Richtfest am Innovations- und Forschungscentrum

Richtfest am IFC: Landrat Stefan Bär, Justiz- und Europaminister Guido Wolf, Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch, OB Michael Beck, Fachbereichsleiterin Karin Kohler, Prorektor Prof. Dr. Ulrich Mescheder.

Polier Franz Stadelmaier

Beim Innovations- und Forschungscentrum Tuttlingen (IFC) sind die Rohbauarbeiten abgeschlossen, am 27. Oktober 2017 wurde Richtfest gefeiert. Ab Sommer 2018 werden Unternehmen der Region und der Hochschulcampus Tuttlingen (HCT) gemeinsam forschen.
„Das ganze Quartier bekommt einen neuen Charakter“, betonte Tuttlingens Oberbürgermeister Michael Beck und verwies darauf, dass direkt gegenüber demnächst das Union-Areal neu bebaut wird. Vor allem  treibe das IFC die Entwicklung der Hochschule voran. Auf 3000 Quadratmeter wird künftig gemeinsam mit regionalen Unternehmen Forschung und Entwicklung betrieben, 60 Arbeitsplätze entstehen im IFC. 11 Millionen kostet das Projekt, das von der EU mit 4,5 und vom Land Baden-Württemberg mit 1,8 Millionen Euro bezuschusst wird. Je 2,1 Millionen Euro tragen Stadt und Landkreis Tuttlingen.

Justiz- und Europaminister Guido Wolf bezeichnete das IFC als „weiteren Meilenstein zum Ausbau des Hochschulcampus Tuttlingen.“ Stehe der Hochschulcampus selber vor allem für die Generation der Studierenden, so sei das IFC eine Einrichtung für die Generation der Forscher. Friedlinde Gurr-Hirsch, Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, bezeichnete Tuttlingen und die Region als „Ideenschmiede auf Weltniveau“. Generell gebe es in Baden-Württemberg bei der Innovationskraft kein Stadt-Land-Gefälle. „Das IFC ist ein Gewinn für Tuttlingen, für den Landkreis und für die Region“, stellte Landrat Stefan Bär fest. Da Forschung immer mehr auch von einer guten Vernetzung abhängig werde, sei eine Einrichtung wie das IFC entscheidend: „Die Zeiten, in denen jeder für sich im stillen Kämmerlein forscht, sind vorbei.“

Konkrete Einblicke, in welchen Bereichen geforscht wird, gab Prof. Dr. Ulrich Mescheder, Prorektor für Forschung und Entwicklung. Die Verbesserung von Hochleistungsbatterien und die Wiederaufbereitung von E-Auto-Batterien stehe ebenso auf der Agenda wie die Erforschung biomedizinischer Werkstoffe oder die Digitalisierung in der Medizintechnik. Gleich zu Beginn der Feier hatte Polier Franz Stadelmaier von der Firma F.K. Systembau nach altem Brauch den Richtspruch vorgetragen: „Gott bewahre diesen Bau in Gnaden – vor Feuer, Beben, Blitz- und Wasserschaden.“