Der schwimmende Professor in Belgrad

Prof. Dr. Andreas Fath klärt zu Mikroplastik und Gewässerschutz auf

Der schwimmende Professor in Belgrad (I31001)

Professor Fath bei seinem Vortrag in Belgrad. Bild: privat

Prof. Dr. Andreas Fath, der "schwimmende Professor", ist in Sachen Gewässerschutz international unterwegs. Ende vergangenen Jahres gestaltete er einen Vortrags- und Gesprächsabend „Cleandanube“ am Goethe-Institut in Belgrad. Der Vortrag richtete sich an die kleine deutschsprachige Community in Belgrad und wurde simultan ins Serbische übersetzt, damit auch serbischsprachige Gäste den anschaulich präsentierten Inhalten folgen konnten. 

Das Thema des Vortrags, der von der Hansgrohe-Stiftung unterstützt wurde, ist in Belgrad von großem Interesse, weil diese Millionenstadt (noch) keine Kläranlagen besitzt. Als Andreas Fath 2022 durch die gesamte Donau schwamm, musste er die rund 15 Kilometer um Belgrad aussparen. Die geographische Lage am Zusammenfluss zweier großer europäischer Ströme (die Save fließt in Belgrad in die Donau) stellt für den Bau von Kläranlagen eine große technische Herausforderung dar.

Professor Fath bot Infotainment vom Feinsten. Der Wechsel zwischen chemischen Fakten zum Thema Mikroplastik und seine Erzählungen über die Schwimmaktion luden ein zum angeregten Austausch im Anschluss an die Präsentation. Im Rahmen des Besuchs in Belgrad nutzte Fath auch die Gelegenheit zu Gesprächen mit dem Berater des serbischen Präsidenten, Jörg Heeskens und Ana Džakić, der Leiterin von „Bela Čaplja“, einer NGO, die sich für den Erhalt eines großen Biotops an der Donau in der Nähe Belgrads einsetzt.

Zu der Veranstaltung eingeladen hatte die Deutsche Evangelische Kirchengemeinde Belgrad. Der langjährige Furtwanger Pfarrer Dr. Lutz Bauer hatte den Kontakt hergestellt. Die kleine deutschsprachige Kirchengemeinde bietet regelmäßig Vortrags- und Gesprächsabende zu aktuellen ethischen Themen an.