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Mikroplastik als Problemreststoff in meiner Stadt

Neues Projekt verbindet Schule und Wissenschaft

Mikroplastik als Problemreststoff in meiner Stadt (I17710)

Banner des Our Common Future Projekts mit dem Projektteam vor dem Umweltzentrum. Von links nach rechts: Norman Singer, Herr Kornberger, Frau Roth, Raphael Bosch, Prof. Dr. Ulrike Salat, Prof. Dr. Andreas Fath, Annette Beha, Armin Schott, Christin Kalström, Mara Hiller, Frau Friderich

Die Robert-Bosch-Stiftung fördert in  ihrem Programm „Our Common Future“ Projekte, bei denen Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Wissenschaftlern an einem Zukunftsthema forschen. Bei der letzten Ausschreibungsrunde hat sich ein Team aus Villingen-Schwenningen beworben, welches jetzt zum Zuge kommt und seit September 2020 für insgesamt drei Jahre von der Stiftung gefördert wird. Das Team besteht aus der Projektleitung an der HFU, den Schulen mit SchülerInnen (Staatliche Feintechnikschule mit TG, Rudolf-Steiner Schule), dem Amt für Umwelt, Wasser und Bodenschutz, dem Stadtplanungsamt, dem Umweltzentrum und Bad Dürrheimer Mineralbrunnen.

Das Thema Mikroplastik soll in den drei Projektjahren von mehreren Seiten bearbeitet werden. Folgende Fragen stehen dabei im Vordergrund: Wie groß ist der Mikroplastik-Eintrag im Stadtgebiet Villingen-Schwenningen? Woher kommt der Mikroplastik-Eintrag in unserer Stadt? Um welche Partikel handelt es sich konkret? Wie kann man in Zukunft Mikroplastik gezielt abbauen? Wie kann man das Thema ins Bewusstsein der Bevölkerung bringen und damit die Mikroplastik-Verunreinigung reduzieren?

Um diese Fragen zu beantworten wurden verschiedene Arbeitspakete geschnürt, welche die einzelnen Themenbereiche konkret bearbeiten. So beinhaltet ein Arbeitspaket, welches Prof. Dr. Andreas Fath und Raphael Bosch (Fakultät Medical and Life Sciences) betreuen, die Probenahme an aussagekräftigen Stellen im Stadtgebiet und Bestimmung der Anzahl und Art der Partikel. Hierdurch soll zum einen ein Mikroplastik-Kataster der Region erstellt werden und zum zweiten dem Ursprung der Partikel auf den Grund gegangen werden. Ein anderes Arbeitspaket, welches von Prof. Dr. Ulrike Salat (Fakultät Medical and Life Sciences) betreut wird, soll den Abbau von Mikroplastik durch Enzyme untersuchen. Hierbei sollen im Labor gentechnisch Enzyme hergestellt werden, welche in der Lage sein sollen, Mikroplastik-Partikel unter definierten Bedingungen, z.B. in einer Kläranlage, abzubauen. Das Arbeitspaket zur Öffentlichkeitsarbeit soll schließlich über Mikroplastik informieren und die Bevölkerung gegenüber des Themas sensibilisieren. Es findet mithilfe von Veranstaltungen am Umweltzentrum statt und wird von Frau Scholl, Mitarbeiterin des Umweltzentrums, geleitet.
Bei einem bereits erfolgten ersten Treffen konnten die Arbeitspakete und ein Zeitplan definiert werden und es fanden sich auch bereits 14 begeisterte Schülerinnen und Schüler aus den teilnehmenden Schulen, welche sich auf alle Arbeitsbereiche verteilen.

Corona geschuldet konnte der Termin der kick-off Veranstaltung mit Ausstellung und Information rund um Mikroplastik im Umweltzentrum nicht durchgeführt werden. Durch das Ansteigen der Fallzahlen im Kreis wurden die Maßnahmen an den Schulen dahingehend verschärft, dass Schüler keine schulischen Veranstaltungen außerhalb der Schule mehr wahrnehmen dürfen. Sicher wird aber, sobald es die Fallzahlen wieder zulassen, eine  öffentliche Veranstaltung im Umweltzentrum durchgeführt, vielleicht dann schon mit ersten spannenden Ergebnissen aus den einzelnen Arbeitsbereichen.

Das Projektteam:

  • Antragsstellung und Wissenschaftliche Leitung: Hochschule Furtwangen, Prof. Dr. Andreas Fath, Raphael Bosch, Prof. Dr. Ulrike Salat
  • Forschende SchülerInnen: Rudolf-Steiner Schule unter Leitung von Birgit Roth, Staatliche Feintechnikschule mit TG unter Leitung von Annette Beha und Norman Singer und Gymnasium am Deutenberg unter Leitung von Christin Kalström.
  • Behördliche Unterstützung: Landratsamt, Amt für Umwelt- Wasser und Bodenschutz, Frau Friderich/Herr Herr, Stadtplanungsamt Armin Schott.
  • Öffentlichkeitsarbeit und Marketing: Umweltzentrum Schwarzwald-Baar-Neckar, Melanie Scholl, Angie Manton
  • Industrie: Bad Dürrheimer Mineralbrunnen, Mara Hiller