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Qualitätsmanagement an der Hochschule Furtwangen

Als eine der führenden Hochschulen in Deutschland zeichnet sich die HFU durch eine Spitzenposition auch in der Lehre aus. Die wissenschaftlich fundierte, praxisnahe und innovative Interner Link öffnet sich im gleichen Fenster:Aus- und Weiterbildung auf qualitativ höchstem Niveau schafft attraktive Lernbedingungen für Studierende und ein unterstützendes Umfeld für Lehrende. Um die Qualität in Studium und Lehre dauerhaft sicherzustellen und auszubauen, hat die HFU ein umfassendes Qualitätsmanagementsystem etabliert, das auf vier Säulen beruht.

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Säule 1: Der Qualität verpflichtet

Das stetige Streben nach höchster Qualität leitet das Handeln aller Mitglieder der Hochschule Furtwangen. Um Stoßrichtung und Ziele zu definieren, hat sich die HFU unter Beteiligung der Studierenden eine "Vision Qualität" gegeben. Zusammen mit den Vorgaben des Hochschulrechts bilden diese Ziele die erste der vier Säulen des Qualitätsmanagementsystems (QMS) an der HFU.

Vision Qualität

Die HFU baut Ihren traditionell guten Ruf als innovative Hochschule mit herausragender Ausbildungsqualität kontinuierlich aus.

Wir gestalten Lehre und Studium so, dass die Studierenden die abgestimmten Lernziele des jeweiligen Fachs und des betreffenden Studiengangs erreichen. Dazu gehört die Förderung von Soft Skills und Methodenkompetenz. Die Studierenden sind damit auch für Weiterentwicklungen in ihren Arbeitsgebieten gerüstet. Unsere Absolventen sind ein positives Aushängeschild für die HFU:

  • Sie sind Stützen der regionalen Wirtschaft und stärken damit die Region
  • Sie genießen überregional Anerkennung und sind nachgefragt
  • Sie sind international einsetzbar

Die Hochschule erreicht das in einem Lehr- und Lernumfeld mit familiärem Charakter und mit einer ausgeprägt konstruktiven Gesprächskultur.

Strategische Ziele
  • Unsere Lehre ist praxisnah, von hoher Qualität und verflochten mit anwendungsorientierter Forschung
  • Unsere Ausbildung berücksichtigt langfristig nutzbare Methodenkompetenz (Soft Skills) und befähigt zur selbstständigen Weiterqualifizierung
  • Wir sind eng verzahnt mit der regionalen Industrie/Wirtschaft
  • Wir haben ein Studienangebot, das sowohl die Nachfrage nach Studienplätzen als auch nach Absolventen angemessen befriedigt und auch aktuelle Entwicklungen zeitnah berücksichtigt
  • Wir sind international orientiert und vernetzt und bieten unseren Studierenden die Möglichkeit, mindestens ein Studien- oder Praxissemester im Ausland zu verbringen
  • Wir schaffen Bildungsangebote für lebenslanges Lernen
  • Wir fördern unsere besten Studierenden für eine Karriere als Nachwuchswissenschaftler
  • Unser Personal ist hoch qualifiziert und bildet sich kontinuierlich weiter
  • Durch unsere Größe, Innovationskraft und Qualität der Ausbildung behaupten wir uns unter den führenden Bildungsanbietern
Maßnahmen
  • Durch Qualitätsregelkreise erreichen wir eine kontinuierliche Verbesserung
  • Ein QM-Board, in dem alle Organisationseinheiten der HFU vertreten sind, erarbeitet Standards. Dabei setzen wir auf Best Practice Sharing
  • Rückmeldungen aus der Praxis bei Praxissemestern, Thesisarbeiten usw. verwenden wir als wertvolle Beiträge zum Qualitätsmonitoring
  • Bei der Entwicklung bzw. Weiterentwicklung von Studiengängen binden wir die Industrie ein
  • Durch industrienahe Projekte fördern wir eine praxisnahe Ausbildung und den Austausch mit der Industrie
  • In einem familiären Lernumfeld erreichen wir eine intensive persönliche Betreuung der Studierenden
  • Wir pflegen vielfältige Kontakte zu Hochschulen im Ausland
  • Wir fördern Auslandsaufenthalte unserer Studierenden und unterstützen sie bei der Organisation
  • Wir bieten in allen Fakultäten englischsprachige Lehrveranstaltungen an
  • Wir beteiligen Studierende an Forschungsprojekten
  • Durch kooperative Doktorandenausbildung, z.B. in Form von Promotionskollegs, fördern wir die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses
  • Lebenslanges Lernen ist durch die HFU Akademie in der Struktur unserer Hochschule verankert.

Säule 2: Strukturen schaffen

Strukturqualität, die zweite Säule des QMS an der HFU, ist grundlegend für alle andere Ausprägungen von Qualität, denn ein funktionierendes Regelwerk und ausgebaute Ressourcen schaffen Sicherheit für die Beteiligten und die Ergebnisse. Leitend an der HFU ist dabei das Subsidiaritätsprinzip: Für Qualität verantwortlich ist jeweils die unterste Ebene, auf denen die jeweiligen Maßnahmen geplant und umgesetzt werden können. Verknüpft werden diese Ebenen über ein "Bottom up-Reporting" und einen "Top down-Informationsfluss". So entsteht Zurechenbarkeit und ein agiles System der Qualitätssteuerung.

Partnerschaft

Das Besondere an der HFU: Zusammen mit zwei Partnerhochschulen soll ein Qualitätsbeirat für jede der drei Hochschulen eingerichtet werden. Diese werden mit externen Sachverständigen besetzt sein und so das QMS aus Expertensicht begleiten. Der Qualitätsbeirat wird eingerichtet, sobald eine Genehmigung durch den Akkreditierungsrat vorliegt.

QM-Board

Alle Gremien an der Hochschule sind in diese Regelkreise einbezogen. Von entscheidender Bedeutung für die Gesamtstruktur ist hochschulintern das Qualitätsmanagement-Board (QM-Board). Dieses ist ein ist ein beratender Interner Link öffnet sich im gleichen Fenster:Senatsausschuss und stellt die mit den Akkreditierungsregeln gemäß StAkkrVO konform gehende Funktionsweise des Qualitätsmanagementsystems (QMS) der HFU sicher und entwickelt das QMS weiter. Hinzutreten wird der extern besetzte Qualitätsbeirat, der nach Bewilligung eines Antrags an den Akkreditierungsrat ab dem Jahr 2020 eingerichtet werden soll.

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Säule 3: Prozesse effizient gestalten

Prozessqualität, die dritte Säule des Qualitätsmanagementsystems (QMS) an der HFU, ergibt sich durch eine exakte, aber flexible Definition aller Abläufe an der HFU. Diese sind in einer Prozesslandkarte zusammengefasst, sämtliche Haupt- und Unterprozesse werden nach den Regeln des modernen Prozessmanagements modelliert. Als Besonderheit hat die Hochschule Furtwangen technische Unterstützungssysteme eingerichtet, die bei der Durchführung der Prozesse helfen, so etwa Externer Link wird in neuem Fenster geöffnet:FINQUAS, das Furtwanger Informationssystem für die Qualitätssicherung.

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Säule 4: Ergebnisse sichern

Ergebnisqualität, die vierte Säule des Qualitätsmanagementsystems (QMS), stellt den Output des Gesamtsystems dar. In einer von Werten geprägten, das geltende Hochschulrecht umsetzenden klaren Struktur mit effizienten Prozessen auf allen Ebenen ergibt sich eine hohe Qualität von Studium und Lehre. Umgekehrt wirken Erkenntnisse aus der Bewertung von Studium und Lehre wieder auf die anderen Säulen des QMS ein – ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess.

Quantitatives Wirkungsmonitoring
  • Lehrevaluation: Jede Lehrveranstaltung wird regelmäßigen von den Studierenden bewertet. Lehrende, Studiengangleitungen und Fakultäten nutzen die dadurch gewonnen Erkenntnisse, um die Veranstaltung und den Studiengang weiterzuentwickeln.
  • Serviceevaluation: Die Studierenden können in einer regelmäßigen Befragung ihre Einschätzung zur Servicequalität von Verwaltung und zentralen Einrichtungen abgeben. Verwaltung und Einrichtungen leiten daraus Maßnahmen zur Verbesserung der Servicequalität ab.
  • Befragung von Absolventinnen und Absolventen: Wie blicken Absolventinnen und Absolventen auf ihr Studium an der HFU zurück? Wie sind sie am Arbeitsmarkt untergekommen? Antworten darauf kommen von ehemaligen Studierenden im Rahmen von jährlichen Befragungen. Die Ergebnisse sind für die Anpassung eines praxisnahen wissenschaftlichen Studiums von höchster Bedeutung.
  • Bonus-/Malussystem: Alle Studierende haben ein persönliches Punktekonto. Dieses dient der Studiensteuerung im Interesse der Lernenden, da so ein rasches persönliches Fortkommen im Studium und umfassende Unterstützungsleistungen möglich sind.
  • Mitarbeitendenbefragung: Die Mitarbeitenden richten regelmäßig einen Blick nach innen und bewerten ihre Arbeitssituation. Für die Hochschule ist das ein wichtiges Managementinstrument, um Zusammenarbeit und Führung hochschulintern weiterzuentwickeln.
Qualitatives Wirkungsmonitoring
  • Qualitätsberichte: Die jährlichen Qualitätsberichte der Studiengänge sind das zentrale Reporting-Instrument der HFU. Die enthalten alle wichtigen Kennzahlen der Studiengänge und die Stellungnahme der Fakultät zur Entwicklung des Studiengangs. Auf dieser Grundlage wird ein hochschulweiter Qualitätsbericht verfasst.
  • Qualitätsgespräche: Jährliche Gespräche zwischen Fakultät und Rektorat über das bestehende Studienangebot dienen der Weiterentwicklung von Studium und Lehre. Die Qualitätsberichte der Fakultäten werden hier einbezogen.
  • Studienkommissionen: Die Studienkommissionen in allen Studiengängen machen Empfehlungen zur Weiterentwicklung von Inhalt und Form des Studiums und wirken an der Evaluation der Lehre mit.

 

Fremdevaluationen

Die Hochschule Furtwangen will wissen: Wie sehen uns die anderen? Daher beteiligt sich die HFU an Evaluationen, Rankings und Zertifizierungen Dritter.
Hier eine Auswahl der Furtwanger Erfolge:

  • Die Studiengänge der HFU erhalten in Rankings, etwa dem CHE-Hochschulranking regelmäßig Spitzenpositionen.
  • Die HFU zählt zu den Hochschulen für angewandte Wissenschaften mit den meisten wissenschaftlichen Veröffentlichungen in Baden-Württemberg (Peer Review Journals).
  • Die HFU hat unter den Hochschulen in Baden-Württemberg überdurchschnittlich hohe Forschungs-Einnahmen (Drittmittel).
  • Die HFU-Weiterbildung wurde von der Stiftung Warentest mit der Note „GUT“ bewertet.
  • Die HFU wurde bundesweit als zweite Hochschule ihres Typs mit dem begehrten Siegel der Systemakkreditierung ausgezeichnet. Grundlage ist ihr hoch entwickeltes Qualitätssicherungssystem im Bereich Studium und Lehre.
  • Das ERASMUS-Qualitätssiegel dokumentiert eine herausragende Qualität in der Betreuung ausländischer Studierender an der HFU.
  • Als bundesweit eine der wenigen Hochschulen wurde das Nachhaltigkeitsmanagement der HFU mit dem EU-Öko-Audit EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) ausgezeichnet.

Akkreditierung des Studienangebots

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Durch Akkreditierungen wird die Qualität eines Studiengangs nachgewiesen. Grundsätzlich werden entweder die einzelnen Studiengänge akkreditiert (Programmakkreditierung) oder das Qualitätssicherungssystem der ganzen Hochschule (Systemakkreditierung). Für Letzteres hat sich die HFU entschieden.

Zertifizierte Studiengänge

Bei ihrer Systemakkreditierung hat die Hochschule gegenüber dem Akkreditierungsrat nachgewiesen, dass sie über ein hochentwickeltes und leistungsfähiges Qualitätsmanagementsystem verfügt. Sie kann damit selbst Studiengänge entwickeln und zertifizieren, die den europäischen und nationalen Vorgaben von Kultusministerkonferenz, Hochschulrektorenkonferenz und Akkreditierungsrat entsprechen. Die Studienangebote werden in Eigenverantwortung der Hochschule stetig überprüft und weiterentwickelt. An der HFU geschieht dies über ein umfangreiches Peer Review-Verfahren mit internen und externen Sachverständigen, in dem alle Studiengänge regelmäßig zertifiziert werden.

Vorreiter

Für diesen Weg hat sich die Hochschule Furtwangen als eine der ersten in Deutschland entschieden. Im Jahr 2020 geht sie noch einen Schritt darüber hinaus und möchte ebenfalls als eine der ersten Hochschulen ein alternatives Akkreditierungsverfahren mit einem Beiratsmodell einführen. Der extern besetzte Qualitätsbeirat berät die Hochschule fortlaufend zu ihrem QMS. Dies ist die weitestgehende Ausbauform eines Qualitätssicherungssystems an europäischen Hochschulen.

Alternatives Akkreditierungsverfahren

Die Hochschule Furtwangen stellt ihr Akkreditierungswesen auf eine neue Stufe: gemeinsam mit der Hochschule der Medien Stuttgart (HdM) und der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) hat die HFU ein alternatives Verfahren der Akkreditierung beantragt. Kernbestandteil ist die Einrichtung von jeweils einem Qualitätsbeirat an den beteiligten Hochschulen. Diese Qualitätsbeiräte liefern kontinuierlich externe Impulse zur Qualitätssicherung und -weiterentwicklung und tauschen sich dazu untereinander aus – für höchste Qualität in Studium und Lehre.

Meilensteine im Systemakkreditierungsverfahren der HFU

  • Die Anmeldung der HFU zur Systemakkreditierung erfolgte im Jahr 2010. Eine Gutachtergruppe aus externen Professoren mit Erfahrung im Hochschulmanagement, Wissenschaftsmanagern, Berufspraktikern und Studierenden prüften vor Ort in Furtwangen, Schwenningen und Tuttlingen das Qualitätsmanagementsystem und werteten Stichproben zu einzelnen Studiengängen aus.
  • Das gesamte Verfahren an der HFU erstreckte sich über drei Jahre und wurde mit der feierlichen Urkundenverleihung zur Systemakkreditierung am 17. Mai 2013 abgeschlossen.
  • Bundesweit war die HFU die zweite Hochschule in ihrem Hochschultyp, die systemakkreditiert worden ist. Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst sagte: „Es ist sehr erfreulich, dass mit der HFU nun erstmals auch eine Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg das anspruchsvolle Verfahren einer Systemakkreditierung erfolgreich durchlaufen hat“.
  • Im Jahr 2020 wurde eine Systemakkreditierung nach alternativem Verfahren beantragt. Kern des beantragten Modells ist ein extern besetzter Qualitätsbeirat, der die HFU laufend in Sachen Qualitätssicherung beraten soll. Wieder ist die Hochschule Furtwangen eine der ersten in Deutschland, die gemeinsam mit zwei weiteren Partnerhochschulen in Baden-Württemberg diesen neuen Weg gehen will.

Datei herunterladen:Übersicht der Akkreditierungen von Studiengängen an der HFU

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