Works for me: Für Informatikthemen begeistern!

Exkursion der Fakultät Informatik zum 33. Chaos Communication Congress

Wie kann die komplexe Welt der IT beherrschbar bleiben? Sicherheitslücken, netzpolitische Fragen sowie die Vernetzung mit der  internationalen Informatikszene standen im Mittelpunkt des 33. Chaos Communication Congress, der vom 27. bis 30. Dezember 2016 im Hamburger Kongresszentrum stattfand. Das Treffen mit 12.000 Teilnehmenden wird jährlich vom Chaos Computer Club veranstaltet.

Ein zentrales Anliegen der Fakultät Informatik ist es Studierende für ihr Informatikstudium zu begeistern und optimal zu fördern. Dazu lud sie in diesem Jahr 25 Informatikstudentinnen und -studenten ein, an einer von der Fakultät veranstalteten Exkursion zum 33. Chaos Communication Congress  teilzunehmen. Unter dem Motto „works for me“ bot der  „33c3“  den Teilnehmern die einmalige Chance, an Vorträgen und Workshops von ausgewiesenen Experten teilzunehmen und diese hautnah zu erleben. Alle Teilnehmer waren begeistert von der mitreißenden, motivierenden Atmosphäre des Kongresses. Das vielseitige Angebot an Themen lud ein, über den Tellerrand hinaus zu sehen und die Verantwortung der Informatiker bei der Gestaltung der Welt von morgen zu erkennen. Die Exkursion wurde von Prof. Dr. Friedbert Kaspar von der Fakultät Informatik geleitet, der die Studierenden nach Hamburg begleitete.

Zwischen LED-Schläuchen, Arduino-Boards, Kabelsalat und zahlreichen blinkenden Lichtern tauschte man sich über neuste Technologien und Internetpolitik aus. Aufgelockert wurde die Veranstaltung durch Entertainment-Vorträge wie den "Fnord-Jahresrückblick" von Fefe, einem bekannten Blogger der Szene. Frank Rieger, bekannter Internetaktivist und Technikpublizist, der als Sachverständiger beim NSA-Untersuchungsausschuss tätig war, rundete seinen Vortrag "Methodisch Inkorrekt" oder "Eine kleine Geschichte der Parlamentsschlägerei" mit Humor ab.

Spannend waren kritische Vorträge, die sich mit top-aktuellen Themen wie der unbemerkten Datenübertragung per Ultraschall, Abmahn-Beantwortern, den katastrophalen Sicherheitsmängeln eines Onlinebanking Angebots oder der Weltraumforschung auseinandersetzten. In mehreren Vorträgen wurde nicht nur über Dieselgate und die NSU-Affäre diskutiert, sondern auch über die Gefahren für die Privatsphäre und die Aushöhlung des Datenschutzes durch neue technische Entwicklungen. Ein Überraschungscoup war die Live-Schaltung zu Edward Snowden, der kritische Worte zur zunehmenden Verschärfung der staatlichen Überwachung ans Publikum richtete. Abends wurde dann in der Lounge bei elektronischer Musik oder im "Hackcenter" die Nacht zum Tag gemacht.

Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Furtwangen waren diese vier Tage ein herausragender Jahresabschluss, der durchweg als Highlight im Studium verbucht wurde. Als einmalig wurde die Gelegenheit empfunden, neue Kontakte mit bekannten Internetaktivisten, Informatikerinnen und Informatikern zu knüpfen, was in dieser Form wohl nur beim „33c3“ möglich ist.