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Mission ROSETTA – Eine Expedition zum Sternenstaub

Open Campus Vortrag

Dipl.-Ing. Gunther Lautenschläger von der Airbus Defence & Space GmbH geht unter dem Titel „Mission ROSETTA – Eine Expedition zum Sternenstaub“ in seinem Open-Campus-Vortrag auf die Anforderungen an die Weltraumsonde Rosetta bei der Konstruktion ein. Der Vortrag ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
 
Mit dem Absetzen des Moduls „Philae“ auf dem Kometen „67P Tschurjumow-Gerassimenko“ (Tschuri) gelang der Weltraumbehörde ESA am 12. November 2014 eine Sensation: Noch nie zuvor konnte ein Mini-Labor mit hochsensiblen Messinstrumenten auf einem Kometen abgesetzt werden. Möglich machte dies die Weltraumsonde Rosetta. Mehr als zehn Jahre flog sie unterschiedlichste Manöver im All. „Das Ziel der Expedition Rosetta ist es, ein besseres Verständnis von der Entstehung unseres Sonnensystems, der Erde und vielleicht sogar der Entstehung des Lebens zu bekommen“, erklärt Rosetta-Projektleiter Gunther Lautenschläger.
 
Er und sein Team erhielten 1996 bei der Firma Dornier System in Immenstaad (heute: Airbus DS GmbH) den Auftrag zur Konstruktion von Rosetta. Mit ihr bauten sie eine Sonde, die weitestgehend autonom agieren kann. „Rosetta ist zum Überleben konstruiert. Sie befindet sich in unvorstellbarer Entfernung von bis zu 670 Millionen Kilometern. Die Kommunikation zwischen der Erde und der Sonde dauert bis zu 40 Minuten. Das bedeutet: Erst nach 1,5 Stunden sehen die Raumfahrt-Ingenieure den Erfolg eines gesendeten Kommandos.“ Enorme Kräfte und Strahlungen wirken auf die Sonde ein. Diese und weitere extreme Herausforderungen musste Lautenschläger bei der Konstruktion berücksichtigen.
 
„Beim Open-Campus-Vortrag nehme ich das Publikum via eindrucksvoller Bilder mit auf diese abenteuerliche Expedition zum Kometen 67P“, so der Airbus-Ingenieur und fährt stolz fort: „Erstmals in der Geschichte der Raumfahrt konnte eine Weltraumsonde auf die Umlaufbahn eines Kometen einschwenken und ihn aus nächster Nähe für zwei Jahre begleiten, beobachten und viele verschiedene wissenschaftliche Messungen durchführen.“
 
Gunther Lautenschläger ist seit 1986 als Raumfahrt-Ingenieur bei der Dornier System GmbH tätig. Er arbeitet als Spezialist im Bereich Software, Satelliten-Operations und Überlebens-Strategien. Er ist im Kern-Team der von der Europäischen Union beauftragten Sentinel-2 Satelliten.

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  • Campus Tuttlingen