Ein Studiengang passend zu den aktuellen Entwicklungen der miniaturisierten Medizintechnik

Der Studiengang „Mikromedizin“ antwortet auf Anforderungen des Zukunftstrends der neuen miniaturisierten Medizintechnik: die zunehmende Entwicklung der Fortschrittsdimensionen „Miniaturisierung“, „Computerisierung“ und „Biologisierung“ in der Medizintechnik. Er entspricht damit genau den langfristigen Trends in der Medizintechnik: der Grad der Miniaturisierung nimmt ständig zu, es ist immer mehr Elektronik enthalten und es werden auch immer mehr Fertigungsverfahren verwendet, welche aus der Mikroelektronik stammen. Implantat-Oberflächen werden durch neue Beschichtungsverfahren hinsichtlich Biokompatibilität und Biostabilität an die biologische Umgebung immer intelligenter angepasst.

All diese für die Medizintechnik wichtigen Themenfelder der Mikromedizin werden in diesem Masterstudiengang adressiert. Laut Expertenmeinung besteht hierfür Bedarf an qualifizierten Fachkräften, welcher in Zukunft noch deutlich wachsen wird.

Wissensbereiche

Die multidisziplinäre Ausrichtung des Studiengangs ermöglicht ein vielseitiges Verständnis von innovativen Technologien sowie von neuesten Methoden und Produkten der Mikromedizintechnik. Die hierfür erforderlichen soliden Kenntnisse des technischen und medizinischen Hintergrundes sind ebenso Gegenstand des Studiengangs.

Im Mikromedizin-Studium werden Wissen und vertiefte Kenntnisse über Mikrotechnologie, Biomedizin und biokompatible Werkstoffe vermittelt. Darüber hinaus erwerben die Studierenden Kenntnisse in den Bereichen Neurophysiologie und Endoprothetik. Sie lernen verschiedene Verfahren und Methoden zur Entwicklung mikromedizintechnischer Komponenten kennen.

Die Studierenden des Mikromedizin-Masters sollen zunächst basierend auf dem Grundwissen ihrer vorherigen Ausbildung verschiedene mikrotechnologische Fachdisziplinen näher kennenlernen und im Kontext von Mikromedizin-Produkten anwenden können. Dies befähigt die Studierenden die Mikromedizin-Technik in ihrer Funktionsweise und ihrer Interaktion mit dem System Mensch zu verstehen. Im weiteren Studienverlauf gewinnen die Studierenden weitere Kenntnisse der Einsatzmöglichkeiten und Grenzen verschiedener Verfahren der Mikrotechnologien für die Mikromedizin. Auch die Interaktion mit der biologischen Umgebung und Energieversorgung und Telemetrie sowie mikrooptische Aspekte werden vertieft behandelt. Ein Forschungspraktikum bereitet auf die optional folgende Promotion oder berufliche Tätigkeit in Forschung und Entwicklung vor. Im abschließenden dritten Studiensemester wird die Master-Thesis angefertigt, die Raum für die Entwicklung und/oder Anwendung eigenständiger, anwendungs- oder forschungsorientierter Ideen gibt.

Module, Studieninhalte und Schwerpunkte

Einführung in die Medizintechnik, Advanced Technical Medicine, Spezielle Gebiete der Medizin, Mikro-Technik, Medizinische Messtechnik, Telemedizin, Fertigungs- und Produktionstechnik in der Medizintechnik, Wahlfächer.

Studieninhalte und Schwerpunkte sind:

  • Medizintechnik
  • Medizinische Messtechnik
  • Medizinische Mikrosystemtechnik
  • Mikrotechnologien
  • Smart Systems
  • Medizin im Kontext der Mikromedizin
  • Neurophysiologie
  • Endoprothetik
  • Biokompatible Werkstoffe
  • Beschichtungstechnologien
  • Intelligente aktive Implantate
  • Drahtlose Übertragung von Energie und Signalen
  • Therapeutische Systeme und Technologien
  • Biomechanik

Warum Mikromedizin an der HFU studieren?

  • ProfesorInnen mit mehreren hundert Veröffentlichungen auch in hochrangigen peer-reviewed journals, Betreuung mehrerer Promotionsarbeiten
  • Kooperationsbeziehungen mit namhaften Universitäten (Promotionen):
    • Uni Freiburg
    • Uni Tübingen
  • Projektkooperationen mit Industrieunternehmen (z.B. Retina Implant AG) und Forschungseinrichtungen (z.B. IMTEK, Hahn Schickard, NMI), die in diesem Themenfeld aktiv sind
  • Der bundesweit erste Ingenieurs-Studiengang an der Schnittstelle Medizin, Medizintechnik und Mikrosystemtechnik
  • Interdisziplinär ausgerichteter Studiengang
  • Forschungsorientierte Projekte in der Lehre
  • Kleine Gruppen, persönliche Betreuung
  • Internationale Ausrichtung in Lehre und Forschung
  • Renommierte Hochschule mit langjähriger medizintechnischer und biotechnologischer Erfahrung
  • Mitgliedschaft in Fachverbänden liefert Impulse für die Weiterentwicklung der Studieninhalte:
    • DGBMT - Deutsche Gesellschaft für Biomedizinische Technik im VDE
    • microTEC Südwest
    • Medical Mountains AG

Clariond Tiogueu, Student der Mikromedizin

Die Tendenz zu Miniaturisierung erstreckt sich heutzutage in fast alle technischen Bereiche. Besonders in der Medizintechnik wird von Implantaten erwartet, dass sie nicht nur den Grundanforderungen wie Funktionalität, Biokompatibilität und Biostabilität genügen. Diese neuen Produkte müssen hochfunktionell, klein und leicht sein.

Ich sehe die Zukunft der Medizintechnik auch in der Miniaturisierung und habe mich deswegen für dieses neue Studienfach entschieden. Denn dort werden die Bereiche Mikrosystemtechnik und Medizintechnik genau an die Anforderungen dieses neuen internationalen Arbeitsmarktes angepasst vermittelt.

Herr Tiogue hat vor dem Masterstudium an der TU Illmenau Biomedical Engineering und an der Hochschule Jena Medizintechnik studiert.

Allgemeines Ziel

Die Studierenden des „Mikromedizin“-Masters sollen basierend auf dem Grundwissen ihrer Vorausbildung verschiedene mikrotechnologische Fachdisziplinen näher kennenlernen und im Kontext von Mikromedizin-Produkten anwenden können. Dies befähigt die Studierenden, die Mikromedizin-Technik in ihrer Funktionsweise und ihrer Interaktion mit dem System Mensch zu verstehen.

Im Studienverlauf gewinnen die Studierenden weitere Kenntnisse der Einsatzmöglichkeiten und Grenzen verschiedener Verfahren der Mikrotechnologien für die Mikromedizin. Auch die Interaktion mit der biologischen Umgebung und Energieversorgung und Telemetrie sowie mikrooptische Aspekte werden vertieft behandelt.

Im abschließenden dritten Studiensemester wird die Master-Thesis angefertigt, die Raum für die Entwicklung und/oder Anwendung eigenständiger, anwendungs- oder forschungsorientierter Ideen gibt.

Studieninhalte

Die gewünschte SPO-Tabelle kann nicht dargestellt werden.

Qualifikationsziele

Ziele bezüglich fachlicher Kompetenzen

  • Anwendung der zur Verfügung stehenden Fachkompetenz der Mikromedizin bei diagnostischen und therapeutischen Eingriffen
  • Befähigung, komplexe, miniaturisierte medizinische Produkte zu konzipieren, die Entwicklung zu begleiten und zu bewerten
  • Techniken, Flexibilität und Entscheidungskompetenz zur Kooperation mit den Ärzten verschiedener Fachdisziplinen
  • Umfassendes Wissen im Bereich der Mikromedizin sowie in den damit zusammenhängenden angrenzenden medizinischen Fachgebieten
  • Fähigkeit, geeignete technische Lösungen zu entwerfen oder zu entwickeln, unter Berücksichtigung der besonderen Aspekte der Wechselwirkungen miniaturisierter Implantate mit dem menschlichen Körper.
  • Fähigkeit, gesellschaftliche, wissenschaftliche und ethische Folgen von Erkenntnissen, Entscheidungen und Entwicklungen abzuschätzen und zu berücksichtigen, Erkennen der Grenzen medizintechnischer Anwendung
  • Fähigkeit sich selbstständig die Anwendung neuer Technologien anzueignen

Ziele bezüglich überfachlicher Kompetenzen

  • Teamfähigkeit, insbesondere in multidisziplinären und internationalen Arbeits-, Forschungs- und Entwicklungsgruppen
  • Fähigkeit selbstständig wissenschaftlich fundierte Entscheidungen verantwortungsvoll zu treffen, unter Berücksichtigung der gesellschaftlichen, wissenschaftlichen und ethischen Folgen
  • Fähigkeit zur sicheren, schnellen Entscheidung in kritischen Situationen

Berufsfeldorientierte Ziele

  • Fähigkeit, komplexe, multidisziplinäre Zusammenhänge der Mikromedizin an der Schnittstelle Medizin und Technik zu erfassen und in Zusammenarbeit mit medizinischem Fachpersonal für den Patienten positiv zu lösen
  • Intensive Zusammenarbeit mit Fachärzten aufgrund der erworbenen Fachkompetenzen
  • Fähigkeit komplizierte medizinische und technische Sachverhalte verständlich vermitteln zu können, Präsentation von Forschungsergebnissen
  • Kompetenzen bzgl. Wissenschaftsmanagement und wissenschaftlichem Arbeiten
  • Befähigung zur Projekt- und Teamverantwortung