Wie informieren Sie sich morgens als erstes?

Wir haben zu Hause den Südkurier und die Süddeutsche Zeitung in Papierform abonniert. Beides hilft mir, mich über lokale Neuigkeiten und über deutschland- und weltweite Themen zu informieren. Wochentags interessiert mich vor allem der Wirtschaftsteil der Süddeutschen Zeitung.
Elektronische Medien nutze ich erst später im Lauf des Vormittags.
Eine Ausnahme bildet KlassikRadio. Das ist morgens ein angenehmer Übergang vom Schlaf in den Wachzustand. 

Welche Zeitungen oder Magazine haben Sie abonniert oder lesen Sie regelmäßig– als Print oder digital?

Neben den beiden Tageszeitungen habe ich noch die iX und das Zack-Magazin abonniert. Das Zack-Magazin gab es schon, als ich Kind war. Bis heute erscheinen dort immer noch hochwertige Comicreihen.
Mein Probe-Abo der Runner’s World läuft bald aus.  

Welche Nachrichtenseiten im Web sind Ihnen wichtig?

Ich lese eigentlich nur Spiegel-Online.
Hier gefällt mir die Netzwelt-Kolumne am besten.

Welche Bücher lesen Sie am liebsten?

Vor 18 Monaten habe ich mir einen Amazon Kindle gekauft. Zwar habe ich schon immer viel gelesen, aber seither fräse ich mich regelrecht durch die Welt der Unterhaltungsliteratur: Thriller, Fantasy und Science Fiction.  

Besonders interessante Fachbücher für Informatiker bieten die Verlage
O'Reilly und Manning.

Sie publizieren ihr Angebot auch als E-Books auf dem Safari-Bookshelf. Nach einigen konstruktiven Gesprächen mit Herrn Daub von der Bibliothek hat sich die Fakultät Informatik Ende letzten Jahres bereit erklärt, eine Campuslizenz für das Safari-Bookshelf  für die kommenden zwei Jahre zu sponsoren.

Über diese Anschaffung habe ich mich sehr gefreut. Sie liefert nicht nur mir, sondern allen Hochschulangehörigen Zugang zu sehr hochwertigem Material.  

Welches Buch hat Sie in letzter Zeit am meisten beeindruckt?

Über die ersten beiden Bände von 1Q84 von Haruki Murakami habe ich ja bereits unter ‚Schock deine Freunde, lies ein Buch’ berichtet.
Die Lektüre war ein tolles Erlebnis. Den dritten Band habe ich mir aufgehoben. Ich will ihn lesen, wenn ich es wirklich genießen kann.   

Welches Buch ist Ihr all-time-favorite?

Die Bibel mit ihren vielen Gleichnissen und Geschichten hat mich mein Leben lang begleitet und geprägt. Auch wenn ich derzeit eher selten in der Bibel lese, ist sie immer noch das wichtigste Buch für mich. 

Mein Lieblingsroman ist Cryptonomicon von  Neal Stephenson.
Stephenson ist ein sprachgewaltiger Erzähler. Unter den vielen stets umfangreichen Büchern, die er geschrieben hat, ist Cryptonomicon ein Werk, das sich aus allen anderen Romanen, die ich bisher gelesen habe, deutlich hervorhebt:

Es geht um das Verhältnis von Nerds zum Rest der Welt. Also um Themen wie Kryptographie, Informatik, Sex, Musik, Religion, Cap’n-Crunch-Frühstücksflocken und weiß der Kuckuck was noch alles.
Frei erfundene Personen treten ganz selbstverständlich neben historischen Figuren wie Turing, Göring und MacArthur auf.
Das Ganze ist in einen spannenden Thriller eingepackt. Durch die bizarre Mischung und Stephensons Sprachwitz sind viele Passagen einfach nur saukomisch. 

Welche Radio- oder TV-Sendung verpassen Sie möglichst nie?

Oft schaue ich mir eines der beiden Nachrichtenmagazine Tagesthemen oder Heute-Journal an. Wenn ich freitags abends dran denke, schalte ich meine Lieblingssendung, die Heute-Show, an.
Mittlerweile fesselt mich das  Fernsehprogramm nicht mehr so. Ich finde Bücher einfach nur klasse. 

Welche Tools oder Apps helfen Ihnen dabei, den Tag über gut informiert zu bleiben?

Als Wissensarbeiter ist für mich Konzentration ganz wesentlich.
Meine natürlichen Feinde sind daher Medien wie SMS, Instant-Messaging, Twitter oder Facebook. Es ist zwar nicht sehr wissenschaftlich, aber Google und  Wikipedia sind die ersten Anlaufstellen, wenn ich mich schnell informieren will. Werkzeuge, die mich produktiver machen, sind beispielsweise Wunderlist und Evernote.
Auch mein iPad hat meine Produktivität in den vergangenen zwei Jahren erheblich verbessert. Es versorgt mich mit Informationen, wenn ich sie brauche. E-Mails versuche ich so wenig wie möglich im Zugriff zu haben:
Nur auf meinem Notebook habe ich einen E-Mail-Client konfiguriert. Weder auf meinem Android-Telefon noch auf meinem iPad empfange ich E-Mails. Privat nutze ich noch einen Audible- und einen Spotify-Account. 

Welche wöchentlichen Mediennutzungs- oder Leserituale prägen zudem Ihr Wochenende?

Mit der Freitagsausgabe der Süddeutschen Zeitung wird das SZ-Magazin ausgeliefert. Das lese ich dann meistens am Wochenende. Man findet dort immer wieder Reportagen über ungewöhnliche Menschen und ungewöhnliche Ideen.

Besonders gefällt mir die Kolumne 'Gewissensfragen' von Dr. Dr. Rainer Erlinger. Lesern werden dort wichtige moralische Fragen beantwortet wie etwa die, ob man die in Spendenaufrufen beigelegten Briefumschläge weiterverwenden darf - auch wenn man nichts spendet.