Starkes Netzwerk für Gesundheit   

Gesundheitskongress an der Hochschule Furtwangen widmet sich Zukunftsthemen der Medizin

Endlich konnte die Hochschule Furtwangen (HFU) wieder Gastgeberin für den traditionsreichen Gesundheitskongress sein: Am vergangenen Mittwoch boten die Kooperationspartner HFU, Landkreis Schwarzwald-Baar-Kreis, Gesundheitsnetzwerk Schwarzwald-Baar und die Stadt Furtwangen in den Räumen der Hochschule einem interessierten Fachpublikum Einblicke in die aktuellsten Themen und Fragestellungen im Bereich Medizin und Gesundheit.

„Die vergangenen Jahre, in denen wir den Kongress aufgrund der Pandemie aussetzen mussten, haben uns allen gezeigt wie wichtig es ist, sich ganz grundlegend mit Gesundheit zu befassen“, sagte HFU-Rektor Prof. Dr. Rolf Schofer in seiner Begrüßung. Auch Landrat Sven Hinterseh betonte: „Ich bin sehr dankbar, dass wir dieses Gesundheitsnetzwerk haben“ und lobte den engen Kontakt und die kurzen Wege zu Expertinnen und Experten in der Region.

Mit dem Titel „Menschen, Viren, Mutationen“ hatte Hauptreferent Dr. Werner Bartens, Arzt, Buchautor und leitender Redakteur bei der Süddeutschen Zeitung, seinen Impulsvortrag überschrieben. Bartens blickte mit den Kongressbesuchenden zurück auf die Zeit seit Ende 2019, bei der man bei der Süddeutschen Zeitung dieses neue Virus einfach nur mit 18 Zeilen „weggemeldet“ habe. Mit anschaulichen Beispielen berichtete Bartens von allem, was danach kam: den Irrationalitäten und Absonderlichkeiten, die Corona in der Gesellschaft hervorbrachte. Wie sich Deutschland in ein Land mit 83 Millionen Virologen, mit erstaunlich quer Denkenden und Menschen verwandelte, die einem hochgefährlichen Virus mit „magischen Gedanken“ begegnen – dabei überführte Bartens aber auch sich selbst und sein Publikum immer wieder einer gewissen Irrationalität.

Bei einer Posterausstellung mit Fachgesprächen und beim „Marktplatz“ mit vielen verschiedenen Impulsvorträgen ging es im Anschluss vor allem um den Blick in die Zukunft: Gesundheits-Expertinnen und -Experten informierten zu aktuellen Forschungsthemen, Fallbeispielen und Methoden. Von Augmented Reality in der Neurochirurgie über Mikrosystemtechnische Lösungen für die zukünftige Gesundheitsversorgung bis zu Mikroplastik als Vector für Schadstoffe, von Kinderanästhesie in Nepal bis zur Idee der Muttermilchbanken reichten die ganz unterschiedlichen, inspirierenden Fachvorträge, unter denen die Gäste wählen konnten. Die vielen darauffolgenden, angeregten Gespräche und Diskussionen nutzten die Teilnehmenden zum Netzwerken und Kontakte knüpfen und bewiesen so den hohen Nutzen des Gesundheitskongresses: für ein starkes Gesundheits-Netzwerk.