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Sozioinformatik Forschung (I16097)

Arbeitsgruppe Sozioinformatik

Kommunikation hat sich durch Softwareanwendungen grundlegend verändert (WhatsUp, Twitter,..). Dies ist nur ein Beispiel dafür, dass sozio-technische Systeme inzwischen in alle Bereiche unseres Lebens eingezogen sind und tiefgreifende Auswirkungen auf die Gesellschaft haben. Auch Geschäftsmodelle wie das Online Banking und die Rechtsprechung, hier zum Beispiel der Datenschutz, werden beeinflusst und müssen angepasst werden. Und dennoch werden bei der Entwicklung dieser Systeme mögliche Auswirkungen in der späteren Anwendung, wie auch sich verändernde Anwendungsumgebungen, nicht oder zu wenig berücksichtigt.

Die angewandte Forschung im Bereich Sozioinformatik schafft Methoden und Werkzeuge, die Softwareentwickler unterstützen, die Auswirkungen von Softwaresystemen auf die Gesellschaft zu analysieren und zu verstehen. Somit können diese bei der Entwicklung bereits im Vorfeld entsprechend berücksichtigt werden.

Forschungsprojekte

AKtuelle Projekte
  • Forschungsprojekt Digitaldialog 21

    Der digitale Wandel beeinflusst die Lebenswelt der meisten Menschen auf vielen Ebenen: von der alltäglichen Kommunikation über die Wissensproduktion und -vermittlung bis zu Onlinedating – ein Leben ohne digitale Technologien ist kaum mehr vorstellbar.

    Doch wie lässt sich der digitale Wandel begreifen und vor allem mitgestalten? Um Antworten auf diese Fragen zu finden haben sich drei Hochschulen und weitere Partner als praxisorientiertes Denklabor im Forschungsprojekt Digitaldialog 21 (DD//21) um die Hochschule Furtwangen zusammengeschlossen.

    Ziel des Projektes ist es, zur Vermeidung von Digitalisierungsverlierern beizutragen. Es soll gezeigt werden, wie sich der digitale Wandel durch eine Zusammenarbeit von Bürgern und Entwicklern gestalten lässt. Dazu soll Technikfolgenabschätzung im Kleinen ermöglicht und Dialogformate entwickelt werden. Mehr Informationen zum Projekt

  • Forschungsprojekt SusAF (Sustainability Awareness Frameworks )

    Im Verbund mit der Karlskrona Allianz (sustainabilitydesign.org) wird in diesem Projekt ein konkretes Werkzeug entwickelt, um den digitalen Wandel im Hinblick auf Nachhaltigkeitsaspekte zu gestalten. Ziel des Sustainability Awareness Frameworks (SusAF) ist es, Bedenken und Auswirkungen von Softwaresystemen auf Nachhaltigkeitsprobleme zu identifizieren. Mit dem Framework soll eine Diskussion über mögliche Auswirkungen eines Softwaresystems auf die Nachhaltigkeit angeregt, unterstützt und angeleitet werden. Das Framework setzt sich aus einer Reihe von Fragen, Richtlinien, Beispielen und einem Visualisierungsdiagramm zusammen.

    Projektartner:

  • Sedef Akinli Kocak, Vector Institute for Artificial Intelligence, Canada
  • Christoph Becker, University of Toronto, Canada
  • Stefanie Betz, HFU Furtwangen University, Germany
  • Ruzanna Chitchyan, University of Bristol, UK
  • Leticia Duboc, La Salle, Ramom Llull University, Spain
  • Ola Leifler, Linköping University, Sweden
  • Birgit Penzenstadler, Chalmers University of Technology, Sweden
  • Jari Porras, University of Technology LUT, Finland
  • Norbert Seyff, University of Applied Sciences and Arts Northwestern Switzerland, Switzerland
  • Colin C. Venters, University of Huddersfield, UK.
  • Forschungsprojekt Big Data und Boni - Pay-as-you-live-Tarife (PAYL) im Gesundheitswesen:

    Ziel des Projekts ist es, einen Beitrag zur umfassenden Bewertung von PAYL-Tarifen zu leisten. Die Einordnung von PAYL erfolgt dabei sowohl aus der Perspektive des technisch Machbaren, der Informatik, als auch aus der Perspektive des Verbraucherschutzes sowie des schleichenden gesellschaftlichen Wandels, der Soziologie und angewandten Ethik.

    Im Projekt werden gleichermaßen die technologischen Voraussetzungen für Instrumente digitaler Selbstvermessung als auch die ethischen, sozialen und gesundheitspolitischen Folgen von PAYL in den Blick genommen und deren Wechselwirkung untersucht. Mehr Informationen zum Projekt

Sozioinformatik in der Lehre

In der Vertiefungsrichtung Sozioinformatik des Studiengangs IT- Produktmanagement belegen die Studierenden einerseits Vorlesungen zu den klassischen Inhalten der Informatik wie beispielsweise Software Engineering, Datenbanken und Informationssysteme. Darüber hinaus stehen Inhalte des Themenfeldes Informatik und Gesellschaft im Mittelpunkt: Empirische Methoden, Konsumentenverhalten, Gesellschaftswissenschaften und Informatik im sozialen Kontext. Eine innovative Studienstruktur ermöglicht Freiräume, um Softwaresysteme auf  Wechselwirkungen hin zu untersuchen. Beispielsweise untersuchten Studierende im innovativen Semesterprojekts „I‘m not a robot“ den Einfluss von Algorithmen auf die Meinungsbildung.