Nachhaltigkeit

Gemäß Ihrem Leitbild hat die Hochschule Furtwangen das Thema Nachhaltigkeit in verschiedenen Handlungsfeldern verankert. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Handlungsfeld "Hochschulbetrieb". Die erfolgreiche Umweltzertifizierung nach EMAS ist dafür der beste Beweis. Weitere Handlungsfelder, die zukünftig noch weiter ausgebaut werden sollen, umfassen Lehre und Forschung, Transfer und Governance.

EMAS-Zertifizierung

Die Hochschule Furtwangen wurde im April 2016 nach dem EG-Öko-Audit (EMAS) zertifiziert und ist seit dem 10. Mai 2016 im EMAS-Register unter der Nummer DE-169-000 registriert. EMAS steht für Eco Management Audit Scheme. Das Ziel von EMAS (Artikel 1 der EMAS-Verordnung) besteht darin, "kontinuierliche Verbesserungen der Umweltleistungen von Organisationen zu fördern, indem die Organisationen ein Umweltmanagementsystem errichten und anwenden, die Leistung dieser Systeme einer systematischen, objektiven und regelmäßigen Bewertung unterzogen wird, Informationen über die Umweltleistung vorgelegt werden, ein offener Dialog mit der Öffentlichkeit geführt wird, die Beschäftigten der Organisation aktiv beteiligt werden und angemessene Schulungen zum Thema erhalten."

Da die Hochschule Furtwangen bereits vor dem Entschluss, sich in den EMAS-Zyklus zu begeben, mit dem Begriff der Nachhaltigkeit operiert und viele andere Bereiche der Hochschule mit dem Thema der Nachhaltigkeit erschlossen hat, hat sich die Hochschulleitung dazu entschlossen, den EMAS-Prozess in das Nachhaltigkeitsmanagement zu integrieren. Aus diesem Grund ist die Bezeichnung der EMAS-Bausteine an die Nachhaltigkeitskommunikation der Hochschule angepasst. Die erste validierte Umwelterklärung wurde deshalb in Form eines Nachhaltigkeitsberichts veröffentlicht.

Handlungsfelder Nachhaltigkeit

Im Referat für Nachhaltige Entwicklung wurde ein Ampelsystem entwickelt, das alle Handlungsfelder der Nachhaltigkeit an der Hochschule Furtwangen auf einen Blick erfassbar macht und so den Status Quo wiedergibt. Es dient als Arbeitsgrundlage und wird permanent aktualisiert.

Handlungsfeld Lehre

Das Ziel, Nachhaltige Entwicklung in die Lehre einfließen zu lassen, bedeutet für die HFU verantwortungsvolle und handlungsorientierte Persönlichkeiten auszubilden, die über Kreativität, Reflexivität sowie Willen und Fähigkeiten zur schöpferischen Gestaltung der Gesellschaft verfügen. Die HFU regt durch innovative Lehrformen dazu an, sich aktiv und interdisziplinär mit aktuellen Fragen zur ökologischen und sozialen Gerechtigkeit auseinanderzusetzen und sich in gesellschaftliche Prozesse einzubringen.

Handlungsfeld Forschung

Unser Forschungsansatz im Bereich Nachhaltigkeit zielt vor allem auf die Kooperation unterschiedlicher Fachdisziplinen im Rahmen von inter- und transdisziplinären Forschungsprojekten. Durch die Forschungsprofessur „Transformative und Öffentliche Wissenschaft“ (Prof. Dr. Stefan Selke) wird die Brücke zwischen der faktischen und der normativen Ebene Nachhaltiger Entwicklung geschlagen. Sie stellt die gesellschaftliche Verantwortung der HFU als „öffentliche Hochschule“ (Public University) in den Mittelpunkt – quer zu allen Disziplinen und Fakultäten.

Das Institut für Angewandte Forschung (IAF) spielt in diesem Kontext eine aktive Rolle. Insbesondere die Forschungsschwerpunkte "Umweltsystemtechnik", "Innovations- und Genderforschung" sowie der neue Forschungsschwerpunkt "Gesellschaft, Gesundheit und Nachhaltigkeit" haben einen engen Bezug zum Leitbild Nachhaltiger Entwicklung.

Handlungsfeld Betrieb

Der Betrieb der Hochschule kann nachhaltiger werden, indem ein systematischer Blick auf materielle und immaterielle Ressourcen geworfen wird. Hierbei stellt sich die Frage, was die Hochschule bereits heute dafür tun kann, damit ihr auch morgen noch alle lebenswichtigen Ressourcen zufließen. Prinzipiell sind drei Perspektiven möglich: eine ökonomische, eine soziale sowie eine ökologische. In einer ökonomischen Perspektive geht es darum, die Leistungsfähigkeit der Hochschule zu sichern. Eine soziale Perspektive betrachtet das human und sozialverträglich zu gestaltende Miteinander der Hochschule. Und eine ökologischen Perspektive nimmt die Auswirkungen des Betriebs auf die Natur in den Blick. Diese Auswirkungen werden an der HFU konkret bearbeitet.

Die EMAS-Zertifizierung ist dabei der erste Schritt auf einem langen Weg hin zu einer nachhaltigen Hochschule. EMAS hilft der HFU, in einen kontinuierlichen Verbesserungskreislauf einzusteigen.

Handlungsfeld Transfer

Die Hochschule Furtwangen will im Bereich Transfer (Kommunikation) den Wissensaustausch in Bezug auf Nachhaltige Entwicklung fördern. Das heißt, dass Errungenschaften und Innovationen, die im Kontext von Nachhaltiger Entwicklung generiert werden, anschlussfähig in die Gesellschaft kommuniziert werden. Genauso bedeutet dies, dass Erkenntnisse und Fragehorizonte, die außerhalb der Hochschule entstehen, in die Hochschule hinein getragen werden. Basis dieses Zusammenspiels ist die interne und externe Kommunikation, unter anderem über die aktive Pflege von Hochschulnetzwerken, die Öffentlichkeitsarbeit des Referats oder die Durchführung studentischer Projekte und Workshops.

Handlungsfeld Governance

Alle oben genannten Handlungsfelder (Lehre, Forschung, Betrieb, Transfer) können nur bearbeitet werden, wenn es ein funktionierendes Nachhaltigkeitsmanagement gibt. Dieser Erkenntnis folgend haben wir als fünftes Handlungfeld "Governance". Governance bedeutet so viel wie "Steuerung" und/oder "Management". In diesem Handlungsfeld geht es darum, dass es beispielsweise ein "Leitbild der Hochschule" gibt, in der sich "Nachhaltigkeit" wiederfindet und darauf Bezug genommen werden kann. Auch geht es darum, dass Ressourcen bereitgestellt werden, damit überhaupt ein Nachhaltigkeitsmanagement auf die Beine gestellt werden kann und dieses stets bearbeitet wird. Hier hat sich die Hochschule Furtwangen für eine Stabsstelle Nachhaltige Entwicklung entschieden sowie für einen Senatsbeauftragten für Nachhaltige Entwicklung. Auch geht es darum, dass stete Gremienarbeit geleistet wird und so Nachhaltigkeit kontinuierlich in den Diskurs einfließt. 

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