Brillen als Infektionsträger

Preis für CoHMed-Projekt

Mikrobiologischer Abklatsch einer getragenen Brille

Birgit Fritz, akademische Mitarbeiterin in der Fakultät Medical and Life Sciences (MLS) und Mitglied des Instituts für Precision Medicine, wurde auf der diesjährigen Jahrestagung der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM) mit einem Preis für ihren ePosterbeitrag zum Thema "Preliminary analysis of the bacterial microbiota on worn spectacles using next generation sequencing of 16S rRNA genes" ausgezeichnet. Der Preis war mit 100 Euro und einem Buchgeschenk dotiert. In dem stark universitär dominierten Umfeld ist die Auszeichnung eines Posters von einer Hochschule für Angewandte Wissenschaften mit einem sehr anwendungsorientierten Thema etwas Besonderes.
 
Die VAAM ist die größte Mikrobiologen-Vereinigung im deutschsprachigen Raum. Ihre Jahrestagung 2018 mit mehr als 1000 Teilnehmenden wurde vom 15.-18. April 2018 von der TU Braunschweig in Wolfsburg ausgerichtet. Schwerpunkte der Tagung waren Biotechnologie, Biodiversität, Bioökonmie und Host-Pathogen-Interactions. Birgit Fritz präsentierte Ergebnisse aus ihrem Promotionsprojekt, in dem sie sich unter Betreuung von Prof. Dr. Markus Egert (Fakultät MLS) mit antimikrobiellen Strategien für Brillen im klinischen wie nicht-klinischen Umfeld beschäftigt.
 
Ihre Arbeiten zeigen, dass Brillen divers kolonisierte Keimträger sind und eine Rolle bei Infektionen spielen können. Die präsentierte Forschung findet im Rahmen des vom BMBF geförderten CoHMed-Projekts statt, mit dem die Zusammenarbeit zwischen HFU und der regionalen Medizin-Industrie nachhaltig gestärkt werden soll. Partner im Projekt von Birgit Fritz und Professor Egert sind neben der HFU die Universitätsaugenklinik Tübingen, die Laborärzte Singen und die Carl Zeiss Vision International GmbH aus Aalen.

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