Öffentliche Sicherheit und Technikfolgenabschätzung

Perspektiven aus der angewandten Ethik

Im Laufe der letzten Dekaden haben wir eine immer stärkere Ausweitung von zumeist technikgestützten Sicherheitsmaßnahmen erlebt. Über den gesellschaftspolitischen Konflikt zwischen der Gewährleistung öffentlicher Sicherheit und bürgerlich-demokratischen Freiheitsrechten wurde bereits viel diskutiert. Entsprechend sind ethisch-gesellschaftliche Fragen auch zu zentralen Themen der zivilen Sicherheitsforschung avanciert – ohne dass deshalb von etablierten Bewertungsmaßstäben die Rede sein könnte.

In diesem Vortrag wird umrissen, welchen Aufgaben und Herausforderungen sich eine solche „Sicherheitsethik“ stellen muss, um technisches Sicherheitshandeln moralphilosophisch adäquat reflektieren zu können. Anhand von Anwendungsbeispielen wird gezeigt, wie eine moralpragmatische Technikfolgenabschätzung hierbei für den Bereich der zivilen Sicherheitsforschung fruchtbar gemacht werden kann.

Zur Person

Sebastian Weydner-Volkmann forscht als Post-doc in den Bereichen (Technik-) Philosophie und Angewandte Ethik. Er ist seit 2012 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsteam des Centre for Security and Society (CSS) und am Husserl-Archiv der Universität Freiburg. Derzeit übernimmt er die Geschäftsführung des CSS.

Als Teil des EU-Projekts XP-DITE hat Sebastian Weydner-Volkmann ein Framework zur ethischen Bewertung des Einsatzes von Sicherheitstechnologien an Flughäfen entwickelt. Im EU-Projekt TeraSCREEN hat er die ethische Begleitforschung bei der Entwicklung eines innovativen, Privatsphäre-schonenden THz-Körperscanners übernommen. Neben Forschung und Lehre am philosophischen Seminar der Universität Freiburg ist er am Aufbau der trinationalen Graduiertenakademie „Security-Risk-Orientation“ (SERIOR) beteiligt.

  • Date
  • - o'clock
  • Location
  • Furtwangen Campus

Sebastian Weydner-Volkmann