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Interaktion von Mikrobiom, Motilität und Darmnervensystem (ENS) im Gastrointestinaltrakt

Mikroorganismen sind für Wohlbefinden und Gesundheit des Menschen von überragender Bedeutung. Besonders deutlich zeigt sich der Nutzen des humanen Mikrobioms im Verdauungstrakt. Der menschliche Darm beherbergt ca. 1012 Bakterien pro Gramm Inhalt. Neben der Verwertung von Nahrungsbestandteilen beeinflusst das humane Mikrobiom auch das Immunsystem und spielt bei der Abwehr von Krankheitserregern eine wichtige Rolle. Bis heute ist jedoch nur ein Bruchteil des humanen Mikrobioms strukturell und funktionell klassifiziert; viele Funktionen, Stoffwechselwege und Interaktionen liegen noch im Dunkeln. Neueste Untersuchungen legen z.B. auch eine intensive Interaktion mit dem menschlichen Nervensystem nahe.

Ziel des Projekts ist die Untersuchung von Wechselwirkungen und Wirkmechanismen von intestinalen Bakterienstämmen – allein oder in komplexer Kombination – mit dem enterischen Nervensystem (ENS) des Magen-Darm-Trakts, dem sogen. „Bauchhirn“, das weitgehend autonom u.a. die Verdauung steuert. Die Untersuchungen sollen eine Grundlage liefern, auf gezielte Weise Bakterienkombinationen zur Beeinflussung nervös bedingter oder neuronal modulierter gastrointestinaler bzw. systemischer Krankheitsparameter therapeutisch einzusetzen sowie neue Erkenntnisse über die Funktionalität des intestinalen Mikrobioms bei neurodegenerativen Erkrankungen wie Morbus Parkinson oder Morbus Alzheimer zu gewinnen.

Projektpartner
  • Hochschule Kaiserslautern (Koordination), AG Prof. Dr. Karl-Herbert Schäfer
  • Hochschule Furtwangen, AG Prof. Dr. Markus Egert
  • Symbiopharm GmbH, Herborn
  • MVZ Institut für Mikroökologie GmbH, Herborn
Förderung

Das Projekt wird vom BMBF im Rahmen des Programms Forschung an Fachhochschulen in der Förderlinie FHprofUnt gefördert, FKZ 13FH036PB5.

ImmENS (I7335)
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