Schülerstudium am Campus Tuttlingen geht in die zweite Runde

17 Schüler des Immanuel-Kant- und Otto-Hahn-Gymnasiums belegen Informatik-Vorlesung

Zum Sommersemester belegen 17 informatikaffine Schülerinnen und Schüler der Tuttlinger Gymnasien am Hochschulcampus Tuttlingen den Kurs „Informatik I“. Die Kooperation zwischen der Hochschule Furtwangen (HFU) und dem Immanuel-Kant- und dem Otto-Hahn-Gymnasium (IKG und OHG) jährt sich zum Sommersemester 2018.

Bereits 2017 schlossen 13 Schüler den Informatik-I-Kurs aus dem Curriculum am HFU-Campus Tuttlingen erfolgreich ab. Das „Schülerstudium“ stößt bei den Schulleitern Georg Schwarz und Wolfgang Staib (beide OHG) sowie bei Christiane Sturm und Michael Krauss (beide IKG) auf große Zustimmung. „Die Kooperation mit der Hochschule Furtwangen am Standort Tuttlingen ist für unsere Schülerinnen und Schüler ein Gewinn. Durch das Schülerstudium können sie Hochschulluft schnuppern, sich fachlich weiterbilden und sich beruflich orientieren.“ Nicht zuletzt belegt die Anmeldezahl von 17 das Interesse der Schüler der Jahrgangsstufe 11 – darunter sind erstmals vier Mädchen. Grund genug für den Programmleiter und Informatik-Professor des Hochschulcampus Tuttlingen Dr. Albrecht Swietlik, das Erfolgsmodell „Schülerstudium“ fortzuführen.

Schüler und Studierende lernen gemeinsam
Gemeinsam mit den Mechatronik-Studierenden des zweiten Semesters lernen die Oberstufenschüler von März bis Juli C-Programmierung. „Sie belegen drei Vorlesungs- und zwei Praktikumseinheiten à 45 Minuten pro Woche exklusive Vor- und Nachbereitung“, erklärt Professor Swietlik. Voraussetzung für eine Teilnahme mit Klausurbeteiligung ist die ausdrückliche Empfehlung des Fachlehrers der Schulen.

Vorsprung für MINT-Studium von Vorteil
Für die Schüler sind eine mündliche Prüfung sowie ein Seminarbericht als Prüfungsleistung obligatorisch, optional ist die Teilnahme an der Klausur. Bei bestandener Prüfung haben die Schüler die Wahl, ob sie sich das Fach für ihr Abitur anrechnen lassen möchten oder nicht. Der erfolgreiche Besuch des Kurses „Informatik I“ verschafft den Abiturienten in einem späteren MINT-Studium (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) einen Vorsprung. „Im besten Fall können sie sich Informatik sogar anrechnen lassen“, schließt Swietlik.