Lehr-/Lernziele

Lehre gestalten

Am Anfang war das Lehrziel...

Lehr/Lernziele gelten in der Didaktik als wichtigstes Werkzeug. Sie sind Planungsgrundlage von ganzen Studiengängen (=Richtziel), Modulen (= Grobziel) und Workshops (=Feinziele).

Lernziele werden zumeist als von Lernenden selbst gesetzte Ziele verstanden.
Lehrziele werden als Ziele verstanden, die sich Lehrende für Ihre Veranstaltung setzen.

Auf Basis von Lehrzielen werden Lernaktivitäten und Prüfungsmethoden konzipiert. Die konstruktive Abstimmung dieser drei Bereiche nennt man auch „Constructive Alignment“. Mehr zu Constructive Alignment.

Lehrziel formulieren I - Aktivverben nutzen

Für die Formulierung von Lehrzielen benötigt es Aktivverben. Damit versucht man sicherzustellen, dass diese Ziele überprüfbar sind und somit auch die Prüfungsmethode auf das Lehrziel abgestimmt ist.

Lehrziel formulieren II -Lernzieltaxonomien

Lernzieltaxonomien bieten eine Unterstützung bei der Formulierung von Lehrzielen auf Basis verschiedener Wissensbereiche. Lernzieltaxonomien haben gemeinsam, dass sie Wissen in verschiedene Bereiche unterteilen, z.B.

  • Reproduktion von Wissen
  • Anwendung von Wissen
  • Reflektion von Wissen

Eine sehr bekannte Lernzieltaxonomie ist die Taxonomie von Bloom und Kollegen aus dem Jahr 1956.
Einen Externer Link wird in neuem Fenster geöffnet:Kurzüberblick bietet die Website Ruhr-Universität Bochum im Bereich "Lehre Laden".

Lehrziele sollten in eine der Wissensstufen eingeordnet werden. Zu jeder Stufe finden sich in dieser Datei herunterladen:Datei passende Aktivverben, die Ihnen die Formulierung von Lehrzielen erleichtern.

 

Literatur

Bachmann, H. (2014).Formulieren von Lernergebnissen – learning outcomes: In H. Bachmann (Hrsg.), Kompetenzorientierte Hochschullehre. Die Notwendigkeit von Kohärenz zwischen Lernzielen, Prüfungsformen und Lehr-Lern-Methoden (S. 34 – 49). Bern: Hep.

Weber, H., Hertnagel, J., Mayer, H. O. (2014). Lernzielüberprüfung im eLearning. De Gruyter.