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Forschung an der Fakultät Wirtschaft

Global Virtual Teams

Die Entwicklung und der Ausbau neuer Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) haben die Natur multinationaler Unternehmen verändert und es ihnen ermöglicht, multikulturelle Arbeitskräfte einzubeziehen und Organisationsmodelle zu ändern, um die Beteiligung der Mitarbeiter zu erhöhen. Eine der wichtigsten organisatorischen Veränderungen, die die IKT ermöglicht haben, ist die Remote-Organisation von Arbeitsteams. In vielen multinationalen Unternehmen ist das Phänomen der virtuellen globalen Teams (Global Virtual Teams) weit verbreitet. Es handelt sich um weltweit verteilte Arbeitsteams, die als einzige Form der Kommunikation und des Kontakts IKT verwenden. Auf diese Weise können Unternehmen die besten verfügbaren Experten für bestimmte Aufgaben einbeziehen und geografische Grenzen überwinden.

Ziel dieses Forschungsfeldes ist es herauszufinden, wie sich Virtualität und kulturelle Vielfalt auf die Entwicklung von Kommunikationsstrategien auswirken und die Effektivität der Teamarbeit erhöhen. Dazu konzentriert man sich auf eine Reihe von Faktoren wie Kommunikationsstil, Konfliktmanagement, Leadership, Vertrauensbildung, Informationsaustausch, Entwicklung von Standards, Aneignung von Technologie, Innovation oder Teamgröße und -Zusammensetzung, um das Phänomen Global Virtual Teams besser zu verstehen.

Monetäre Ökonomik

Der Forschungsschwerpunkt "Monetäre Ökonomik" untersucht zum einen die Charakteristika und das Verhalten des Finanzsystems und seiner Akteure (Finanzmärkte, Bankensystem, Zentralbank und Regulierungsbehörden), und zum anderen die Interaktion zwischen dem Finanzsystem und der Realwirtschaft. Darüber hinaus hat der Forschungsschwerpunkt eine globale Perspektive und untersucht die gesamtwirtschaftlichen Interaktionen der einzelnen Länder, die daraus resultierenden Implikationen für das globale Finanzsystem und die Rückwirkungen auf die jeweiligen Länder. Die derzeitigen Forschungsprojekte untersuchen die Auswirkungen des Niedrigzinsumfelds auf Vermögen, Verschuldung, Portfolioverhalten sowie auf die Vermögens- und Einkommensverteilung privater Haushalte im Euroraum.


Consumer Neuroscience und Psychologie

Im Bereich Consumer Neuroscience und Psychologie wollen wir die Mechanismen von Entscheidungsprozessen entschlüsseln, die der Interaktion zwischen Verkäufer und Kunde zugrunde liegen. Derzeit arbeiten wir an einer Reihe von Forschungsprojekten:

  • Neuronale Mechanismen des Medienkonsums. Unser Ziel ist zu verstehen, wie Medienkonsum Hirnprozesse verändert und was das für Wahrnehmung, Verhalten und Persönlichkeit bedeutet. Diese Arbeit wird in Zusammenarbeit mit Dr. Georg Meyer von der Universität Liverpool und Prof. Dr. Mark Greenlee von der Universität Regensburg durchgeführt.
  • Zahlungsbereitschaft. Wir entwickeln implizite Tools mit Hilfe der Neurowissenschaft zur Messung der Wertwahrnehmung ("NeuroPricing®"). Verbraucher geben oft nicht ihre wahre Wertwahrnehmung an, wenn sie einen Preisfragebogen ausfüllen. Hirnscans ermöglichen die direkte Beobachtung von Gehirnaktivitäten ohne bewusste Beeinflussung und soziale Erwünschtheit. Unser Ziel ist es, bestehende Algorithmen und Forschungsansätze mit den Hirnscan-Methoden EEG und fNIRS sowie skalierbaren impliziten reaktionszeitbasierten Ansätzen weiterzuentwickeln. Diese Arbeit wird in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Steven Scholte von der Universität Amsterdam durchgeführt.
  • Psychologie der Preise. Wir arbeiten daran, unser Verständnis von Preisnachlässen, die Preiswahrnehmung von Käufern und Verkäufern sowie andere Forschungslücken zu füllen.
  • Extrapolation B2B. Anwendungen der Konsumentenpsychologie auf Entscheidungsprozesse in anderen Feldern wie Mediziner- und B2B-Entscheidungen.
     

Digitalisierung in Unternehmen .lean@digital  

Die Digitalisierung als globaler Megatrend soll nach aktuellen Prognosen in den nächsten 20 Jahren zu großen Veränderungen der Industriearbeit führen. Sie erfordert in Betrieben eine Veränderung der eingesetzten Technologien, der Arbeitsorganisation und einen Wandel in der Unternehmenskultur. Unternehmen müssen ihren betriebsspezifischen „Transformationspfad“ entwickeln und umsetzen. Im Projekt lean@digital beschäftigt sich die Hochschule Furtwangen zusammen mit dem IMU Institut Stuttgart im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung mit diesen Veränderungsprozessen in Unternehmen mit besonderem Fokus auf Partizipation. Außerdem wird untersucht, ob neue Digitalisierungskonzepte die Produktionslogik ganzheitlicher Produktionssysteme (GPS) sowie Lean Management unterstützen oder eher ablösen oder sogar radikalisieren werden. Ein frühzeitiges Verständnis der betrieblichen Akteurskonstellationen, Aushandlungspraxis und Gestaltungschancen im Digitalisierungsprozess kann wesentlich dessen Erfolgschancen erhöhen und dazu beitragen, Einfluss auf dessen Entwicklungsrichtung zu gewinnen.

Die HFU zeichnet in diesem Projekt unter anderem für eine quantitative Befragung von Unternehmen und Betriebsräten verantwortlich, um den Digitalisierungsprozess und die Einbindung der betrieblichen Akteure besser zu verstehen.
 

China-Institut

Seit 2004 stellt die Fakultät Wirtschaft der Hochschule Furtwangen ihr Wissen über die chinesische Wirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen  auch einer breiteren Öffentlichkeit zur Verfügung. Ein umfangreiches Netzwerk von renommierten Partneruniversitäten und China-aktiven Firmen ist über die Jahre hin gewachsen, wird aktiv gepflegt und ständig erweitert. All diese Kontakte und das mit ihnen einhergehende Wissen fließen in das China-Institut der Fakultät Wirtschaft der Hochschule Furtwangen mit ein.


Forschungsschwerpunkt Technology Banking

In diesem Forschungsfeld geht es um IT-Innovationen im Banken- und Finanzsektor. Es wird die Auswirkung neuer Technologien, insbesondere Internet und mobile, auf den Banken- und Finanzsektor unter besonderer Berücksichtigung neuer Wettbewerber/Geschäftsmodelle aus dem Nichtbankensektor betrachtet.

 

Weiterführende Informationen

Detaillierte Informationen zu den Forschungsaktivitäten unserer

  • Professorinnen und Professoren
  • akademischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie
  • Lehrbeauftragten

finden Sie auf der jeweiligen Personenseite in der Rubrik Publikationen.