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Wenig Messung, viel Ergebnis?

Forscherteam nutzt mathematische Modelle für biotechnische Prozesse

Die Dynamik biotechnischer und medizinischer Prozesse untersucht Prof. Dr.-Ing. Holger Conzelmann, der seit 2018 an der HFU unter anderem Mathematik, Statistik und Bioinformatik in Studiengängen der Fakultäten Medical and Life Sciences sowie Mechanical and Medical Engineering lehrt. Bei der Erforschung dieser Prozesse macht er sich mathematische Modelle zunutze. Diese Modelle sollen in einem Gemeinschaftsprojekt mit der Arbeitsgruppe von Prof. Dr.-Ing. Volker Hass in den Laboren der Fakultät Medical and Life Sciences experimentell validiert und analysiert werden. Das Ziel ist dabei, mit möglichst wenigen Messdaten ein Maximum an Genauigkeit bei der Parameterschätzung zu erzielen.

Die aus den Experimenten resultierenden dynamischen Modelle können dazu genutzt werden, komplexe biologische und technische Prozesse besser zu verstehen. Mit den Erkenntnissen sollen auch Prozessführungs- und Automationskonzepte entwickelt werden, die sowohl robust als auch ressourceneffizient arbeiten.

Bei dem Projekt, das im Rahmen des Programmes „Forschungstandem 2020“ vom Institut für Angewandte Forschung gefördert wird, verwenden Prof. Dr.-Ing. Holger Conzelmann und Prof. Dr.-Ing. Volker Hass die enzymatische Proteolyse als Modellprozess. Dabei werden die von Conzelmann entwickelten Modelle im Technikum der HFU experimentell erprobt.

Das Projekt ist bereits im Oktober 2020 gestartet und läuft für ein Jahr. In dieser Zeit sollen die geplanten Arbeiten durchgeführt und publiziert werden, was den Weg für weiterführende Forschungsanträge bereitet.