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Mikroresonatoren für die Point-of-care-Diagnostik pathogener Keime

Bei stationären Behandlungen kommt es durch ungezielten und übermäßigen Einsatz von Antibiotika immer häufiger zu oft tödlichen Infektionen durch multiresistente Keime. Um diese Entwicklung aufzuhalten und die Chancen auf Therapieerfolg zu erhöhen, ist es nötig, schneller belastbare diagnostische Daten zu diesen Keimen zu erhalten. Projektziel ist es daher, ein neuartiges, schnelles und besonders sensitives Analysesystem zu entwickeln.

Die Arbeiten fokussieren auf sog. Whispering Gallery Mode (WGM)-Mikroresonatoren, die bakterielle Resistenzmarker sichtbar und für die Diagnostik zugänglich machen. Bei dieser Methode ändern sich Resonanzbedingungen in mikrometergroßen Partikeln, an welchen Fängermoleküle, wie zum Beispiel Antikörper, fixiert sind durch Bindung von Zielmolekülen oder Pathogenen. Das Spektrum der Zielmoleküle reicht dabei von DNA/RNA über Proteine und Lipide bis hin zu Metaboliten. Bereits ein einziges beladenes Partikel reicht aus, um ein positives Testergebnis zu erzielen. Damit kann die WGM-Technologie unter Umständen sensitiver als herkömmliche Methoden wie PCR oder Massenspektrometrie sein.

Projektpartner

Beteiligte Forschungseinrichtung

  • Hochschule Furtwangen, Institute of Precision Medicine

Eingebundene Unternehmen (Projektbegleitender Ausschuss)

  • DIARECT AG
  • InfanDx AG
  • Laborärzte Singen GbR
  • M24You GmbH
  • MCAT GmbH
  • NanoBioAnalytics
  • QIAGEN Lake Constance GmbH
  • SmartDyeLivery GmbH
  • SPECTARIS, Dt. Industrieverband
  • Steinbeis GmbH für Technologietransfer
  • Surflay Nanotex GmbH
  • Uniklinik RTWH Aachen

Förderung

Das IGF-Vorhaben Nr. 20934 N der Forschungsvereinigung Feinmechanik, Optik und Medizintechnik wird im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

InfektResonator (I26904-1)
InfektResonator (I26904-2)

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