Konzipiert für industrielle Dienstleistungen und Lösungen

Diese Hochschulausbildung ist optimal auf die interdisziplinären Aufgaben in Unternehmen ausgerichtet. Sie umfasst sämtliche Inhalte der Dienstleistungsentwicklung und -ausführung und ist branchenübergreifend einsetzbar. Praxisnah werden Methoden und Kenntnisse aus folgenden Bereichen vermittelt:

  • Service Engineering
  • Service Marketing und Vertrieb
  • Service Kommunikation
  • Spezielle kaufmännische Gebiete des Service
  • Technische Schulung
  • Technische Dokumentation und IT-Lösungen
  • Internationalisierung
  • Kundendiensttechnik
  • Ersatzteilgeschäft

Im Service Management spricht man auch von folgenden drei Bereichen, die dem Bachelor of Science Service Management zu seiner Ganzheitlichkeit verhelfen:

Vorpraktikum

  • Gültig für alle Bachelor-Studiengänge der Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen
  • Dauer: 40 Präsenztage (acht Wochen), zu absolvieren möglichst vor Studienbeginn.
  • Falls nicht möglich: Nachholen des Vorpraktikums bis zum Beginn der Vorlesungszeit des 3. Semesters. Teilung in zwei Abschnitte möglich.

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Merkblatt Vorpraktikum

Worauf sollen Studierende vorbereitet werden?

Den Leistungsprozess eines Unternehmens vollständig beherrschen – von der Idee, der Entwicklung und Umsetzung bis zur Vermarktung von innovativen Produkten und Services. Dies ist der Grundgedanke der Studiengänge in der Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen. Alle drei Bachelorstudiengänge der Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen bauen auf einem gemeinsamen Grundstudium auf. Hier wird die Basis aus technischen, betriebswirtschaftlichen, kommunikativen und fremdsprachlichen Kenntnissen gelegt. Praxisnah und projektorientiert von Anfang an. Ein Praxissemester und zwei Projektstudien sind Bestandteil des Studiums. Um die theoretischen Kenntnisse in der Praxis zu erproben und zu vertiefen, absolvieren die Studierenden das 5. Semester in Unternehmen. Ein achtwöchiges Vorpraktikum kann bis zum Beginn des Hauptstudiums erbracht werden. Die Projektstudien des 3. und 4. Semesters führen die Studierenden in Teams durch, ein Professor betreut sie. Dabei werden konkrete Aufträge aus der Wirtschaft bearbeitet. Teamfähigkeit und Projektmanagement werden hier besonders trainiert.

Welches Fachwissen soll im Studiengang vermittelt werden?

Innovativer und zukunftsorientierter Service ist bei technisch anspruchsvollen Gütern mittlerweile selbstverständlich und geht über die Wartung und Reparatur weit hinaus. Häufig ersetzen innovative Geschäftsmodelle, bei denen Service die entscheidende Komponente darstellt, den reinen Verkauf von Maschinen oder Anlagen – einige Weltmarktführer haben schon ihre komplette Unternehmensstrategie auf servicebasierte Angebote ausgerichtet.

Natürlich erfordert das Angebot von komplexen Leistungen wie High Tech Services mit Telematik und Remote-Technologie, Schulungen mit modernsten Medien, Finanzdienstleistungen, Consulting und auch die Durchführung kundenorientierter Events Experten mit fundierten Kenntnissen über Entwicklung, Umsetzung und Vermarktung solcher Dienstleistungen. Genau darauf ist der Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen - Service Management ausgerichtet.

Als Studiengang des Wirtschaftsingenieurwesens sind die Studieninhalte entsprechend breit gefächert. Im Grundstudium liegt der Schwerpunkt auf naturwissenschaftlich-technischen Inhalten. Allerdings werden auch Grundkenntnisse der Betriebswirtschaft, des Marketings und der Fremdsprachen vermittelt. Im Hauptstudium setzt dann die studiengangspezifische Ausbildung ein. Die Studierenden werden mit dem Aufbau von Serviceorganisationen und der optimalen Gestaltung von Serviceprozessen vertraut gemacht. Mit Hilfe geeigneter Softwaretools lernen sie einfache Prozesse zu modellieren. Die Studierenden werden teils durch Vorlesung, teils durch Fallstudien in die Grundlagen des Dienstleistungsmarketings eingeführt und lernen den Unterschied zum Produktmarketing kennen. In Vorlesungen werden Kenntnisse über die Einsatzmöglichkeiten des E-Learning vermittelt, die dann in einem modernen Medienlabor in einfache Praxisbeispiele umgesetzt werden. Nicht jedes Produkt, das auf den Markt kommt, erfüllt die Ansprüche nach einfacher, intuitiver Bedienbarkeit. Hier hilft das Usability Engineering die Gebrauchstauglichkeit schon im Vorfeld zu testen und sicherzustellen.

Eine Besonderheit des Studiengangs stellt auch das Servicelabor dar. Hier werden Versuche mit servicerelevanten Inhalten durchgeführt. Ein zentraler Aspekt ist die Thematik Ferndiagnose und Fernwartung, heute unter den Schlagworten Remote Service oder Condition Monitoring aus dem Maschinen- und Anlagenbau nicht mehr wegzudenken. Hier erhalten die Studierenden einen Einblick über den derzeitigen Stand der Technik auf diesem Gebiet. Auch den 3D-Druck als eine aktuelle Technologie zur Fertigung von Spezial- oder Ersatzteilen lernen die Studierenden hier kennen. Außerdem wagen Sie einen Blick in die Zukunft mit modernstem Equipment der virtuellen Realität, das ebenfalls zum Labor gehört.

Selbstverständlich gehört auch das sogenannte Methodenwissen mit zu den Inhalten des Hauptstudiums: Projektmanagement, Führungslehre und Präsentationstechnik runden das Curriculum im Hauptstudium ab.

Brückenkurs Mathematik

Der Brückenkurs Mathematik richtet sich an:

  • Studienanfänger, die keinen Mathematik-Leistungskurs besucht haben.
  • Studienanfänger, die keine guten Mathematik-Kenntnisse haben.
  • Studienanfänger, deren Schulzeit schon etwas zurück liegt.

Inhalte

  • Bruchrechnen
  • Termumformungen
  • Rechnen mit Potenzen, Wurzeln und Logarithmen
  • Einführung in die Vektorrechnung
  • Lösen von Gleichungen und Ungleichungen

Online-Selbsttest Mathematik

Mit einem eigens gestalteten Online-Selbsttest Mathematik kann geprüft werden, ob die Teilnahme am Brückenkurs empfehlenswert ist. Der Link zum Selbsttest und weitere Einzelheiten sind im Merkblatt, das mit der Zulassung versandt wird, angegeben.

Anmeldung

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer melden sich im Dekanats-Sekretariat der Fakultät an. Die Termine zur Anmeldung und die E-Mail-Adresse sind ebenfalls im Merkblatt aufgeführt.

Termine, Ort und Ablauf

Der Brückenkurs findet eine Woche vor Vorlesungsbeginn des jeweiligen Semesters in der Hochschule Furtwangen statt. Informationen zum genauen Datum, Hochschulgebäude und Raum sind dem Merkblatt zu entnehmen.

Der Brückenkurs dauert von Montag bis Freitag. Pro Tag finden drei Blöcke zu 90 Minuten mit Vorlesung und Übungen statt.

  • Block 1: von 9:00 bis 10:30 Uhr
  • Block 2: von 10:45 bis 12:15 Uhr
  • Block 3: von 13:00 bis 15:30 Uhr

Ziele bezüglich fachlicher Kompetenzen

  • Grundlagenwissen von technischen, naturwissenschaftlichen, kaufmännischen und rechtlichen Fächern.
  • Kenntnisse des kompletten Produktprozesses mit Schwerpunkt im Bereich der technologiebasierten Dienstleistungen.
  • Schlüsselqualifikationen (Projektmanagement, Planungstechniken, Präsentations- und Moderationstechnik, Managementtechniken) kennen und in der Lage sein, diese problembezogen anzuwenden.
  • Kompetenz in der Entwicklung und Umsetzung von technologiebasierten Dienstleistungen.
  • Fundiertes Wissen im Bereich Serviceorganisation und –steuerung.
  • Kompetenz im Bereich der Servicetechnik: Diagnosesysteme, Ferndiagnose, Fernwartung, Usability Engineering
  • Solide Kenntnisse im Bereich der technischen Schulung und Kommunikation: IT-basierte Schulung, Blended Learning, technische Dokumentation, Service-Information, multimediale Informationssysteme.

Ziele bezüglich überfachlicher Kompetenzen

  • Verhandlungssicherheit in mindestens einer Fremdsprache
  • Internationale Ausrichtung (Praxis- und/oder Studiensemester)
  • Befähigung zur teamorientierten Zusammenarbeit (z.B. Projekte) und Erarbeitung von zielorientierten ausgereiften Lösungsvorschlägen.
  • Beherrschung der Servicekommunikation: Umgang mit Kunden, Simulation kritischer Kundengespräche, Beschwerdemanagement
  • Grundlegende Kenntnisse in Management und Mitarbeiterführung

Berufsfeldorientierte Ziele

  • Entwickler von Dienstleistungen, Service Engineer
  • Serviceleiter, Geschäftsführer von Servicebetrieben
  • Produkt-, Marketingmanager für Services und Aftermarket
  • Schulungsleiter, Konzeptentwickler, Trainer
  • Technischer Redakteur, Usability Engineer
  • Entwickler von Prüf- und Diagnosetechnik
  • Projektmanager und Kundenberater für komplexe Serviceleistungen