10.12.2025

Neue Impulse für Lehrkräfte

zu Aktuelles
Zwei Lehrer schauen konzentriert in einen Laptop

Cyber Security und KI im Klassenzimmer

Bei einer Fortbildung für Informatik-Lehrkräfte an der HFU standen Praxis und Austausch im Mittelpunkt. Rund 30 Lehrerinnen und Lehrer aus der Region nutzten die Gelegenheit, die Themen Cyber Security und Künstliche Intelligenz nicht nur theoretisch, sondern auch ganz konkret zu erproben. 

Gemeinsam mit Prof. Dr. Richard Zahoransky, Leiter des Studiengangs „IT-Sicherheit und Cyber Security“ wagten die Lehrkräfte verschiedene Hacking-Experimente: Sie führten Angriffe auf ein passwortgeschütztes WLAN durch und konnten am Ende sogar ein Telefongespräch abhören – natürlich im geschützten Rahmen der Fortbildung. Im Anschluss folgte eine forensische Untersuchung eines USB-Sticks. Darauf konnten gelöschte Bilder und Textdateien gefunden und wiederhergestellt werden. 

Professor Zahoransky berichtete außerdem aus seiner Fachpraxis und verdeutlichte, dass Cyber Security längst kein Spezialthema mehr für Expertinnen und Experten ist, sondern alle Lebensbereiche betrifft und eine unverzichtbare Grundlage für unsere zunehmend digitale Gesellschaft ist. Zugleich machte er deutlich, dass Fachkräfte im Bereich IT-Sicherheit und Informatik stark nachgefragt sind und auf seine Absolventinnen und Absolventen attraktive Berufsperspektiven in einer zukunftsträchtigen Branche warten.

KI mit Herzblut und Humor 

Im zweiten Teil der Veranstaltung stand die Künstliche Intelligenz im Rampenlicht. Dr. Pascal Laube, Professor für Softwaresysteme und KI, der von sich selbst sagt, er „atmet KI“. Was zuerst nach Übertreibung klingt, machte er im Laufe seines Vortrags deutlich – von Gesichtserkennung bis zu Chatbots, von glänzenden Anwendungsmöglichkeiten bis zu gefährlichen Risiken. Laube sprach über die Licht- und Schattenseiten der KI und ließ spüren, wie wichtig eine differenzierte Haltung gegenüber dieser Technologie ist.

Zwischen Faszination und Frust — die Rolle der Didaktik

Laube brachte es auf den Punkt: „Professoren und Lehrkräfte sitzen im selben Boot – beide sind Didakten.“ Was sie eint, ist nicht nur die Begeisterung für Inhalte, sondern auch die Sorge um die Lernenden. Denn mit der Verfügbarkeit von KI-Tools sinkt teilweise die Anstrengungsbereitschaft der Schülerinnen und Schüler. Statt Aufgaben zu knacken, lassen sie die KI arbeiten. Die Herausforderung steht im Raum: Die traditionelle Art zu Lehren funktioniert nicht mehr. Lehrkräfte an Schulen und Hochschulen sind gefragt, neue Wege zu finden. 

Trotz der ernsten Themen blieb das Lachen nicht aus. Laube streute Anekdoten aus seinem früheren Berufsalltag ein und nahm so den teilweise sperrigen Fachinhalten ihre Schwere. Zwischen WLAN-Hacks und KI-Skepsis entstand damit genau das, was die Fortbildung ausmacht: praxisnahes Wissen, gepaart mit Inspiration und einem Schuss Humor.

Begeisterte Rückmeldungen und große Nachfrage

Mit großer Nachfrage, positiven Rückmeldungen und spürbarer Begeisterung der Teilnehmenden erwies sich die Veranstaltung als klarer Erfolg – ein Gewinn für alle, die den Informatikunterricht von morgen gestalten.

 

Weitere Bilder

Eine Gruppe Lehrkräfte sitzt an Tischen und hört einem Professor zu
Zwei Lehrerinnen schauen gemeinsam in einen ausgedruckten Foliensatz
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