ebenso wie für Events, Theateraufführungen und TV-Shows. Wie kommt man dazu, eine solche Bandbreite an Projekten zu bearbeiten?

Prof. Reusch: Letzten Endes steckt immer die Freude an gutem Klang dahinter. Und als Freelancer hat man einfach die Möglichkeit, viele verschiedene Richtungen einzuschlagen. Letzte Woche war ich mit Thomas Quasthoff, einem klassischen Bariton, Max Mutzke, einem Soulsänger und einem unfassbaren Jazztrio in Wien in der Staatsoper. Das ist einfach wunderschön, und ist ein typisches Beispiel, wohin es einen verschlagen kann, wenn man in hoher Qualität mit Ton arbeitet.
Wer möchte, kann gerne meine homepage www.reusch-audio.de besuchen, da steht, womit ich mich die letzten Jahre beschäftigt habe.

DM: Werden Sie diese Arbeit vermissen?

Prof. Reusch: Selbstverständlich. Und ich werde auch immer wieder in die Praxis gehen, denn ich halte es für sehr wichtig, den Kontakt zur Praxis zu bewahren und aktuell zu bleiben. Und wenn es mir dann gelingt, die Studierenden zu interessieren, meinen Spaß und mein Wissen zu transportieren, dann habe ich erreicht, was ich mir von dieser Arbeit wünsche.

Wir wünschen Prof. Reusch einen guten Start in Furtwangen!