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Neue Geräte für MLS-Labore

Gleich zwei neue Geräte konnten im vergangenen Sommer in den Laboren der Fakultät Medical and Life Sciences am Campus Schwenningen in Betrieb genommen werden: Professor Dr. Holger Schneider, Studiendekan des Masterstudiengangs Nachhaltige Bioprozesstechnik, freut sich über den neuen Sprühtrockner, der im Technikum installiert wurde. Geräte dieser Art werden auch in der Industrie zur Herstellung getrockneter Produkte eingesetzt, beispielsweise bei der Gewinnung von Enzymen aus biologischen Quellen. Schon im aktuellen Semester läuft das erste Thesisprojekt, in dem der Sprühtrockner eine wichtige Rolle spielt. Hierbei wird ein Methodenvergleich zwischen Sprüh- und Gefriertrocknung bei der Enzymgewinnung erstellt. Natürlich soll das Gerät auch in Praktika verwendet werden. So ist etwa für den neuen Bachelorstudiengang Angewandte Biologie ein fächerübergreifendes Praktikum geplant, in dem die Studierenden zunächst mit molekularbiologischen Methoden Bakterienstämme erzeugen, die ein bestimmtes Enzym produzieren. Nach der Vermehrung der Bakterien mittels Fermentation soll dann das Produkt aufgereinigt und mit dem neuen Sprühtrockner zu einem Enzympulver verarbeitet werden.

Für das Labor für Molekulare Biomedizin konnte Professor Dr. Markus Egert, Leiter des Washing Machine Microbiome Projects, einen MALDI-Biotyper anschaffen. Das Gerät wurde über BMBF-Projektgelder aus der Förderlinie FHprofUNT (FKZ 13FH197PX6) finanziert und ist ebenfalls bereits voll im Einsatz. Mit Hilfe des MALDI-Biotypers können innerhalb weniger Minuten isolierte Bakterien und Pilze anhand ihrer ribosomalen Proteine identifiziert werden. Dafür werden die Proteinmuster, die das Gerät in den Proben ermittelt, mit Einträgen in umfangreichen Datenbanken verglichen, die auch mit neu gewonnenen Daten selbst ergänzt werden können. Aktuell wird der MALDI-Biotyper bereits in einer Doktorarbeit und mehreren Thesisarbeiten im Studiengang Molekulare und Technische Medizin verwendet, in denen unter anderem die Hygienebedeutung von Mikroorganismen in Waschmaschinen analysiert wird. Zukünftig soll das Gerät auch in passende Praktika der Bachelorstudiengänge Molekulare und Technische Medizin sowie Angewandte Biologie und des Masterstudiengangs Precision Medicine Diagnostics integriert werden.