Hochschule Furtwangen erhält 25 Millionen Euro für Neubau-Projekt am Campus Furtwangen
Die Hochschule Furtwangen (HFU) kann ein zentrales Bauprojekt an ihrem Hauptstandort Furtwangen womöglich schneller umsetzen als ursprünglich erwartet. Für den Neubau einer Mensa stellt die Landesregierung 25 Millionen Euro in Aussicht. Möglich wurde dies, weil Baden-Württemberg rund 13 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen des Bundes erhält, die das Land teilweise für Hochbau und Landesgebäude einsetzt.
Der Ersatzbau der Mensa war am Campus Furtwangen bereits geplant, ursprünglich war eine Finanzierung aus dem Landeshaushalt 2028/29 mit einer Fertigstellung frühestens im Jahr 2029 vorgesehen. Durch die Bereitstellung der Mittel aus dem Sondervermögen des Bundes kann das Projekt womöglich deutlich beschleunigt werden. „Es ist großartig, dass wir mit Unterstützung des Landes und des Bundes einen so wichtigen Meilenstein in der Modernisierung unseres Hauptcampus voraussichtlich schneller machen können“, sagt Dr. Alexandra Bormann, Rektorin der Hochschule Furtwangen. „Diese Entscheidung ist ein starkes Zeichen des Landes für unsere Hochschule. Gemeinsam mit den unterschiedlichen Akteuren des Hochschulbaus werden wir alles daran setzen, eine Inbetriebnahme möglichst bald zu ermöglichen. Als ein Zentrum des studentischen Lebens wird die neue Mensa die Attraktivität der Hochschule für Studierende weiter steigern.“
Die neue Mensa soll auf der Fläche im südöstlichen Teil des Campus Furtwangen an der Breg entstehen und vom Studierendenwerk Freiburg betrieben werden. Das Gebäude ist so konzipiert, dass der große Speisesaal außerhalb der Öffnungszeiten auch als Aufenthaltsraum für Studierende genutzt werden kann. „Mit dem Neubau der Mensa schaffen wir nicht nur einen modernen Ort für die Verpflegung unserer Studierenden, sondern auch einen Raum für Begegnung und gemeinsames Lernen“, sagt Hendrik Mielke, der als stellvertretender Kanzler die Baumaßnahmen an der HFU koordiniert.
Der Neubau in Furtwangen ist nötig, weil die alte Mensa am Campus nicht mehr den aktuellen Anforderungen entspricht. „Im derzeitigen Gebäude können wir die geltenden Vorschriften für den Betrieb einer Großküche nicht erfüllen. Auch hinsichtlich Brandschutz und Barrierefreiheit brauchen wir einen Neubau nach neuesten Standards,“ erklärt Mielke.
Nicht nur in Furtwangen, auch an anderen Standorten strebt die HFU in den nächsten Jahren erhebliche Baumaßnahmen an. „Die Profilierung der HFU-Standorte ist mit der Erarbeitung einer Gebäude- und Flächenstrategie für die effiziente Nutzung unserer Ressourcen verbunden. In diesem Rahmen definieren wir weitere dringende Baumaßnahmen“, ordnet Andreas Friedrich ein. Der neue Kanzler der HFU sieht die nächste hohe Priorität in der Ertüchtigung des Hauptgebäudes am Standort Schwenningen zu einem modernen Labor- und Lehrgebäude. „Außerdem sind wir bereits mit ersten Planungen für die Sanierung des B-Gebäudes in Furtwangen befasst, in dem sich unter anderem die Aula, der Lehrreaktor und geräteintensive Labore befinden“, so Friedrich.