Ist mein Smartphone infiziert?

Smartphones sind zum täglichen Begleiter geworden. Doch Viren, Trojaner, Würmer und andere Bugs können darauf eingeschleust werden, im schlimmsten Fall verlieren wir die vollständige Kontrolle über das Gerät. Um zuverlässig vor diesen Gefahren zu schützen und vorhandene Infekte zu reparieren, muss man diese „Krankheitsbilder“ zuerst einmal genau kennen. Beim eintägigen Hacking-Workshop „Hack2Improve“, der bereits zum neunten Mal von der Fakultät Informatik der Hochschule Furtwangen durchgeführt wurde, erarbeiteten sich rund 50 Studentinnen und Studenten genau dieses Profiwissen. Dem Organisator der Veranstaltung, Prof. Dr. Olaf Neiße, war es geglückt, das renommierte IT-Sicherheitsunternehmen SySS GmbH aus Tübingen für diesen Workshop zu gewinnen. Denn die Profis des Unternehmens wissen ganz genau, was im Bereich des Cybercrime geschieht. Sie brachten tagesaktuelles Wissen und Softwaretools mit und zeigten den Studierenden, wo die Gefahren liegen.

Die Studentinnen und Studenten tauchten unter fachkundiger Anleitung der SySS-Experten tief in die Welt der infizierten Smartphones ein. Im Workshop „WLAN-Sicherheit“ lernten sie Diagnosen durchzuführen und probierten Möglichkeiten aus, um Viren und Bugs zuverlässig zu vermeiden. Im zweiten, parallel durchgeführten Workshop, lag der Fokus auf der Entwicklung von sicheren Web-Apps. Die besondere Herausforderung bestand darin gut funktionierende und nicht angreifbare Apps zu programmieren.

Sichere Systeme aufzusetzen, zu installieren und zu entscheiden, welche Sicherheitsmaßnahmen in Unternehmen notwendig sind, diese Kompetenzen sind auch in der Arbeitswelt zunehmend gefragt. Die Hochschule Furtwangen (HFU) positioniert sich mit der Veranstaltungsreihe Hack2Improve als wegweisende Institution, an der Studierende praxisnah zu IT-Sicherheitsexperten ausgebildet werden. In der zunehmend vernetzten Welt werden Informatikabsolventen von Arbeitsgebern aus der Industrie und Dienstleistungsbranche händeringend gesucht.

Hack2Improve hat sich inzwischen zu einem echten Highlight im Studienjahr entwickelt. Dieses Jahr nahmen neben den Studentinnen und Studenten der Fakultät Informatik erstmals einige Studierende anderer Fakultäten der HFU teil. Auch fünf an IT-Sicherheitsthemen interessierte Schüler aus Konstanz und Schramberg durften sich als Schülerstudenten als „legale Hacker“ betätigen. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer musste durch eine Verpflichtungserklärung schriftlich versichern, das bei Hack2Improve erworbene Wissen ausschließlich für „legales Hacken“ und nicht für kriminelle Zwecke einzusetzen. Dieser ethische Aspekt genießt im Studium der Informatik an der HFU hohe Priorität.

Im nächsten Jahr wird es dann zum 10. Mal heißen: Hack2Improve: Gefahr erkannt – Gefahr gebannt.

Fakultät Informatik
Die Fakultät Informatik der Hochschule Furtwangen erhält von Personalverantwortlichen regelmäßig ein hervorragendes Zeugnis. Im letzten Uni-Ranking der Zeitschrift Wirtschaftswoche kam die Fakultät Informatik bundesweit in die Top 10. Die Fakultät bietet die Bachelorstudiengänge „Allgemeine Informatik“ und „IT-Produktmanagement“ mit mehreren Vertiefungsmöglichkeiten, unter anderem zum Thema IT-Sicherheit an. Weiterqualifizieren kann man sich mit dem Masterstudiengang „Informatik“ oder dem Masterstudiengang „Mobile Systeme“.