Angewandte Gesundheitswissenschaften - Innovativ und praxisnah

"Gesundheit studieren!"

Der praxisnahe Studiengang „Angewandte Gesundheitswissenschaften“ vermittelt Kompetenzen, die es ermöglichen, ein gesundes Leben für unterschiedliche Zielgruppen zu gestalten.

Ein wichtiges Qualifikationsziel des Studiengangs ist es, vielfältige Perspektiven auf das Thema Gesundheit zu integrieren. Dazu werden breite Grundlagenkenntnisse aus den Bereichen Gesundheitswissenschaften, Medizin und Pflege, Sozialwissenschaften, Technik und Gesundheitsökonomie vermittelt. In der Folge lernen Sie konkrete Tätigkeitsfelder wie die Planung und Umsetzung gesundheitsfördernder Interventionen, das betriebliche Gesundheitsmanagement oder die Konzeption neuer Versorgungsmodelle kennen sowie das erworbene Wissen anzuwenden.

Eine Besonderheit des Studiengangs ist der innovative Schwerpunktbereich „Assistive Technologien“ (Ambient Assisted Living), der sich mit technischen Unterstützungssystemen für Menschen mit Hilfebedarf und Auswirkungen der Digitalisierung im Gesundheitswesen beschäftigt. Im Schwerpunktbereich „Assistive Technologien“ werden Schnittstellenkompetenzen zur bedarfsgerechten Konzeption neuer Assistenzsysteme sowie zur Beratung von Anwendern und Organisationen zu Einsatzmöglichkeiten neuer Technologien vermittelt.

Neben den fachlichen Fähigkeiten sind auch Schlüsselqualifikationen wie Projektmanagement, Beratungskompetenz und Teamfähigkeit Gegenstand des Studiums. Einen breiten Raum in der Lehre nehmen daher Projekte, Gruppenarbeiten und Praktika ein, im Rahmen derer mit Praxispartnern aktuelle Problemstellungen aus dem Gesundheitswesen bearbeitet und eigenständig Lösungsansätze entwickelt werden. Diese Praxiskontakte vermitteln auch ein gutes Bild möglicher Berufsfelder und helfen beim späteren Eintritt ins Berufsleben.

Mögliche Schwerpunkte im Studiengang Angewandte Gesundheitswissenschaften

Assistive Gesundheitstechologien (Prof. Dr. Christophe Kunze)

Mit dem Profil "Assistive Gesundheitstechnologien" ist eine Profilbildung im Bereich Digitalisierung und Technikeinsatz im Gesundheitswesen möglich. Diese qualifiziert insbesondere für Berufsfelder wie die Beratung von Betroffenen zu technischen Assistenzsystemen (z.B. AAL), die Implementierung und Evaluation technikgestützter Versorgungskonzepte (z.B. eHealth), oder die Konzeption und Entwicklung technischer Assistenzsysteme. Das Profil ermöglicht zudem die Bewerbung auf konsekutive Masterstudiengänge, die auf Aspekte des Technikeinsatzes im Gesundheitswesen spezialisieren.

Betriebliches Gesundheitsmanagement (Prof. Dr. Kirsten Steinhausen)

Das Profil "Betriebliches Gesundheitsmanagement" befähigt Studierende über die Vorlesung BGM hinaus zur Planung, Umsetzung und Evaluation eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements. Hierbei vertiefen die Studierenden ihre Kenntnisse im Bereich des das Betriebliche Gesundheitsmanagements, z.B. BGM und Führung sowie Personalmanagement von Einrichtungen im Gesundheitswesen. Sie setzen sich mit Arbeitsschutz und Gefährdungsbeurteilungen auseinander. Zudem lernen die Studierenden, Maßnahmen zur Betrieblichen Gesundheitsförderung zu konzipieren, umzusetzen und zu evaluieren. Auch der Bereich Bewegung, Ernährung und Stress als ganzheitlicher Faktoren für die individuelle Gesundheit kann weiter vertieft werden.

Management im Gesundheitswesen (Prof. Dr. Kirsten Steinhausen)

Im Profil "Management im Gesundheitswesen" werden Studierende dazu befähigt, in Einrichtungen des Gesundheitswesens Managementaufgeben zu übernehmen. Hierbei sollen sie Managementkenntnisse fundieren und können die Fachkenntnisse in ihren Wahlpflichtfächern vertiefen, z.B. in den Bereichen Controlling, Controlling und Prozesse im Gesundheitssystem, Personalmanagement (im Gesundheitsmanagement), Unternehmerisches Krisenmanagement und Marketing.

Kommunale/ gemeindebezogene Gesundheitsförderung (Prof. Dr. Birgit Reime)

Das Profil "Kommunale/ gemeindebezogene Gesundheitsförderung" fokussiert die Gesundheitsförderung in kommunalen Settings sowie die individuelle Gesundheitsförderung. Zielgruppen sind insbesondere Menschen mit geringer Gesundheitsbildung bzw. niedrigen ökonomischen Ressourcen, für die niedrigschwellige Angebote entwickelt werden. Dabei erlernen Studierende Kriterien guter Praxis der Gesundheitsförderung auf kommunaler Ebene kennen und werden befähigt, Maßnahmen der Gesundheitsförderung zu planen, umzusetzen und zu evaluieren. Zudem wird eine Profilbildung im Bereich der Gesundheit im ländlichen Raum und auf globaler Ebene ermöglicht und es können ganzheitliche Konzepte zur Verhaltens- und Verhältnisprävention erarbeitet werden.

Studieninhalte

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Qualifikationsziele

Ziele bezüglich fachlicher Kompetenzen

  • Fach- und Prozesskenntnisse zur Konzeption, Bewertung und bedarfsgerechten Anwendung assisitiver Technologien im Gesundheitswesen
  • Fachkenntnisse zu den körperlichen und mentalen Voraussetzungen für einen selbstbestimmten Lebensstil von Gesunden, Kranken, Behinderten und Pflegebedürftigen
  • Reflexion gesellschaftlicher und ökonomischer Entwicklungen, die sich direkt oder indirekt auf den Wandel des Gesundheitssektors auswirken
  • Fähigkeit zur eigenständigen Planung und Durchführung empirischer Projekte im Bereich der Gesundheits- und Sozialforschung
  • Fähigkeit zur Auswertung von Studien und Übersichtsarbeiten zu neuen Anwendungen (Therapien, Diagnostika etc.) im Gesundheitswesen u.a. mithilfe der Methode der Evidenzbasierten Gesundheitsversorgung

Ziele bezüglich überfachlicher Kompetenzen

  • Recherchekompetenz für wissenschaftliches Arbeiten und Schreiben (Datenbankenrecherche, Nutzung computergestützter Literatur- und Wissensmanagementsysteme)
  • Sprachliche Ausdrucksfähigkeit auf akademischen Niveau (mündlich und schriftlich)
  • Eigenständige und kriteriengesteuerte Strukturierung von Inhalten und Informationen
  • Sprachkenntnisse in mindestens einer Fremdsprache (inkl. Fachsprache)
  • Internationale Ausrichtung (Praxis- und/oder Studiensemester im Ausland)
  • Fähigkeit zur gemeinsamen Bearbeitung in fachlich heterogenen Projekten (Team- und Kommunikationsfähigkeit, Konfliktlösungskompetenz, Verhandlungskompetenz)
  • Projektmanagementkompetenz
  • Beratungskompetenz in heterogenen sozialen Interaktionszusammenhängen
  • Präsentationskompetenz, insbesondere vor größeren Gruppen
     

Berufsfeldorientierte Ziele

  • Tätigkeiten im Bereich der Beratung von Entwicklern assistiver Technologien (Forschung, Entwicklung, Vertrieb)
  • Tätigkeiten im Bereich der Beratung und Betreuung von Anwendern assistiver Technologien
  • Tätigkeiten im Bereich von Gesundheitsinstitutionen, Gesundheitsnetzwerken, Kommunen und Interessensverbänden
  • Tätigkeiten im Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung