Feuerwehrleuten helfen, bessere Entscheidungen zu treffen

Grundlagen von Entscheidungsfindungsprozessen in der primären Gefahrenabwehr

Das Projekt „EMERDEC” untersucht, wie Einsatzkräfte der Feuerwehr in hochkritischen Situationen Entscheidungen treffen und wie Sie durch digitale Unterstützungssysteme optimal begleitet werden können. Dazu werden innovative Ansätze wie empirische Feldforschung, kognitive Task-Analysen, die Echtzeit-Datenerfassung durch Wearables und simulationsbasierte Experimente in VR-Umgebungen eingesetzt.
Ziel ist es, die Mechanismen der Entscheidungsfindung zu verstehen und technologische sowie ethische Grundlagen für die nächste Generation von Entscheidungsunterstützungssystemen zu schaffen.

Angesichts der rasanten Transformationsprozesse in den Bereichen Energieversorgung, Mobilität und Industrie müssen Einsatzkräfte der Feuerwehr flexibel auf neue Herausforderungen reagieren können, etwa bei Unfällen mit Wasserstoff, LNG oder Lithium-Ionen-Akkus. EMERDEC untersucht, wie Informationen bedarfsorientiert, geschlechtergerecht und ohne Überlastung in Entscheidungsprozesse integriert werden können. Zudem wird erforscht, ob KI-Systeme durch menschliches Erfahrungswissen lernen und die Gefahrenabwehr verbessern können.

Das interdisziplinäre Projekt bündelt die Expertise mehrerer Partner: Die Hochschule Furtwangen evaluiert die Entscheidungsfindung der Einsatzkräfte in stressigen und kritischen Situationen auf Basis physiologischer und psychologischer Parameter. Die Leitung des Projekts liegt bei IRIS – Industrial Risk and Safety Solutions e.U. Die Universität Graz untersucht die kognitiven Mechanismen der Entscheidungsprozesse und Joanneum Research ist für die Erfassung der physiologischen Daten zuständig. Das Disaster Competence Network Austria ergänzt das Konsortium durch soziologische Analysen. Die Landesfeuerwehrschule Kärnten und die Berufsfeuerwehr Wien bringen ihre praktische Feuerwehrexpertise ein und stellen die Räumlichkeiten für die Experimente bereit. Gemeinsam entwickeln sie nutzerzentrierte und ethisch fundierte Entscheidungsunterstützungssysteme für die Feuerwehr.
 

Projektpartner
  • IRIS - Industrial Risk and Safety Solutions e.U.
  • Landesfeuerwehrschule Kärnten
  • Berufsfeuerwehr Wien
  • Disaster Competence Network Austria
Beteiligte Forschungsinstitute
  • JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH
  • Universität Graz (Arbeitsgruppe Psychologie)
Förderung

Dieses Projekt wird von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft mbH (FFG) gefördert.
Die FFG ist die zentrale nationale Förderorganisation und stärkt Österreichs Innovationskraft. FFG Projektnummer: FO999914127

  • Logo FFG
zum Seitenanfang springen