Zielgruppe und Studieninhalte

An wen richtet sich der Masterstudiengang?

Der Masterstudiengang richtet sich als konsekutives Studienangebot an Absolventinnen und Absolventen von Bachelorstudiengängen der Gesundheitswissenschaften und der Gesundheitsfachberufe (z.B. Pflege, Physiotherapie) sowie verwandter Studiengänge (z.B. Gesundheitspädagogik).

Der Studiengang ist auch für Absolventinnen und Absolventen betriebswirtschaftlicher, ingenieurwissenschaftlicher (z.B. medizintechnisch orientierter Studiengänge der HFU) oder sozialpädagogisch bzw. verhaltenswissenschaftlicher Bachelorstudiengänge interessant, um eine spezialisierende Expertise für die am Gesundheitssektor beteiligten Fachdisziplinen und Akteure zu erwerben.

Studieninhalte

Berücksichtigung kultureller Unterschiede, z.B. in der Pflege (Foto aus dem Workshop "Kultursensible Pflege")

Im Masterstudium Angewandte Gesundheitsförderung beschäftigen Sie sich beispielsweise mit folgenden Fragen:

  • Wie müssen Arbeitsbedingungen gestaltet werden, um Beschäftigte über Jahrzehnte gesund zu halten?
  • Wie können wir assistive Technologien (E-Health) in die Gesundheitsförderung einbringen, um die Teilhabe älterer Menschen oder Menschen mit Einschränkungen bedarfsgerecht zu unterstützen?
  • Wie muss das Gesundheitswesen organisiert werden, um die Versorgung der ländlichen Bevölkerung ebenso sicherzustellen wie die in Ballungsräumen?
  • Warum sind Familien mit Migrationsgeschichte häufiger von Totgeburten betroffen als einheimische Familien?
  • Wie können unterschiedliche Bevölkerungsgruppen motiviert werden, ihre Gesundheitskompetenz zu steigern?

Die Studienmodule finden Sie in der Tabelle "Studieninhalte" (unten).

Qualifikationsziele

Ziele bezüglich fachlicher Kompetenzen

Die Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs

  • haben eine am Themenfeld der Gesundheitsförderung orientierte theoretische und praxisnahe Qualifizierung nach Kriterien der Wissenschaftlichkeit, methodologischen Prinzipien und empirischen Methoden
  • erwerben die Fachkompetenz, Präventions- und Gesundheitsförderungsthemen in einem fachübergreifenden globalen und regionalen Kontext zu verstehen, sowie relevante Probleme und Herausforderungen zu identifizieren und zu analysieren
  • erlangen vertieftes Wissen und Fähigkeiten in der Analyse multifaktorieller Einflüsse auf Gesundheit und Krankheit, und können evaluieren, wie die bestehende Gesundheitsversorgung unter Alltagsbedingungen optimiert werden kann
  • entwickeln Planungskompetenzen und können zur Verbesserung der Qualität und der Effektivität individueller und Setting-bezogener gesundheitsfördernder Aktivitäten beitragen
  • besitzen die Fähigkeit, Potenziale und relevante Anwendungsfelder digitaler Technologien zur Gesundheitsförderung zu analysieren und zu evaluieren. Darüber hinaus bestehen vertiefte Fach- und Prozesskenntnisse zur Konzeption, Bewertung und bedarfsgerechten Anwendung assistiver Technologien im Gesundheitswesen
     

Ziele bezüglich überfachlicher Kompetenzen

Die Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs

  • besitzen die Fähigkeit zur Kooperation mit fachfremden Partnern/ Partnerinnen aus Wissenschaft und Praxis
  • können fächerübergreifende Netzwerke aufbauen sowie den Wissenstransfer zwischen Theorie und Praxis fördern
  • erwerben die Fähigkeit, fachbezogene Positionen und Problemlösungen für Fachkollegen/ Fachkolleginnen und außerwissenschaftliche Akteuere/ Akteurinnen in deutscher und englischer Sprache zu formulieren, zu präsentieren und mit ihnen darüber du diskutieren

Berufsfeldorientierte Ziele

Die Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs

  • erwerben fachliche und analytische Kompetenzen, um Tätigkeiten in der anwendungsorientierten Forschung zu übernehmen
  • besitzen umfassende theoretische und praktische Kompetenzen, um Tätigkeiten in der Setting-bezogenen sowie individuellen Gesundheitsförderung (Anwendungs- und Prozessberatung) auszuüben 
  • können mit ihren fachlichen und überfachlichen Qualifikationen den gestiegenen Ansprüchen an Fach- und Führungskräfte in Behörden und Organisationen Rechnung tragen