Forschung an der Fakultät Wirtschaft

Unsere aktuellen Forschungsprojekte und Aktivitäten an der Fakultät Wirtschaft

Global Virtual Teams

Die Entwicklung und der Ausbau neuer Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) haben die Natur multinationaler Unternehmen verändert und es ihnen ermöglicht, multikulturelle Arbeitskräfte einzubeziehen und Organisationsmodelle zu ändern, um die Beteiligung der Mitarbeiter zu erhöhen. Eine der wichtigsten organisatorischen Veränderungen, die die IKT ermöglicht haben, ist die Remote-Organisation von Arbeitsteams. In vielen multinationalen Unternehmen ist das Phänomen der virtuellen globalen Teams (Global Virtual Teams) weit verbreitet. Es handelt sich um weltweit verteilte Arbeitsteams, die als einzige Form der Kommunikation und des Kontakts IKT verwenden. Auf diese Weise können Unternehmen die besten verfügbaren Experten für bestimmte Aufgaben einbeziehen und geografische Grenzen überwinden.

Ziel dieses Forschungsfeldes ist es herauszufinden, wie sich Virtualität und kulturelle Vielfalt auf die Entwicklung von Kommunikationsstrategien auswirken und die Effektivität der Teamarbeit erhöhen. Dazu konzentriert man sich auf eine Reihe von Faktoren wie Kommunikationsstil, Konfliktmanagement, Leadership, Vertrauensbildung, Informationsaustausch, Entwicklung von Standards, Aneignung von Technologie, Innovation oder Teamgröße und -Zusammensetzung, um das Phänomen Global Virtual Teams besser zu verstehen.
 

Monetäre Ökonomik

Analyse der Auswirkungen unterschiedlicher geldpolitischer Regime ((i) Geldpolitik während der "Great Moderation" von 2000 bis 2007, (ii) Niedrigzinspolitik von 2008 bis 2021 und (iii) Geldpolitik im Stagflationsumfeld seit 2022) und makroökonomischer Schocks (Finanzkrise, Eurokrise, Covid-19, Energiepreisschocks, etc.) auf Vermögens- und Verschuldungsstruktur, Brutto- und Nettovermögensrenditen, Eigenkapitalrenditen, Portfolioverhalten sowie auf die Vermögens- und Einkommensverteilung privater Haushalte in der Eurozone.


Consumer Neuroscience und Psychologie

Im Bereich Consumer Neuroscience und Psychologie wollen wir die Mechanismen von Entscheidungsprozessen entschlüsseln, die der Interaktion zwischen Verkäufer und Kunde zugrunde liegen. Derzeit arbeiten wir an einer Reihe von Forschungsprojekten:

  • Zahlungsbereitschaft. Wir entwickeln implizite Tools mit Hilfe der Neurowissenschaft zur Messung der Wertwahrnehmung ("NeuroPricing™"). Verbraucher geben oft nicht ihre wahre Wertwahrnehmung an, wenn sie einen Preisfragebogen ausfüllen. Hirnscans ermöglichen die direkte Beobachtung von Gehirnaktivitäten ohne bewusste Beeinflussung und soziale Erwünschtheit. Unser Ziel ist es, bestehende Algorithmen und Forschungsansätze mit den Hirnscan-Methoden EEG und fNIRS sowie skalierbaren impliziten reaktionszeitbasierten Ansätzen weiterzuentwickeln. Diese Arbeit wird in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Steven Scholte von der Universität Amsterdam und der macs Software GmbH aus Zimmern ob Rottweil durchgeführt.
  • Psychologie der Preise. Zum besseren Verständnis von Preisnachlässen, der Preiswahrnehmung von Käufern und Verkäufern sowie der Beziehung zwischen Gütesiegeln und und Preisen führen wir regelmäßig preispsychologische Untersuchungen durch. Fragestellungen beziehen sich auf B2B und B2C. Dabei kommen im Neuroeconomics Laboratory auch Eye Tracker und Elektroenzephalogramm zum Einsatz
  • Cheerleader Effect und Banker Effect.  Wenn Menschen in einem Gruppenbild gezeigt werden, dann erscheinen sie wohlhabender und attraktiver als alleine. Wir untersuchen einen soziobiologischen Erklärungsansatz dieser Effekte.
  • Digitalisierung der Olfaktorik. Können emotionale Gerüche eines Tages über das Internet versandt werden? Wie lassen sich Gerüche „digitalisieren“? Werden beim digitalen Enkodieren und Dekodieren dann immer noch die selben Emotionen ausgelöst? Antworten auf diese Fragen suchen wir mittels Elektroenzephalogramm, Psychophysik und fMRI in gemeinsamen Projekten mit der Norwegian University of Science and Technology sowie dem lettischen Startup Scent Camera.


Digitalisierung in Unternehmen .lean@digital  

Die Digitalisierung als globaler Megatrend soll nach aktuellen Prognosen in den nächsten 20 Jahren zu großen Veränderungen der Industriearbeit führen. Sie erfordert in Betrieben eine Veränderung der eingesetzten Technologien, der Arbeitsorganisation und einen Wandel in der Unternehmenskultur. Unternehmen müssen ihren betriebsspezifischen „Transformationspfad“ entwickeln und umsetzen. Im Projekt lean@digital beschäftigt sich die Hochschule Furtwangen zusammen mit dem IMU Institut Stuttgart im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung mit diesen Veränderungsprozessen in Unternehmen mit besonderem Fokus auf Partizipation. Außerdem wird untersucht, ob neue Digitalisierungskonzepte die Produktionslogik ganzheitlicher Produktionssysteme (GPS) sowie Lean Management unterstützen oder eher ablösen oder sogar radikalisieren werden. Ein frühzeitiges Verständnis der betrieblichen Akteurskonstellationen, Aushandlungspraxis und Gestaltungschancen im Digitalisierungsprozess kann wesentlich dessen Erfolgschancen erhöhen und dazu beitragen, Einfluss auf dessen Entwicklungsrichtung zu gewinnen. Die HFU zeichnet in diesem Projekt unter anderem für eine quantitative Befragung von Unternehmen und Betriebsräten verantwortlich, um den Digitalisierungsprozess und die Einbindung der betrieblichen Akteure besser zu verstehen.


China-Institut

Seit 2004 stellt die Fakultät Wirtschaft der Hochschule Furtwangen ihr Wissen über die chinesische Wirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen  auch einer breiteren Öffentlichkeit zur Verfügung. Ein umfangreiches Netzwerk von renommierten Partneruniversitäten und China-aktiven Firmen ist über die Jahre hin gewachsen, wird aktiv gepflegt und ständig erweitert. All diese Kontakte und das mit ihnen einhergehende Wissen fließen in das China-Institut der Fakultät Wirtschaft der Hochschule Furtwangen mit ein.


Forschungsschwerpunkt Technology Banking

In diesem Forschungsfeld geht es um IT-Innovationen im Banken- und Finanzsektor. Es wird die Auswirkung neuer Technologien, insbesondere Internet und mobile, auf den Banken- und Finanzsektor unter besonderer Berücksichtigung neuer Wettbewerber/Geschäftsmodelle aus dem Nichtbankensektor betrachtet.
 

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an den Interner Link öffnet sich im gleichen Fenster:Dekan der HFU Business School, Prof. Dr. Armin Trost.