Stipendien

Die 13 Begabtenförderungswerke

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Was diese ausmacht

Die Stipendien der Begabtenförderungswerke werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mitfinanziert und sind für alle Fachrichtungen offen. Gefördert werden vor allem begabte Studierende, deren Einstellung zu den Werten des jeweiligen Werks passen und die sich gesellschaftlich engagieren. Ein Großteil der Stipendien wird an Studierende vergeben, aber auch Promovierende haben die Möglichkeit gefördert zu werden. 

  • Ihnen geht es nicht nur ums Geld, sondern vor allem auch um Austausch mit anderen, persönliche Weiterentwicklung und individuelle Förderung? Genau diese Mischung finden Sie bei den meisten Stipendien!

Ausrichtungen der einzelnen Begabtenförderungswerke

Unter den 13 Begabtenförderungswerken gibt es verschiedene weltanschauliche und ideelle Ausrichtungen. Diese lassen sich grob in nachfolgende vier Kategorien einteilen: 

Politisch, konfessionell und weltanschaulich unabhängig: 

  • Studienstiftung des deutschen Volkes

Politisch orientiert: 

  • Konrad-Adenauer-Stiftung (CDU-nah)
  • Friedrich-Ebert-Stiftung (SPD-nah)
  • Heinrich-Böll-Stiftung (steht den Grünen nahe)
  • Friedrich-Naumann-Stiftung (FDP-nah)
  • Rosa-Luxemburg-Stiftung (steht den Linken nahe)
  • Hanns-Seidel-Stiftung (CSU-nah) 

Konfessionell: 

  • Cusanuswerk (Nähe zur katholischen Kirche)
  • Evangelisches Studienwerk
  • ELES (steht dem jüdischen Glauben nahe)
  • Avicenna (steht dem muslimischen Glauben nahe)

Weitere Richtungen: 

  • Stiftung der Deutschen Wirtschaft (wirtschaftsnah)
  • Hans-Böckler-Stiftung (gewerkschaftsnah)

Umfang der Förderung - von finanziell bis ideell

Sollten Sie sich bei den Begabtenförderungswerken bewerben wollen, so stellen Sie sich sicher auch die Frage, was die Förderung überhaupt umfasst. Grundsätzlich kann zwischen der finanziellen und der ideellen Förderung unterschieden werden. 

Finanzielle Förderung
Die Höhe der finanziellen Unterstützung ist grundsätzlich an das BAföG angelehnt. Das bedeutet, dass die Höhe des Stipendiums von Ihrem Einkommen und Vermögen sowie von dem Einkommen Ihrer Eltern abhängt. Ein Vorteil gegenüber dem BAföG ist allerdings, dass das Stipendium nicht zurückgezahlt werden muss. 

Grundsätzlich ist somit ein Stipendium bis zu einer Höhe von aktuell (Stand: 28.06.2023) monatlich maximal 812 Euro möglich. Zusätzlich erhalten alle Geförderten eine einkommensunabhängige Studienkostenpauschale in Höhe von 300 Euro monatlich. Auch weitere Zuschüsse wie beispielsweise zur Kranken- und Pflegeversicherung können gewährt werden. 

Wichtig zu wissen ist, dass Sie als Stipendiat*in der Begabtenförderungswerke keinen BAföG-Anspruch mehr haben. Das liegt daran, dass das Stipendium an sich denselben Zweck erfüllt wie das BAföG. 

Ideelle Förderung
Neben der rein finanziellen Unterstützung bieten die Begabtenförderungswerke auch eine ideelle Förderung. Diese gestaltet jedes Begabtenförderungswerk individuell, weshalb die Angebote zwischen den einzelnen Werken variieren. Durch das ideelle Programm haben Sie zum Beispiel die Chance an Workshops, Seminaren und Tagungen teilzunehmen oder Beratungs- und Unterstützungsangebote in Anspruch zu nehmen. Zudem haben Sie als Stipendiat*in die Möglichkeit, sich mit Stipendiat*innen anderer Fachrichtungen auszutauschen oder werkinterne Netzwerke zu nutzen. 

Welche Voraussetzung sollten Sie mitbringen?

Ganz wichtig vorweg: Guten Noten allein sind nicht der Schlüssel für ein Stipendium bei den Begabtenförderungswerken. Weitere Aspekte, die Ihre Chance erhöhen, bei den Begabtenförderungswerken ein Stipendium zu bekommen, sind: 

  • soziales / gesellschaftliches / politisches Engagement
  • Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung
  • Interesse an einem interdisziplinären / fächerübergreifenden Austausch
  • Lust zur Mitgestaltung

Meist etwas in den Hintergrund gerückt, aber dennoch wichtig ist, dass Sie an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule oder Fachhochschule eingeschrieben sein müssen. Je nach Stiftung können sich auch noch weitere Kriterien ergeben, wie zum Beispiel in welchem Semester Sie sich gerade befinden oder ob es sich um einen Erst- oder Zweitstudiengang handelt. Genauere Informationen über die jeweiligen Kriterien finden Sie in der Regel auf der Website des entsprechenden Begabtenförderungswerks. 

Wichtig zu wissen: Im Vergleich zu vielen anderen Stipendiengebern gibt es bei den meisten Begabtenförderungswerken zwei Bewerbungszeitpunkte innerhalb eines Jahres.

Habe ich Verpflichtungen?

Grundsätzlich sollte Ihnen bewusst sein, dass Sie durch ein Stipendium der Begabtenförderungswerke von einer Vielzahl an Unterstützungsmöglichkeiten und Angeboten profitieren, sei das nun in finanzieller oder in ideeller Hinsicht. Somit ist es nicht verwunderlich, dass im Gegenzug auch eine gewisse Mithilfe und Partizipation Ihrerseits gewünscht wird. Die genaue Ausgestaltung variiert allerdings von Werk zu Werk sehr stark. Die nachfolgend genannten Aspekte müssen also keineswegs zwangsläufig auf alle Förderwerke zutreffen. 

Dies zeigt sich unter anderem daran, dass bei einigen Stiftungen nach erfolgreicher Bewerbung eine sogenannte „Probezeit“ vereinbart wird, während neu aufgenommene Stipendiat*innen anderer Werke eine Förderung bis zum Ende der Regelstudienzeit erhalten. Innerhalb dieser Probezeit ist es also sinnvoll, sich in einem gewissen Maße einzubringen und sich anzustrengen, um eine Verlängerung der Förderung zu erhalten. Weit verbreitet ist die Formulierung und Einreichung eines (halb-)jährlichen Berichts durch die Stipendiat*innen. In diesen fließen zum Beispiel relevante Informationen hinsichtlich des Studiums, Ihres Engagements der vergangenen Monate oder auch in Bezug auf die Teilnahme an Seminaren mit ein. Die Teilnahme am werkinternen Bildungsprogramm bzw. an einigen Veranstaltungen kann bei manchen Förderwerken auch verpflichtend sein. Ein weiterer Bestandteil ist oft die Beteiligung bzw. Mithilfe bei der Öffentlichkeitsarbeit, in dem Sie Ihr Werk, beispielsweise im Rahmen eines Infostandes, nach außen repräsentieren.

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